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Steuererklärung 2011 So holen Sie Ihr Geld vom Staat zurück

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Steuer-Software erfüllt hohe Standards

„Feste gesetzliche Regelungen, wann eine Ermahnung oder ein Schätzbescheid kommt, gibt es nicht“, sagt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Allerdings sei es möglich, dass die einzelnen Finanzämter dafür interne eigene Anweisungen haben. Auch beim Verspätungszuschlag handelt es sich um eine Ermessensentscheidung. Er kann festgesetzt werden, muss aber nicht. Laut Gesetz darf der Verspätungszuschlag „zehn Prozent der festgesetzten Steuer oder des festgesetzten Messbetrags nicht übersteigen und höchstens 25.000 Euro betragen“.

Für Steuerzahler, die keinen Berater engagieren, sich aber auch nicht ganz ohne Hilfe durch die Formulare wühlen wollen, kann eine Steuersoftware hilfreich sein. Die Angebote sind vielfältig. „Die gängigen Programme erfüllen alle einen hohen Standard“, sagt Käding. „Wir empfehlen kein einzelnes Produkt, können aber nach unseren Erfahrungen von keinem abraten.“ Elster, das Programm des Finanzamtes, ist jedoch umstritten. „Ich halte nicht viel von der Elster-Software“, sagt Steuerberater Wawro. Das Programm melde zwar Fehler, gebe beim Ausfüllen aber keine konkreten Hinweise und Tipps.

Hilfreich können die Programme auch deshalb sein, weil seit diesem Jahr sehr viel mehr Steuerzahler verpflichtet sind, ihre Steuererklärung elektronisch zu übermitteln. Unternehmer müssen nahezu sämtliche Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2011 elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Ausgenommen von der Pflicht sind jedoch Arbeitnehmer, die keine sogenannten Gewinneinkünfte – also Einkünfte aus einer Tätigkeit als Selbstständige, als Land- und Forstwirte, Freiberufler oder Gewerbetreibende – haben.

Im nächsten Teil des Spezials lesen Sie in der kommenden Woche, was sich für Arbeitnehmer bei der Steuererklärung ändert und wie sie möglichst viel Geld vom Finanzamt zurückholen.

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14 Kommentare zu "Steuererklärung 2011: So holen Sie Ihr Geld vom Staat zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wir benutzen seit 2011 das Produkt "SteuerSpar Erklärung plus" und sind sehr zufrieden. Es werden auch komplizierte Fälle abgedeckt. Wenn man Fragen hat bekommt man schnell eine Antwort.
    Die Jahressteuerbescheinigungen der Banken haben wir erhalten, bis auf die der comdirect. Telefonisch erhielten wir die Auskunft, daß man guter Dinge sei die Erklärung bis Ende April liefern zu können! Begründung: Fehlanzeige! Aber der Steuerbürger der BRD setzt sich ja pflichtgetreu bei schönem Sommerwetter hin und erfüllt gern die Anforderungen gegenüber unserem Räuberstaat!!

  • Ich wundere mich, dass karstenberwanger nicht mehr Zustimmung für seinen Kommentar erhält.
    Offenbar haben wir es in Deutschland noch immer mit dem Phänomen zu tun, dass der Steuerzahler sich von seinem obrigkeitshörigen Glauben an die Allwissenheit und Vernunft seines Übervaters Staat so ungern trennt, dass er lieber Steuern zahlt als seine Standpunkte zu hinterfragen.

    Oder liegt es einfach daran. dass nach 60 Jahren Sozialstaat 70 Prozent der Wahlberechtigten indirekt oder direkt Transferempfänger geworden sind?

  • "So holen Sie Ihr Geld vom Staat zurück" -
    dieser Satz verrät in selbstkarikierender Weise die obrigkeitshörige Schnäppchen-Mentalität, mit welcher der deutsche Michel bei jedem kleineren Problem nach dem alleswissenden Vater Staat ruft und dann bei der Steuererklärung beginnt zu tricksen und zu feilschen.
    Das passende Wort, das in diesem voll und ganz im deutschen Steuerwahnsinn eingekastelten Artikel fehlt, ist das Wort "Besserverdiener", um nur ja nicht das Licht darauf zu lenken, dass die Umverteilung längst zum Substanzverzehr einer ganzen Volkswirtschaft geworden ist.

    Das ist genau die deutsche Sozialbürokratie-Schnäppchen-Mentalität, mit der eine ganze Generation aus materiellem Egoismus aufgehört hat, Kinder zu kriegen, um stattdessen lieber den eigenen Mittelklassewagen regelmäßig in Waschstraße zu fahren.

    Denkdeformationen nach 60 Jahren Sozialstaat.

  • Sehr richtig, 70-80% Steuer- und Abgabenbelastung (einschließlich indirekter Steuern) sind grotesk zu viel; davon leben nur die Hartz IV und die Beamtenschmarotzer mit ihren Luxuxpensionen.

  • ...ein Verlängerungsantrag ist formlos unproblematisch möglich... ...nachschauen, googeln oder einfach jemanden fragen... ;-)

  • karstenberwanger würde - sofer er auch nur einen Cent hätte, eine Bar auf Mallllorga eröffnen und wäre sicher der Ansicht DIE Idee gehabt zu haben..

    Ach ja lieber Karsten, er erheitert mich :-) Besser waren die Hofnarren früher auch nicht :-D

  • Was macht man, wenn die Bank bis zum 31. Mai die Steuerbescheinigung nicht fertig hat? Im vergangenen Jahr waren das Commerzbank und comdirect. Ich bin verpflichtet, die Steuererklärung bis 31. Mai abzugeben (das Geld für einen Steuerberater ist mir zu schade), aber die Banken halten ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht ein. Wer muss dann die eventuelle Strafe zahlen?

  • Unser ganzes Steuersystem ist darauf ausgelegt, daß der Steuerpflichtige sich die ihm zustehenden Steuern mühsam vom Staat zurück holen muß. Bei der letzten Steuererklärung musste ich für meine Familie 13 Formulare ausfüllen! Das allein dauert schon Stunden, ganz zu schweigen von der Zeit, die man mit Nachdenken verbringt, was in welche Spalte gehört. Immer mehr Leute kapitulieren und lassen das mit der Erklärung ganz sein. Es sind Summa summarum Milliarden, die da dem Fiskus geschenkt werden! Die Schwachen (also die, die sich keinen Steurberater leisten können) haben in diesem System verloren. Und wenn der Glücksfall der Steuerstattung dann eintritt, wird das Geld 20 Monate nachdem es sich der Fiskus gekrallt hat, wieder erstattet - natürlich zinslos.
    Tja und dann ist mir noch aufgefallen, daß ich in den letzten Jahren trotz sinkendem Einkommen immer mehr Steuern zahlen durfte. Warum? Schließlich sind die Steuersätze doch leicht gesunken. Der Trick: Die Bemessungsgrundlagen wurden erhöht. Nun muss immer mehr Geld versteuert werden, das früher steuerfrei war. Was für eine eerbärmliche Trickserei!

  • Die Frist ist ja schön und gut, überzogen habe ich sie schon mehrfach ohne dass etwas passiert wäre. Da in der Regel eine Rückzahlung ansteht ist es aus Gründen der Einnahmenoptimierung günstiger den typischen Lohnsteuerzahler nicht daran zu erinnern. Die dicke Keule wird bestimmt nur bei einer vermuteten Nachzahlung aus dem Sack geholt?

    Zufällig ist heute die Steuerbescheinigung meiner Bank eingetroffen. Dies geschieht immer später. Ist dagegen kein Kraut gewachsen? Schließlich gehen mir dadurch Zinsen auf die Rückzahlung durch die Lappen. Als ich mich diesbezüglich einmal beschwert hatte musste die Einführung der Abgeltungssteuer herhalten.

  • der Artikel schürt wieder Panik, die meisten alleinstehenden Arbeitnehmer sind gar nicht verpflichtet eine abzugeben und haben Jahre das nachzuholen, das erkläre ich Kollegen JEDES Jahr

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