Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Steuern und Bewirtung Beim Wein ist das Finanzamt ganz nüchtern

Kaffee und Kekse zählen bei einer Besprechung als kleine Aufmerksamkeit – und können steuerlich komplett als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Wird Alkohol ausgeschenkt, ist der Fiskus nicht so großzügig.
21.12.2015 - 11:46 Uhr
Alkohol während einer Besprechung ist mehr als eine Aufmerksamkeit. Quelle: dpa
Ein Schlückchen in Ehren

Alkohol während einer Besprechung ist mehr als eine Aufmerksamkeit.

(Foto: dpa)

Münster Essen und Trinken: Eigentlich ist das Privatsache, findet das Finanzamt. Dass ein neuer Kunde besser bei einem Restaurant-Besuch vom Konzept überzeugt wird oder dass manche Geschäftsbeziehung mit einer leckeren Bewirtung aufgefrischt werden kann, sieht aber auch die Steuerbehörde ein. Aus diesem Grund können Bewirtungen aus geschäftlichem Anlass zu 70 Prozent steuerlich geltend gemacht werden.

Allerdings müssen Sie dafür strenge Formvorschriften einhalten, die im Einkommensteuergesetz festgelegt sind. Dort heißt es wörtlich: „Zum Nachweis der Höhe und der betrieblichen Veranlassung der Aufwendungen hat der Steuerpflichtige schriftlich die folgenden Angaben zu machen: Ort, Tag, Teilnehmer und Anlass der Bewirtung sowie Höhe der Aufwendungen.

Hat die Bewirtung in einer Gaststätte stattgefunden, so genügen Angaben zu dem Anlass und den Teilnehmern der Bewirtung; die Rechnung über die Bewirtung ist beizufügen.“ Als Gastgeber benötigen Sie einen maschinell erstellten und registrierten Rechnungsbeleg einer Registrierkasse. Mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben.

Aber Bewirtung ist nicht gleich Bewirtung: Wenn Sie beispielsweise bei einer Besprechung in der Firma Gebäck und Getränke anbieten, ist das steuerlich betrachtet eine Aufmerksamkeit. Und die Kosten dafür lassen sich zu 100 Prozent als Betriebsausgaben abziehen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Bislang galt: Es kommt nicht so sehr auf die Höhe der Ausgaben für die Aufmerksamkeit an, sondern vor allem darauf, ob es sich um eine übliche Geste der Höflichkeit handelt. Dazu zählen beispielsweise warme und kalte Getränke sowie Gebäck, Kuchen oder belegte Brötchen. Auch ein Glas Sekt, mit dem die Geschäftspartner auf einen erfolgreichen Geschäftsabschluss anstoßen, stufte die Finanzverwaltung bisher als Aufmerksamkeit an.

    Finanzgericht weicht von Rechtsprechung ab
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Steuern und Bewirtung - Beim Wein ist das Finanzamt ganz nüchtern
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%