Steuerhinterziehung Alice im Hoeneß-Land

Die Selbstanzeige gilt für Steuerhinterzieher als Brücke zur Straffreiheit. Doch das klappt nur, wenn alle Einnahmen korrekt angegeben werden. Hoeneß ist daran gescheitert. Alice Schwarzer soll auch geschummelt haben.
Update: 06.06.2014 - 13:44 Uhr 15 Kommentare
Frauenrechtlerin Alice Schwarzer pocht auf ihre Privatsphäre. Quelle: dpa

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer pocht auf ihre Privatsphäre.

(Foto: dpa)

DüsseldorfGeldgier macht vor niemandem Halt – nicht vor dem Fußballhelden und nicht vor der Frauenrechtlerin. Nach Informationen des „Spiegel“ könnte Feministin Alice Schwarzer noch mehr Steuern hinterzogen haben als bisher bekannt war. Mitte Mai sollen die Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung Köln diverse Objekte durchsucht und mehrere Durchsuchungsbeschlüsse für Bankkonten vollstreckt haben. Die Beamten hätten den Verdacht, dass Schwarzer Steuern aus selbstständiger Arbeit vorenthalten haben könnte – in sechsstelliger Höhe. Ihre Selbstanzeige könnte damit unwirksam sein. Auch dass sie bereits 200.000 Euro Steuern plus Säumniszinsen nachgezahlt hat, würde ihr dann nicht mehr helfen.

Sollte sich der Verdacht bewahrheiten und hätte sie tatsächlich falsche Angaben gemacht, wäre ihre Selbstanzeige quasi umsonst gewesen – wie schon beim früheren FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß. Wer Steuern hinterzieht, der wird gleich doppelt bestraft. Auf der einen Seite fordert der geprellte Fiskus eine Nachzahlung, auf der anderen Seite verhängt der Staat eine Strafe. Die Nachzahlung lässt sich auf legalem Wege nicht umgehen. Die Strafe kann jedoch mit einer Selbstanzeige verhindert werden – aber nur, wenn diese wirksam, also fehlerfrei ist.

Im Februar hatte Alice Schwarzer bestätigt, Zinseinnahmen von einem Konto in der Schweiz nicht versteuert zu haben. In ihrem Blog hatte sie dazu geschrieben: „Mein Konto hat sich in diesen Jahrzehnten durch Zinsen und Zinseszinsen vervielfacht, denn in all der Zeit habe ich nie einen Cent von dem Konto abgehoben. Es war einfach da. Zu meiner Beruhigung.“ Auf die neuen Vorwürfe reagierte ihr Anwalt: Auf Anfrage des Spiegels soll er mitgeteilt haben, dies betreffe die Privatsphäre und verletzte das Steuergeheimnis. Offenbar seien Informationen aus Behörden widerrechtlich herausgedrungen, deswegen sei bereits Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

Schwarzer gilt schon lange als scharfe Kritikerin des deutschen Steuerrechts: Das Ehegattensplitting war ihr stets ein Dorn im Auge, weil es Frauen offenbar in die Unselbstständigkeit dränge. Zu den Gründen für das Konto meinte sie: „Ich habe in Deutschland versteuerte Einnahmen darauf eingezahlt in einer Zeit, in der die Hatz gegen mich solche Ausmaße annahm, dass ich ernsthaft dachte: Vielleicht muss ich ins Ausland gehen. So denke ich schon länger nicht mehr.“

SPD fordert schnelle Aufklärung
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15 Kommentare zu "Steuerhinterziehung: Alice im Hoeneß-Land"

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  • Steuerhinterzieher werden nicht doppelt bestraft, sondern - in der Regel - gar nicht. Daß sie die hinterzogenen Steuern nachzahlen müssen, ist keine Strafe, sondern eine Selbstverständlichkeit. Und eine vollständige und rechtzeitige Nacherklärung hinterzogener Steuern schützt nunmal auch vor dem Strafrecht.

  • "Der Rest ist schlichte Dummheit." ?

    Dummheit?
    das war eine Fehlentscheidung aus Überheblichkeit!
    aus der geglaubten "Sicherheit" des >Linksfaschismus und GENDER Nazismus< gesteuerten "MassenMedien & Politik-Mafia" heraus. (wie bei diesem Kinderschänder Edathy! und diese General zensierte Staatskrise - blos aus der Presse halten)

    DIE Linksfaschistischen MassenMedien die mit dem GENDER Nazismus als die Gesellschszerstörer der Deutschen Familie/Völker, der Hamonischen Gemeinschaften/Miteinander/Füreinander schlechthin,
    als die aus den Kriegsverbrechen heraus abgerichteten Psycho-/Soziopathen (wie "A.Schwarzer Bande"! / "AKW/Öko Bande")
    (wieder die Nazis! - für Glodmann Sochs Geschlechtsloses-Humankapital auf der EUR-ZONEn Weide)

    - Angst - Terror - GENDER! -
    .
    .
    hier, SIE MÜSSEN sich die Zeit nehmen!
    .
    .
    hier:
    http://tinyurl.com/ky6sw83

    und
    hier:
    http://tinyurl.com/kn2thda

    .
    Gesellschaften/Völker muss man beschäftigen mit sich selbst, damit die Überwachungsstaat-Junta
    nicht hinterfragt werden kann!

    - Angst - Terror - GENDER! -

    der >Innergesellschaftliche Geschlechterklampf< weit effektiver als >Bin im Ladens Al Kaida<
    oder sogar
    des >CI'A & Moss-ard< mit ihren "Terror" (Banker Totalitarismus)
    "9/11 - Madrit - London - Oslo"
    als "Deckung" des Terrors, die Gleichzeitig ablaufenden Übungszenarien der Sicherheitsbehörden der jeweiligen Städte? (oder Zufall?)
    der "Terrorismus" für Hollywoods Neu Welt.

    Die Welt des Überwachungsstaats (Merkels Homeland!)
    die (Kriegsverbrechen) ab Mitte des 20. Jahrhunderts an den Kriegsverlierer in der Mitte Europas - als die BLAUPAUSE für Goldman Sochs & Komplizen (Hollywood + Angelsachsen) >globalisierten 1/2 Welt< !!
    .
    .
    zu den Wahlen in dieser "Vorzeige Demokratie"
    hier:
    http://tinyurl.com/pxl9gkn

    "Hoch qualifizierte Arbeitnehmer, verlässliche Infrastruktur, ein stabiles politisches Umfeld"
    hier:
    http://tinyurl.com/mprzuow

    "es gibt Unterschiede"
    hier:
    http://tinyurl.com/mprzuow

  • Egal wer

    Es ist völlig unerheblich ob Frau oder Mann.
    Wer die Öffentlichkeit und die Medien für seine Ziele sucht und einspannt, sollte wissen, wie diese ticken und zumindest so intelligent sein, sich nicht angreifbar zu machen. Der Rest ist schlichte Dummheit.

  • Genial. Man sieht sich halt immer 2x im Leben :) Das alte Sprichwort bewahrheitet sich mal wieder.
    Mir wäre es ganz recht wenn er als Reporter vom HB dahin geht. M.E. ist Kachelmann der Richte um dieser penetranten Gutmenschin und Fingerzeigerin mal den Spiegel vor zu halten!
    Kein Herz für Heuchlerinnen und Steuerhinterzieherinnen.

  • Muahahhahahaha!!!

  • „Man trifft sich immer zweimal im Leben!“

    Revanche: Kachelmann will als Gerichtsreporter zum Schwarzer-Prozess

    http://meedia.de/2014/06/06/revanche-kachelmann-will-als-gerichtsreporter-zum-schwarzer-prozess/

  • Fakt ist, die misslungene Selbstanzeige wird dieser Frau dennoch als strafmildernd zugerechnet werden. Das Sie trotz Jahrzehnten anhaltender Steuerhinterziehung, selbst bei der Selbstanzeige noch versuchte zu betrügen, wird hingegen nicht strafverschärfend gewertet. Weil wohl alles unterhalb einer Million sein wird, kommt sie ganz sicher mit Bewährung + Geldstrafe davon. Im Bereich der Steuerhinterziehung gab es bisher noch nie die Höchststrafe in der Bundesrepublik Deutschland, bisher waren alle verhängten Strafen sehr weit unterhalb der Höchststrafe, selbst Hoeneß, noch mehr Steuerhinterziehung ist kaum noch steigerbar für eine Privatperson, bekam wesentlich weniger als die Hälfte dessen was rechtlich möglich gewesen wäre. Wir haben also definitiv mindestens die Zweiklassenjustiz, an dieser Tatsache gibt es überhaupt nichts zu beschönigen oder zu relativieren!

    Und diejenigen die für die vorsätzliche Steuerverschwendung und politische Korruption verantwortlich sind, sind juristisch unberührbar, und obendrauf überhäufen sie sich gegenseitig mit Preisen, Auszeichnungen oder Titeln von Universitäten. Aber die Zukunft gestaltet sich mit Sicherheit noch feudaler!!!

    Der doofe Bürger will es, der doofe Bürger bekommt es.

  • "Auf Anfrage des Spiegels soll er mitgeteilt haben, dies betreffe die Privatsphäre und verletzte das Steuergeheimnis. "

    Liebe Frau Schwarzer, in diesem unseren LAnd gibt es keine Privatsphäre underst recht kein Steuergeheimnis mehr, insbesondere für Gutmenschen-B-Promis nicht.

  • Frau Schwarzer, eine GutmenschIn.

    Wie kein anderes Volk auf der Welt sind die Deutschen ein Volk der Bürgerinnen und Bürger. Es gibt Erstsemesterinnen, Betriebsrätinnen, Doktorandinnen. Wo bleiben die Steuerhinterzieherinnen, die Extremistinnen, die Dealerinnen und die Schwarzfahrerinnen?

    Der Gutmenschenkrieg gegen Diskriminierungen ist längst ein Krieg gegen den gesunden Menschen­verstand geworden.

  • Jahrzehntelang selbst zum Moralapostel aufgespielt und am Ende doch nur Steuerbetrügerin. Die Ausrede ist großartig "das war doch nur ein Notgroschen".

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