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Steuergerechtigkeit Die Schweiz will Millionäre zur Kasse bitten

Die Schweiz will die Steuerprivilegien für Reiche aus dem Ausland streichen. Bisher konnten sie ihre Steuern mit dem jeweiligen Kanton weitgehend frei aushandeln. Eine Revolution für die Steueroase.
30.06.2011 - 18:36 Uhr Kommentieren
Die sogenannte Pauschalsteuer ist in den vergangenen Jahren unter Beschuss geraten. Im Kanton Zürich wurde sie nach einer Volksabstimmung abgeschafft. Quelle: dpa

Die sogenannte Pauschalsteuer ist in den vergangenen Jahren unter Beschuss geraten. Im Kanton Zürich wurde sie nach einer Volksabstimmung abgeschafft.

(Foto: dpa)

Zürich Die Schweiz will Steuerprivilegien für reiche Ausländer einschränken. Die gut 5000 Millionäre, die in der Schweiz wohnen und ihr Geld im Ausland verdienen, sollen ab 2013 mindestens ein Einkommen von 400.000 Franken versteuern müssen. Bisher gilt, dass die Personen die Steuern mit dem jeweiligen Kanton weitgehend frei aushandeln können. Vorgeschrieben ist lediglich, dass die Steuer-Bemessungsgrundlage mindestens das Fünffache der

Wohnkosten beträgt. Für die an den Kanton zu zahlende Steuer soll dies weiter gelten. Das Minimum wird aber auf das Siebenfache der Wohnkosten angehoben, wie Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf am Donnerstag in Bern bei der Vorstellung des Gesetzentwurfes sagte.

Die sogenannte Pauschalsteuer ist in den vergangenen Jahren unter Beschuss geraten. Im Kanton Zürich wurde sie nach einer Volksabstimmung abgeschafft. Fast die Hälfte der Begünstigten zogen daraufhin 2010 ins Ausland oder in den Nachbarkanton Schwyz, wo das Prinzip weiterhin gilt. Im Kanton Thurgau wurde die Abschaffung im Frühjahr in einer Abstimmung abgelehnt.

Auch die Regierung (Bundesrat) habe sich mit dem Aspekt der Steuergerechtigkeit beschäftigt, sagte die Finanzministerin.

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    Aber die öffentliche Hand nehme durch die Pauschalbesteuerung immerhin jedes Jahr fast 700 Millionen Franken ein, und schließlich sei es auch ein Standortvorteil für die Schweiz. Die Reichen könnten auch ins Ausland ziehen, wo ähnliche steuersparende Pauschalregelungen oft auch möglich seien, sagte die Ministerin.

     

    • rtr
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