Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Steuererklärung Teure Delfintherapie

Delfintherapien erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch Interessenten, die die Kosten steuerlich geltend machen wollen, sollten sich vorher kundig machen. Sonst stellen sich die Finanzbehörden quer.

Ein Ehepaar schickte seine behinderte Tochter zu einer Delfintherapie nach Florida. Als die beiden die Therapiekosten als "außergewöhnliche Belastung" von der Steuer absetzen wollten, schaltete das Finanzamt auf stur: Die Eltern hätten vor dem Reiseantritt ihrer Tochter kein "amts- oder vertrauensärztliches Gutachten" eingeholt, das die medizinische Notwendigkeit der Maßnahme belege.

Der Bundesfinanzhof schlug sich auf die Seite der Beamten: Gerade bei "Aufwendungen für eine wissenschaftlich noch nicht anerkannte Heilmethode wie die Delfintherapie" komme ein Steuerabzug ohne ein solches Attest nicht infrage (III B 205/06). Da dieses Prinzip auch gelte, wenn die Therapie den Gesundheitszustand verbessert habe, sei das von den Eltern geforderte nachträgliche Sachverständigengutachten nutzlos. Dass das Finanzgericht Neustadt den Antrag auf Einholung eines Gutachtens abgelehnt habe, sei somit auch kein Verfahrensfehler.

Finance Briefing
Startseite
Serviceangebote