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Steuerrecht Krankheitsbedingte Heimkosten sind absetzbar

Wer im späten Alter krankheitsbedingt in einem Seniorenwohnstift wohnt, hat Anspruch auf eine steuerliche Berücksichtigung der Heimkosten. Aber auch nur, wenn die Kosten in einem angemessenen Rahmen bleiben.
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Ausgaben in einem Seniorenwohnstift können nun als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden. Quelle: dpa

Ausgaben in einem Seniorenwohnstift können nun als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden.

(Foto: dpa)

München Ältere Bürger, die krankheitsbedingt in einem Seniorenwohnstift leben, können die Ausgaben dafür als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuer geltend machen. Die Kosten müssen sich aber „im Rahmen des Üblichen“ bewegen, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil entschied (Az.: 2013 VI R 20/12).

Im Ausgangsfall war die behinderte und pflegebedürftige Klägerin zunächst mit ihrem Ehemann und später dann alleine in einem Apartment in einem Seniorenwohnstift mit einer Wohnfläche von knapp 75 Quadratmetern untergebracht. Das Entgelt dafür beinhaltete auch eine altengerechte Grundbetreuung und Pflege über 24 Stunden am Tag.

Dem Urteil zufolge haben Betroffen in solchen Fällen grundsätzlich Anspruch darauf, dass krankheitsbedingte Heimkosten steuerlich berücksichtigt werden müssen, solange sie „angemessen“ sind. Die Vorinstanz muss nun klären, ob etwa die Größe des Apartments außerhalb des Üblichen liegen. Zudem müsse von den Unterbringungskosten eine „Haushaltsersparnis“ abgezogen werden.

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  • afp
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