Steueranwalt Schauf zu Panama Papers „Ich rechne mit einer neuen Ermittlungswelle“

Der renommierte Steueranwalt Jörg Schauf hält Forderungen aus der Politik nach den Panama-Enthüllungen für scheinheilig. Das Thema sei nicht neu und Vorschläge wie ein Transparenzregister helfen nicht weiter. Ein Interview.
„Nur internationale Initiativen können Steueroasen austrocknen.“ Quelle: Pressefoto
Steueranwalt Jörg Schauf

„Nur internationale Initiativen können Steueroasen austrocknen.“

(Foto: Pressefoto)

Jörg Schauf ist Steuerstrafverteidiger bei Flick Gocke Schaumburg. Er berät zahlreiche Banken wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Herr Schauf, ein Datenleck in Panama legt 214.000 Briefkastenfirmen offen, Tausende davon deutscher Provenienz. Wie beurteilen Sie die Enthüllungen?
Die Daten sind sehr umfassend, das hat eine neue Qualität. Die Informationen stammen aus dem Inneren der Kanzlei Mossack Fonseca, und man kann die Firmenstrukturen genau nachvollziehen. Mossack war die Spinne im Netz. Wer waren die Treuhänder und die handelnden Personen, welche Gelder sind geflossen, welche Transaktionen wurden abgewickelt? Auf solche Fragen gibt es nun Antworten.

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