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Listenpreis und Betriebsausgaben Dienstwagen: Die "Ein-Prozent-Regelung"

Wie der Name sagt, werden bei der "Ein-Prozent-Regelung" Privatfahrten mit einem Prozent des Listenpreises ermittelt. Doch was heißt "Listenpreis"?
  • Bernhard Lindgens

Welche Kosten sind abgegolten?

Nach der "Ein-Prozent-Regelung" (§ 6 Absatz 1 Nummer 4 Einkommensteuergesetz - EStG) werden Privatfahrten pauschal für jeden Kalendermonat mit einem Prozent des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen und einschließlich der Umsatzsteuer ermittelt. Streitigkeiten entzünden sich dabei häufig an der Frage, welche Sonderausstattungen den zu versteuernden - und bei Arbeitnehmern zusätzlich sozialversicherungspflichtigen - Nutzungsvorteil erhöhen.

So entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in letzter Instanz, dass auch der Aufpreis für ein werkseitig zusätzlich fest eingebautes Navigationsgerät den für die Ein-Prozent-Regelung maßgeblichen Listenpreis erhöht. Immerhin habe auch der Kläger Vorteile aus dem Gebrauch des eigenständig nicht nutzbaren Navigationssystems auf Privatfahrten. (Urteil vom 16. Februar 2005 - VI R 37/04 -).

Nach der ständigen Finanzrechtsprechung sind mit der pauschalen Nutzungswertberechnung zudem ausschließlich die Gesamtkosten des Fahrzeugs abgegolten. Infolge dessen ist die Summe aller

- Betriebsstoffkosten,
- Wartungs- und Reparaturkosten,
- Garagenmieten am Wohnort,
- Kraftfahrzeugsteuer- und Versicherung,
- Absetzungen für Abnutzung,
- Zinsen für Anschaffungsdarlehen sowie
- Aufwendungen infolge von Verkehrsunfällen

in voller Höhe als Betriebsausgaben abzugsfähig. Etwas anderes gilt jedoch für die Reisenebenkosten, die bei privat veranlassten Fahrten zu den nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben oder - bei Arbeitnehmern - zu lohnsteuerpflichtigen geldwerten Vorteilen führen. Darunter fallen laut BFH-Urteil vom 14. September 2005 (- VI R 37/03 -) neben

- Straßenbenutzungsgebühren (Autobahnvignetten, Mautgebühren),
- Parkgebühren und
- Aufwendungen für den Transport des Fahrzeugs auch die
- Kosten eines ADAC-Euro-Schutzbriefs!

Quelle: Creditreform 11/2006

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