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Mit einem simplen Trick konnten Top-Verdiener ihre Steuerlast drücken. Doch nun soll dem Steuersparmodell „Goldfinger“ ein Riegel vorgeschoben werden. Von der „Cash-GmbH“ können Erben aber vorerst weiter profitieren.

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  • Ganz vereinfacht: im Jahr 2010 Kauf Gold für 1 Million = Betriebsausgabe, keine Einnahme da Gold nicht verkauft, das ergibt Verlust 1 Million, Einnahmen aus Gewerbebetrieb 1 Mill. abzgl. Verlust Goldkauf ergibt 2010 keine Einkünfte Steuer 0 anstatt bei einem Steuersatz von 50 v.H von 500 TSD. 2011: Verkauf Gold für 1 Mill = Einnahme/Gewinn. Einkünfte Gewerbebetrieb wieder 1 Mill. ergibt Einkünfte von 2 Mill. ergibt Steuer 2011 bei gleichen Steuersatz von 50 v.H. ergibt 1 Mill. Steuer. Letztlich nur Steurstundung bzw. Verlagerung. Warum das möglich ist: § 4 Abs. 3 EStG i.V mit § 11 EStG - Einnahme Überschussrechnung und keine Bilanzierung. Auch möglich bei Einkünften aus selbst. Arbeit wegen fehlender Bilanzierungspflicht trotz Überschreitung der Grenzen zur Pflicht zur Buchführung. Leider kein Modell für Geringverdiener. Für die bleibt ja als Ausgleich Hartz IV

  • Der arme Bund tut mir so unendlich leid. Wer alles und jedes in jeder Situation und an jedem Ort was er nicht besteuern kann dem Progressionsvobehalt unterwirft, der muss dann auch die Verluste einstecken. Das hat der EUGH auch so entschieden. Die Sache ist also durchaus legal und rein Folge einer gierigen Gesetzgebung. Der Bund nmuss nur darauf verzichten ausländische Einkünfte dem Progessionsvorbehalt zu unterwerfen. Das wäre ehrlicher und besser.

  • Kann mir mal jemand erklären, weshalb der Erwerb von Gold durch eine Personengesellschaft als "Riesenverlust" deklariert werden kann. Es handelt sich zunächst doch lediglich um einen erfolgsneutralen Aktivtausch!

  • Wenn ich mich recht erinnere, funktioniert das Goldfinger-Modell in etwa so:

    Wenn man seinen Gewinn nach $4(3) EStG ermittelt, d.h. durch Einnahmenüberschussrechnung, führt der Goldkauf erstmal zu einer Betriebsausgabe und somit einem Verlust für die PersG.
    Aufgrund des Transparenzprinzips bei PersG wird der Verlust den Gesellschaftern zugewiesen, dieser kann somit seine Steuerlast verringern.
    Somit wäre allerdings nur eine Periodenverschiebung möglich, der Trick liegt im D-GB-Doppelbesteuerungsabkommen, dass - glaube ich - den anschließenden Veräußerungsgewinn unter Progressionsvorbehlat steuerfrei stellt. Somit ergibt sich in Jahr 1 ein Verlust und in Jahr 2 kein Gewinn sondern nur eine höhere Progressionszone.
    Lösungsvorschlag wäre die Aufnahme von "Gold" in $4(3)Satz 4, somit wären Ausgabe und Einnahme immer in der gleichen Periode und der Vorteil damit dahin.

    Ich hoffe, dass erklärt das Modell halbwegs.

  • Ob der Goldpreis steigt oder fällt ist für dieses Modell aber absolut egal, es geht nur um den Verlust Ende Dezember und die steuerfreien Einnahmen im Januar des darauffolgenden Jahres.

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