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Spenden Wie Gütesiegel Spendern bei der Suche nach einer guten Organisation helfen

Die meisten Hilfsorganisationen in Deutschland sind seriös. Dennoch kann es schwer sein, eine Wahl zu treffen. Gütesiegel bieten Orientierung.
14.12.2018 - 04:29 Uhr Kommentieren
Gerade zur Weihnachtszeit wird viel Geld gespendet. Quelle: Volkmar Schulz / Keystone
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Gerade zur Weihnachtszeit wird viel Geld gespendet.

(Foto: Volkmar Schulz / Keystone)

Frankfurt Die gute Nachricht zuerst: „Die allermeisten Hilfsorganisationen in Deutschland sind seriös“, befindet Burkhard Wilke, wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI), einer Stiftung mit überwiegend öffentlichen Trägern, die die Information und Beratung für Spender zu ihrer Kernaufgabe zählt.

Doch es gibt schwarze Schafe unter den Organisationen, wie er betont: „Und die wenigen Unseriösen haben für überproportional viel Verunsicherung und Skepsis unter den Menschen gesorgt“ und dazu beigetragen, dass ein gewichtiger Teil der Deutschen nicht spende.

Wie findet man also eine Organisation, die einer Spende würdig ist? Hat ein Spendenwilliger ein Thema gefunden, das er mit Geld unterstützen möchte, könnte seine Wahl auf eine Hilfseinrichtung in seiner Nähe fallen. Der große Vorteil: Der Spender könnte den Verantwortlichen und sein Tun kennen, sagt Wilke vom DZI.

Ansonsten will das DZI mit seinem Spendensiegel Orientierung bieten. Das Institut versteht sich als Verbraucherschutzinstitution und unterstützt die Suche der Spendenwilligen nach eben einer vertrauenswürdigen, effektiven Organisation. 231 Organisationen in Deutschland hat das DZI ein Gütesiegel gegeben.

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Standort erkennen

    Die DZI-Mitarbeiter beobachten bis zu 3.000 Organisationen in Deutschland, die bundesweit, systematisch und breit angelegt um Spenden bitten und mindestens 25.000 Euro pro Jahr einsammeln, wie Wilke beschreibt. 1.200 davon seien dokumentiert, sagt er. Informationen gibt es vom DZI, wenn ausreichend Nachfrage in der Öffentlichkeit nach einer Organisation besteht.

    Siegel werden von den Einrichtungen selbst angefragt. Das Gütezeichen bekommen sie, wenn sie ihr Kapital effizient verwenden, nicht mehr als 30 Prozent für Werbung und Verwaltung ausgeben, ihr Schaffen transparent machen und nachprüfbar ausweisen, wie das Geld der Spender eingesetzt wird.

    Siegel kosten Geld

    Die Siegel-Träger werden jährlich überprüft. Und die Siegel kosten Geld: Eine kleinere Organisation mit 100.000 Euro Einnahmen im Jahr zahlt 934 Euro für das erste Siegel, dann jährlich 636 Euro. Große Institutionen zahlen bis zu 12.000 Euro pro Jahr. Für kleinere und lokale Organisationen sei der Prozess zu aufwendig – für beide Seiten, sagt Wilke.

    150 weitere Organisationen haben kein Siegel, weil etwa Informationen fehlen, Kriterien nicht erfüllt sind oder keines gewollt wird.

    Einrichtungen mit negativem Eindruck sollten Interessierte unbedingt ausschließen, damit sie keine Überraschungen erleben, mahnt Wilke. Das DZI listet auf seiner Homepage neben empfehlenswerten Organisationen auch solche auf, die gegen Grundsätze vertrauenswürdiger Praxis verstoßen. Vor manchen Einrichtungen, bei denen das DZI „dringenden Aufklärungsbedarf“ sieht, warnen die Experten.

    Als ein Warnsignal wertet Wilke etwa, wenn Organisationen Spender durch jahrelange Mitgliedschaften oder Dauerspenden binden wollen. Vertrauenswürdige Organisationen räumten ein jederzeitiges Kündigungsrecht ein, erklärt er. 150 weitere Organisationen werden aktuell überprüft; für den Rest gebe es nur gelegentlich Anfragen, erzählt Wilke.

    Bevor jemand Geld spendet, sollte er sich in Ruhe ein eigenes Bild von einer Organisation machen – über den Sinn und Zweck ihres Schaffens und ihren Umgang mit Spendengeldern

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