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Steuererklärung Wenn der Steuerfahnder klingelt

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Welche Strafen Steuertricksern drohen

Betroffene sollten sich nicht auf solches Halbwissen stützen, pauschale Antworten sind in solchen Fällen in der Regel falsch. Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender der Deutsche Steuer-Gewerkschaft, kennt sich besser aus: „Bei einer Steuerhinterziehung in der Größenordnung von 20.000 Euro gibt es kein festes Bestrafungsmaß. Es sind alle Tat- und Schuldumstände zu berücksichtigen.“

Damit wird es wohl auch für gutmeinende Community-Mitglieder in Internetforen schwierig, die genauen Strafen vorherzusagen. Eigenthaler kann nur insoweit beruhigen: „Bei einer Ersttat wird es wohl mit einer Geldstrafe abgehen.“ Auch danach geht´s nicht direkt ins Kittchen. „Im Wiederholungsfall kommt zwar eine Freiheitsstrafe in Betracht. Die kann aber zur Bewährung werden“, so der Experte von der Steuergewerkschaft. Gleichzeitig warnt er: „Eine Verschonung durch die Steuerfahndung findet in dieser Größenordnung nicht statt. Auch eine Hinterziehung von 20.000 Euro ist kein Bagatellfall.“

Die Ansage ist klar: Auch dann, wenn es nicht um Millionenbeträge geht, greifen die Fahnder hart durch. Das bestätigen auch Fachanwälte und Steuerberater. Aber ab welcher Summe werden die Finanzbeamten aktiv?

Der Steuerstrafrechtsspezialist Alexander Sommer, von der Kanzlei „Kullen Müller Zinser“ machte in der Praxis die Erfahrung, dass es bei Hinterziehungssummen bis zu 20.000 Euro je nach Finanzamt und Bezirk noch zu einer Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld kommen kann. Bedingung: Es dürfen keine Vorstrafen vorliegen. Manchmal käme es bei solchen Summen auch zu einer kleinen Geldstrafe im schriftlichen Strafbefehlsweg, so Sommer. Diese führe dann aber zu keiner Vorstrafe und erfolge zumindest zunächst ohne Hauptverhandlung vor Gericht.

Die Tricks der kleinen Schummler kennen die Fahnder längst. Zur beliebtesten Methode gehört das Verschweigen von Einnahmen. Eigenthaler zählt auf: „Schwarzarbeit, schwarze Kassen in der Gastronomie oder eben Schwarzgeldanlagen im Ausland.“ Aber auch Scheinrechtsgeschäfte seien recht beliebt. Dazu gehörten zum Beispiel Mietverträge, die nur zum Schein mit Angehörigen abgeschlossen werden.

Verbreitet ist nach Erfahrungen der Steuergewerkschaft auch die Deklaration von privaten Ausgaben als Betriebsausgaben. Gern werde zudem der von Ehefrau privat genutzte Porsche als betrieblich genutztes Fahrzeug deklariert.

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34 Kommentare zu "Steuererklärung : Wenn der Steuerfahnder klingelt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wegen dem U ...

    http://central.banktunnel.eu/20121113-HTTPS-piratenpartei-frankfurt-de-CERT-ERROR.jpg

    Kommt bei Ihnen wegen des Typos FALLBACK AUF EINE SUCHSEITE?


    http://www.heise.de/netze/artikel/DNS-Verbiegungen-1025662.html

    ~~~

    http://wahlplakat.dynip.name/

  • Kleiner Denkanstoss: Nichtdeklaration von Steuern bzw. Einkünften ist strafbar, Nichtzahlen nicht. Und in Berlin z.B ist eine PIV ein Spaziergang. Man muss das System mit seinen eigenen Waffen schlagen

  • Trustworthy Campaining: ProviderWAHL ist ver_rauen_sache ...

    http://central.banktnnel.eu/20121113-HTTPS-piratenpartei-frankfurt-de-CERT-ERROR.jpg

  • Derzeit erfüllt in Deutschland Steuerhinterziehung den Tatbestand der Notwehr.

  • Seit ich in .. wohne hat sich mein Verhältnis gegenüber Steuern u. Steuerbehörden deutlich entspannt.

    Es gibt noch Staaten in denen der Bürger ein "bisschen" mehr als die Hälfte seines Einkommens behalten kann. Und hierzulande ist es üblich die Bemessungrundlage Einkommenssteuer regelmässig inflationsbereinigt anzuheben. Das alles finde ich angemessen und vernünftig.

    Aber schon klar, ein Obrigkeitsstaat misstraut seinen Bürgern, kontrolliert, reguliert und sanktioniert. Dafür braucht es mehr Beamte und damit noch höhere Steuern. Teufelskreislauf, oder!?

    Es ist ein Fakt, dass in Staaten die effizient verwaltet sind und dadurch günstigere Steuertarife anbieten Steuerhinterziehung/Betrug deutlich seltener auftritt, als in Obrigkeitsstaaten und Bananenrepubliken wie GR. Einen Obrigkeitsstaat, der potentiell jeden verdächtigt, kann man nur betrügen, weil es in der Natur der Sache liegt.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Erneut eine Behindertenwerkstatt schwer kranker Menschen ausgeplündert! Die Behinderten sollen arbeiten damit die Gewerkschaftschmarotzer die Häuschen der SPD-Abgoerdneten per Steuergeldern durch Infrastriukturmanahmen aufwerten und mit Gewinn zu lasten der Allegmeinheit veräußern können.

  • Warum? - Warum lese ich im Handelsblatt ständig "Umgangsregeln" mit der Steuerpolizei? Weshalb geben Sie andererseits Einbrechern keine Ratschläge, wie sie ihre Beute besser verwerten? Oder warum bekommen Räuber keine Ratschläge, wie sie sich beim Auftauchen eines SEK's verhalten sollen? Iregendwas hat einer von uns nicht verstanden, fürchte ich.

    Und dabei möchte ich eines klarstellen. Auch das Verhalten des Staates bei der Beschaffung von Steuerdaten halte ich für hochkriminell. Was wäre denn, wenn wir jedem Polizisten erlauben würden, höchst präventiv unsere Wohnungen zu durchsuchen; - natürlich während unserer Abwesenheit. Warum hinterlegen wir nicht gleich unseren Wohnungsschlüssel auf der nächsten Polizeiwache. Eines habe ich gelernt. Wenn dieser Staat gegenüber der einen oder anderen Minderheit, auch wenn es sich logisch und schlüssig anhört, bei seinem Verhalten nicht rechtsstaatlich handelt und die Gesellschaft das duldet, ja sogar mitträgt: dann wird diese Methodik auf immer mehr Felder übertragen, bis die Mehrheit dieser Gesellschaft Betroffene sind. Dann hört das Lachen auf! Denken Sie an Rauchverbote, Blitzer-Abzocke, Waffenrechtseinschränkung, Umweltgesetzgebung/ Investitionsverhinderung, ...

    Es wird Zeit, dass dieser Staat wieder rechtsstaatlich arbeitet und wir (die Bürger) ihm dabei helfen, indem wir ihm auf die Finder hauen, wenn er es nicht tut. Dazu gehört auch ein transparentes Steuerrecht, das von einem durchschnittlichen Menschen auch verstanden werden kann.

  • ich vermute mal, die würden bei den meisten ehemaligen Politiker von Helmut Kohl bis Helmut Schmidt auch einiges finden.

  • Waren die Steuerfahnder schon bei Herr Wulff?
    Bei 500.000 Kredit ist der Freibetrag von 20.000 bei 2 % Zinsersparnis bereits nach zwei Jahren überschritten. Schenkungen werden über 10 Jahre zusammengerechnet. Hallo Herr Scheuble, müssen Ihre Beamte nicht selbständig aktiv werden und prüfen, ob Herr Wulff für die ersparten Zinsen von 100.000 eine Schenkungsteuererklärung abgegeben hat?

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