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Optionen Zocken ist steuerlich absetzbar

Wenn Optionen verfallen, verlieren Anleger ihren Kapitaleinsatz. Ein Trostpflaster gibt es vom Finanzamt: Der Verlust darf mit Kapitalerträgen verrechnet werden. Doch das letzte Wort ist dabei noch nicht gesprochen.
17.11.2014 - 13:26 Uhr 1 Kommentar
Verluste aus Termingeschäften können von der Steuer abgesetzt werden. Quelle: dpa

Verluste aus Termingeschäften können von der Steuer abgesetzt werden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Für viele spekulativ eingestellte Anleger bieten Optionen den besonderen Kick: Statt direkt in eine Aktie zu investieren, kaufen sie lieber ein Paket Optionen auf die Aktie. Damit erwerben sie das Recht, die Titel zu einem festgelegten Termin und zu einem festgelegten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Der Vorteil: Mit einem geringen Kapitaleinsatz sind deutlich höhere Gewinnperspektiven verbunden. Geht die Rechnung nicht auf, dann ist der Kapitaleinsatz beim Ablauf einer Option aber auch weg.

Genau ein solcher Verlust ist Gegenstand eines Streits zwischen einem Anleger und dem Finanzamt, der schließlich vor dem Finanzgericht Düsseldorf landete. Der Kläger erwarb im Jahr 2010 Verkaufsoptionen, deren Laufzeit noch im Jahr 2010 endete. Damit spekulierte er auf fallende Kurse des zugrundeliegenden Aktienwertes (Basiswert). Eine solche Spekulation ist erfolgreich, wenn der Börsenkurs des Basiswertes am Verfallstag unter dem in der Option vereinbarten Verkaufskurs liegt.


Dann könnte der Optionsbesitzer die Aktien günstiger an der Börse kaufen und seinem Gegenpart beim Optionsgeschäft – dem Stillhalter – zum vereinbarten höheren Kurs verkaufen. Die Differenz ist der Spekulationsgewinn. In der Realität kommt es aber nicht zum Kauf und Verkauf der Papiere, sondern der Optionsbesitzer erhält einen Geldbetrag als Differenzausgleich, der auch versteuert werden muss.

Finanzamt erkennt Verlust des Kapitals nicht an

Im konkreten Fall hatte der Anleger aber Pech. Denn die Aktie fiel nicht, sondern lag am Verfallstag über dem in den Optionen vereinbarten Kurs. Mit der Ausübung hätte der Anleger also einen Verlust eingefahren, weil er die Aktien hätte teurer einkaufen und billiger verkaufen müssen. Deshalb ließ er das Optionspaket wertlos aus seinem Depot ausbuchen.

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    In seiner Einkommensteuererklärung verrechnete er anschließend den Verlust mit anderen positiven Kapitalerträgen. Diese Verlustanrechnung erkannte das Finanzamt aber mit Hinweis auf das BMF-Schreiben vom 9. Oktober 2012 nicht an. Begründung: Es sei nicht zur Zahlung eines Differenzausgleichs gekommen, wie es Paragraph 20 Abs. 2 Satz 1 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes fordere.

    Finanzgericht steht auf Seite des Anlegers
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    1 Kommentar zu "Optionen: Zocken ist steuerlich absetzbar"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Seit wann hat denn das Absichern von Beständen in einem Portfolio mittels Eurex-Optionen etwas mit " zocken " zu tun ?

      Dieses Instrument wird in jeder guten Vermögensverwaltung eingesetzt. Ein Langfristanleger der diese Option des Kapitalerhalts nicht einsetzt ist eher der Zocker.

      Also bitte etwas detaillierter und sachlicher Schreiben, als diesen dumpfen Überschriften-Populismus. Danke.


      Grüße aus Downtown-Mainhattan. Der schönsten Stadt Deutschlands. And the heartbeat of financial €urope and HQ of Super-Mario.

      Ralph
      - selbst. Börsenhändler -
      Algo- und System-Trading

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