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Splitting Das sind die größten Steuervorteile für Ehepaare

Das Ja-Wort soll nicht nur Glück im Alltag bescheren. Auch bei der Steuererklärung können verheiratete Paare jede Menge Geld sparen.
17.11.2018 - 08:07 Uhr Kommentieren
Besonders bei Partnern mit hohem Einkommensgefälle macht eine gemeinsame Bemessungsgrundlage Sinn. Quelle: dpa
Steuervorteil

Besonders bei Partnern mit hohem Einkommensgefälle macht eine gemeinsame Bemessungsgrundlage Sinn.

(Foto: dpa)

Frankfurt Nachdem Paare einander das Jawort gegeben haben, kann es sich lohnen, auch vor dem Finanzamt gemeinsame Sache zu machen. Insbesondere Partner mit unterschiedlich hohen Einkommen können vom sogenannten Splittingverfahren profitieren.

Die Berechnung geht so: Zunächst wird das zu versteuernde Einkommen beider Partner addiert, dann wird auf die Hälfte dieses Betrags der Steuertarif angewandt. Das Ergebnis wird wieder verdoppelt und ergibt die gemeinsam zu zahlende Einkommensteuer. Im Vergleich zur getrennten Veranlagung können daraus einige Hundert Euro Steuerersparnis resultieren.

Noch nicht verheiratet? Wer das bis zum 31. Dezember nachholt, kann für das ganze zurückliegende Jahr vom Splittingtarif profitieren. „Steuerlich relevant ist allerdings nur eine Hochzeit vor dem Standesamt“, sagt Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine (BVL). Die kirchliche Heirat oder eine Segnung zählt vor dem Fiskus nicht.

Auch getrennt lebende Paare können 2018 noch vom Ehegattensplitting profitieren. Bedingung: Bis Silvester müssen sie einen ernst gemeinten Versöhnungsversuch unternehmen. Laut einem Urteil des Bundesfinanzhofs kann dieser steuerlich sogar dann zählen, wenn ein Ehegatte nach wenigen Wochen wieder aus der gemeinsamen Wohnung auszieht (Az: VI R 268/94).

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    Ehepaare können jedes Jahr neu entscheiden, ob sie getrennt oder zusammen veranlagt werden möchten. Auch die Steuerklassen können sie einmal jährlich wechseln. Wer sie ab Januar ändern möchte, muss den Antrag vor Jahresende beim Finanzamt einreichen.

    Die Steuerklasse entscheidet darüber, wie viel Einkommensteuer der Arbeitgeber monatlich an den Fiskus abführt. Mit der passenden Steuerklassen-Kombination können Paare somit ihr monatliches Nettoeinkommen erhöhen und verhindern, dass sie später hohe Nachzahlungen leisten müssen.

    Standardmäßig wird Paaren die Kombination vier/vier zugewiesen. Bei ungleichen Gehältern bietet sich aber meist die Kombination drei/fünf an. Wenn der Partner mit dem höheren Einkommen Klasse drei nutzt, kann dies das monatliche Nettoeinkommen erhöhen.

    Wichtig: Lohnersatzansprüche wie Arbeitslosen- oder Elterngeld hängen auch vom zuletzt bezogenen Nettolohn ab. „Wer eine Arbeitslosigkeit befürchtet oder Nachwuchs plant, sollte über Steuerklassenwechsel nachdenken, um seinen Nettoarbeitslohn zu erhöhen“, rät Isabel Klocke vom Steuerzahlerbund.

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