Steuerbetrug Deutsche Anleger schmuggeln ihr Geld nach Hause

Steuerbetrüger versuchen vermehrt, im Ausland gebunkertes Geld in bar abzuziehen – auch aus der Schweiz. Über eine halbe Milliarde Euro beschlagnahmte der Zoll 2013. Beamte nutzen Hunde für die Schwarzgeldjagd.
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Die Deutschen werden immer öfter beim Geldschmuggel erwischt. Quelle: dpa

Die Deutschen werden immer öfter beim Geldschmuggel erwischt.

(Foto: dpa)

BerlinDer Vater des Neunjährigen war besonders dreist: Er stopfte etwa 70.000 Euro in die Hose seines Kindes, das das Schwarzgeld dann aus der Schweiz nach Deutschland schmuggeln sollte. In einem anderen Fall wurden mal eben 250.000 Euro unter einem im Auto liegenden Hund versteckt, um das Geld nach Hause zurückzuschleusen.

Beide Beispiele stehen nach Angaben deutscher Zollfahnder für einen neuen Trend: Anleger aus Deutschland holen ihr im Ausland gebunkertes Geld nach Hause – wegen des wachsenden Drucks auf Steuerbetrüger weltweit und des höheren Entdeckungsrisikos.

Im vergangenen Jahr stellten Zollfahnder bei Barmittelkontrollen an den Grenzen insgesamt 573 Millionen Euro vorläufig sicher, da die legale Herkunft zunächst unklar war. Das waren nach der am Freitag in Berlin vorgelegten Jahresbilanz des Zolls deutlich mehr als die fast zehn Millionen Euro 2012: „Es findet schon ein deutlicher Bargeld-Verkehr nach Deutschland statt“, hieß es.

Spürbar zugenommen hat auch die Zahl der Bußgeldbescheide, weil Reisende Bargeld-Beträge nicht angemeldet haben: Von 2489 im Jahr 2012 auf 3287 vergangenes Jahr. Der Erfolg des Zolls geht auch auf Spürhund „Rambo“ zurück. Der erschnüffelte unter anderem 60.000 Euro im Auto eines 88-Jährigen, der auf der Heimreise aus der Schweiz war. Die sichergestellten Bargeldbeträge sind eigentlich eher „Beifang“ im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Erneut gingen Rauschgiftschmuggler den Fahndern ins Netz: Im vergangenen Jahr wurden 22 Tonnen Drogen sichergestellt. Das waren zwar sieben Tonnen weniger als 2012. Allerdings hat sich der Umfang der beschlagnahmten Modedroge „Crystal“ mit 47 Kilogramm fast verdoppelt.

„Das bereitet uns besonderes Kopfzerbrechen“, sagte der Präsident des Zollkriminalamtes, Norbert Drude. Die besonders aggressive und zerstörerische Droge „Crystal“ vor allem aus Tschechien nach Deutschland geschmuggelt.

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5 Kommentare zu "Steuerbetrug: Deutsche Anleger schmuggeln ihr Geld nach Hause"

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  • Geldtransfer anders herum
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    Jetzt also nicht mehr von Deutschland in die Schweiz, sondern von der Schweiz nach Deutschland.

    Im vergangenen Jahr stellten Zollfahnder bei Barmittelkontrollen an den Grenzen insgesamt 573 Millionen Euro vorläufig sicher, da die legale Herkunft zunächst unklar war. Das waren nach der am Freitag in Berlin vorgelegten Jahresbilanz des Zolls deutlich mehr als die fast zehn Millionen Euro 2012: „Es findet schon ein deutlicher Bargeld-Verkehr nach Deutschland statt“, hieß es.

    Aber 573 Millionen sind bei angenommenen 200 Milliarden wirklich nur "Beifang"! Aber es ist ein erster Schritt.
    Leider funktioniert das nicht innerhalb der EU (Schengen-Raum). Da fallen leider die anderen Steueroasen (Österreich, Luxemburg, Niederlande, Zypern, Irland) raus.

  • Wieso Bargeld? Ich dachte immer Gold ist die Geldwaschmaschine schlechthin.Anonym und kompakt. Warum wohl sind die Politiker nicht interessiert daran den Sonderstatus bei der Mehrwertsteuer zu beseitigen?

  • Besser ist, das Möbelhaus schenkt dem Kunden die Mehrwertsteuer.

  • da schuftet man sich Tag und Nacht ab. Als ehrlicher oder dummer Buerger. Man kommt sich wirklich saubloed vor wenn man von den Machenschaften der feinen Menschenklasse liest und hoert.

  • da schuftet man sich Tag und Nacht ab (als ehrlicher oder dummer Mensch) und liest was die feinen Herrschaften sich leisten koennen. Man kommt sich wirklich saubloed vor.

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