Neuer Job, neue Wohnung So hilft das Finanzamt beim Umzug

Wer wegen des Jobs umzieht, kann den Fiskus an den Kosten beteiligen. Dafür müssen die Steuerzahler nicht immer eine neue Arbeitsstelle antreten. Und gerade erst wurden die Steuerpauschalen für Umzüge erhöht.
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Die Kosten für den Möbeltransport können hoch sein. Quelle: dpa
Umzugswagen

Die Kosten für den Möbeltransport können hoch sein.

(Foto: dpa)

BerlinWer einen neuen Job in einer fremden Stadt antritt, kann die Ausgaben für den Umzug von der Steuer absetzen. Doch um die Umzugskosten beim Finanzamt geltend zu machen, muss es nicht immer eine neue Stelle sein. So ist ein Umzug auch dann steuerlich abzugsfähig, wenn sich von der neuen Wohnung aus die tägliche Fahrtzeit zur Arbeit um mindestens eine Stunde verkürzt – oder aber, wenn damit eine doppelte Haushaltsführung beendet wird.

Immer dann, wenn Ihr Umzug beruflich bedingt ist, können Sie die Kosten dafür steuerlich geltend machen. Dazu zählen etwa:

  • Transportkosten
  • Reisekosten
  • doppelte Mietzahlungen
  • Maklergebühren oder
  • Beschaffungskosten für Herd und Öfen

Das Teuerste an einem Umzug ist im Regelfall der Transport von Möbel und Co. Steuerlich abzugsfähig sind die Transportkosten in voller Höhe, und zwar nicht nur für die komplette Wohnungseinrichtung, sondern auch für Fahrräder und Haustiere. Übernimmt eine Spedition den Transport, können darüber hinaus die Arbeitsstunden der Möbelpacker für das Ein- und Auspacken geltend gemacht werden, ebenso mögliches Verpackungsmaterial wie Kleiderkisten oder spezielle Schutzhüllen sowie die notwendige Versicherung.

Fahren Sie am gleichen Tag der Spedition hinterher, können Sie hierfür Reisekosten für die Reise am Umzugstag abziehen: für Fahrten mit dem eigenen Auto die üblichen 0,30 Euro Kilometerpauschale, für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmittel die tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Kosten.

Daneben dürfen Sie vom Tag des Einladens bis zum Tag des Ausladens die so genannten Verpflegungsmehraufwendungen ansetzen. Sind Sie also länger als acht Stunden unterwegs, dürfen Sie pauschal 12 Euro ansetzen; bei 24-stündiger Abwesenheit sind es 24 Euro. Der Tag des Einladens wird wie der Tag des Ausladens als voller Reisetag behandelt.

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