Steuerbescheid Genau hinsehen lohnt sich

Auch Finanzbeamte machen Fehler. Den Angaben auf dem Steuerbescheid sollte daher niemand blind vertrauen, sondern das Schreiben genau kontrollieren. Worauf es dabei ankommt und wie man gegen Fehler Einspruch einlegt.
Sobald der Bescheid im Postkasten liegt, bleibt ein Monat Zeit, die Angaben zu prüfen.
Post vom Finanzamt

Sobald der Bescheid im Postkasten liegt, bleibt ein Monat Zeit, die Angaben zu prüfen.

BerlinMillionen Steuerzahler legen jedes Jahr Einspruch gegen ihren Steuerbescheid ein – häufig mit Erfolg. Die Stiftung Warentest empfiehlt grundsätzlich, den Bescheid genau zu kontrollieren. Unter anderem lohne sich ein Blick auf so grundlegende Daten wie die Angaben zu Einkünften und Werbungskosten.

Zunächst lohnt ein Blick auf die Erläuterungen am Ende des Schreibens: Weicht die Behörde von den Angaben des Steuerbürgers ab, müssen die Beamten dies an dieser Stelle mitteilen. Dort steht auch, inwieweit Kinderfreibeträge und Kindergeld berücksichtigt wurden. 

Der Steuerzahlerbund rät zudem, besonders auf die Richtigkeit der Einnahmen und Abzüge wie Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder Handwerkerrechnungen zu achten. Laut „Finanztest“ sollten im Steuerbescheid genannte Beträge kontrolliert und nachgerechnet werden, zum Beispiel bei der Verrechnung der bereits gezahlten Steuern mit der tatsächlichen Steuerlast.

In den Erläuterungen am Ende des Steuerbescheids steht zudem der Hinweis, in welchen Punkten der Bescheid nur vorläufig ergeht. Das betrifft Klagen, die etwa noch vom Europäischen Gerichtshof, dem Bundesverfassungsgericht oder dem Bundesfinanzhof entschieden werden müssen und den Steuerzahler betreffen. Ein Einspruch in diesen Punkten ist laut Deutscher Steuer-Gewerkschaft nicht erforderlich. Von anderen als den im Bescheid angesprochenen Verfahren kann dagegen nur profitieren, wer unter Verweis auf einen vergleichbaren Streitfall Einspruch einlegt.

Wer aus den Angaben nicht schlau wird, sollte seinen Sachbearbeiter im Finanzamt fragen. Einspruch kann auch einlegen, wer beim Erhalt des Bescheids feststellt, dass er bei der Steuererklärung wichtige Angaben oder Belege vergessen hat. Wer gar keine Steuererklärung abgegeben hat und einen Bescheid auf Grundlage von Schätzungen des Finanzamts bekommt, kann sich ebenfalls wehren.

Wann und wie man Einspruch einlegt
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