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Steuerstatistik 17.400 Deutsche verdienen eine Million und mehr im Jahr

Die Steuerstatistik ist nicht die frischste, doch ein Trend lässt sich dennoch erkennen: Die Zahl der Einkommensmillionäre in Deutschland steigt. Und fast 80.000 Personen zahlen den höchsten Einkommensteuersatz.
28.06.2017 - 11:03 Uhr 28 Kommentare
Den Spitzensteuersatz von 42 Prozent zahlten 2,1 Millionen Menschen, den von 45 Prozent 79.200 Personen. Quelle: AFP
Yacht-Hafen in Monaco

Den Spitzensteuersatz von 42 Prozent zahlten 2,1 Millionen Menschen, den von 45 Prozent 79.200 Personen.

(Foto: AFP)

Berlin Die Zahl der Einkommensmillionäre in Deutschland steigt. 2013 kamen 17.400 Steuerpflichtige auf Einkünfte von mindestens einer Million Euro, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das sind knapp 2800 mehr als 2010. Ihr Durchschnittseinkommen lag bei 2,7 Millionen Euro. „Das sind Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013, die auf Grund der langen Fristen zur Steuerveranlagung erst etwa dreieinhalb Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres verfügbar ist“, erklärten die Statistiker.

Die sogenannte Reichensteuer mussten 79.200 Personen zahlen. Diese beträgt 45 Prozent und wird ab einem Einkommen von 250.731 Euro fällig, bei gemeinsam veranlagten Personen ab 501.462 Euro. Auf diese Gruppe entfielen 5,7 Prozent der gesamten Einkünfte und 11,5 Prozent der Steuersumme. Den Spitzensteuersatz von 42 Prozent, der 2013 ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 52.882 Euro beziehungsweise 105.764 Euro erhoben wurde, zahlten 2,1 Millionen Frauen und Männer. Deren Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte machte 24,9 Prozent aus, der an der Lohn- und Einkommensteuer 43,0 Prozent.

9,6 Millionen Personen mussten gar keine Steuer zahlen, da ihr Einkommen unter dem Freibetrag von 8131 Euro oder 16.262 Euro bei gemeinsam veranlagten Personen lag. Ihr durchschnittliches Jahreseinkommen lag bei knapp 7000 Euro. Insgesamt wurden 39,8 Millionen Steuerpflichtige gezählt, wobei zusammen veranlagte Personen als ein Steuerpflichtiger gelten. Sie kamen 2013 auf Einkünfte von 1,4 Billionen Euro, das waren 170 Milliarden Euro mehr als 2010. „Die von den Arbeitgebern einbehaltene Lohnsteuer summiert sich zusammen mit der von den Finanzbehörden festgesetzten Einkommensteuer auf 246 Milliarden Euro“, betonten die Statistiker. Das seien 40 Milliarden Euro mehr als 2010.

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    28 Kommentare zu "Steuerstatistik: 17.400 Deutsche verdienen eine Million und mehr im Jahr"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nachtrag:
      "Kolumbus oder Crusoe müssten das Land nutzen, es in irgendeiner Weise kultivieren, bevor er behaupten könnte, es zu besitzen. (...) Nachdem Eigentum durch Arbeit geschaffen wurde, kann es durch freiwilligen Tausch oder als Geschenk an einen neuen Eigentümer weitergegeben werden..."

      Man kann hier dann die weitere - auch philosphische - Frage anschließen: Ist Erbe ein Geschenk? Wird durch Erbe also der Besitz gewechselt?
      Die beste Antwort darauf lieferte unser Maximalgenie:
      "Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen!" (Johann Wolfgang von Goethe, Faust 1)

    • (Fortsetzung)

      Nachdem Eigentum durch Arbeit geschaffen wurde, kann es durch freiwilligen Tausch oder als Geschenk an einen neuen Eigentümer weitergegeben werden; ein erzwungener Transfer von Gütern wird als illegitim angesehen."
      https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchokapitalismus

    • @ Pietr Vrolijk

      Rousseau war ein romantischer Phantast und Etatist (Sie sehen das vermutlich anders). Sein "Gesellschaftsvertrag" hat nämlich einen eklatanten Widerspruch (den er aber sogar selbst erkannte): der "Staat" (bzw. die "Regierung") hat nämlich IMMER die Tendenz genau das auszuüben, wovor die Vertragsschließenden eigentlich durch ihn geschützt werden sollten: nämlich das Recht des Stärkeren.
      Wenn Sie genau wissen wollen, worauf das Recht auf Privateigentum basiert, lege ich Ihnen dringend insbesondere Murray Newton Rothbards Opus Magnum "Man, Economy and State" ans Herz, sowie seine "Ethik der Freiheit". Extrem verkürzt bei Wikipedia:
      "Eigentum wird aus ihrer Sicht durch „Vermischung der Natur mit der eigenen Arbeit“ geschaffen, indem jemand sich einen Gegenstand, der von keinem anderen Menschen genutzt oder als Eigentum beansprucht wird, aneignet und durch eigene Arbeit aufwertet. Rothbard schreibt: „In einer freien Gesellschaft ist jeder Teil der Natur, der nie zuvor genutzt wurde, besitzerlos. (…) Wenn Kolumbus auf einem neuen Kontinent landet, ist es dann legitim für ihn, den neuen Kontinent oder den Bereich soweit seine Augen sehen als sein Eigentum zu erklären? Dies wäre in der freien Gesellschaft, wie wir sie postulieren, eindeutig nicht der Fall. Kolumbus oder Crusoe müssten das Land nutzen, es in irgendeiner Weise kultivieren, bevor er behaupten könnte, es zu besitzen. (…) Ungenutztes Land müsste besitzerlos bleiben, bis ein erster Nutzer eintrifft. Jeder Versuch, einen Anspruch auf eine Ressource zu erheben, die jemand nicht nutzt, müsste als Angriff auf die Besitzrechte eines zukünftigen ersten Nutzers gewertet werden.“
      Rothbard leitet das Recht auf Eigentum aus dem Recht auf Selbsteigentum ab. Er schreibt: „Falls jeder Mensch das Recht an seinem eigenen Körper hat und falls er Objekte der Natur benutzen und transformieren muss, um zu überleben, dann hat er das Recht, das von ihm geschaffene Produkt zu besitzen.“

    • Herr Helmut Metz - 28.06.2017, 17:00 Uhr

      Und erlaube sie mir den Herr Nietzsche mit eine große französische Philopsoph zu antworten:

      "Der erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab und auf den Gedanken kam zu sagen 'Dies gehört mir' und der Leute fand, die einfältig genug waren, ihm zu glauben, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde, wie viel Elend und Schrecken wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: 'Hütet euch, dem Betrüger Glauben zu schenken; ihr seid verloren, wenn ihr vergesst, dass zwar die Früchte allen, aber die Erde niemandem gehört'."

      Jean-Jacques Rousseau

    • Herr Helmut Metz - 28.06.2017, 17:00 Uhr

      Worauf basiert das Recht auf ein Privateigentum?

      Was macht etwas zu meine oder ihre Eigentum?

      Können Sie das erklären?

    • @ Piet Vrolijk

      Oh, Gott - Sie haben "Das Kapital" von Marx vermutlich schon mit der Muttermilch aufgesogen. Ihnen ist daher nicht mehr zu helfen - Sie sind daher auch exakt so vernagelt, wie es Nietzsche einst wunderbar auf den Punkt brachte:
      "Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reactionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, dass er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt und durch ihn in ein zweckmäßiges Organ des Gemeinwesens umgebessert werden soll. (...)
      Deshalb bereitet er sich im Stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halb gebildeten Massen das Wort "Gerechtigkeit" wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben (nachdem dieser Verstand schon durch die Halbbildung sehr gelitten hat) und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen."
      http://www.textlog.de/22056.html

    • Genau, wenn sich 5 Räuber treffen gründen sie ein Reich, wenn es das Reich schon gibt, dann gründen sie eine Partei. Gruß Herr Spiegel alias Herr Maidan.

    • Herr Helmut Metz - 28.06.2017, 16:31 Uhr

      Unternehmertum ist nichts anderes als Raub!

      Privatbesitz ist nicht anderes als Raub!

      Und beides wird von die Staat garantiert.

      Die Steuern sind daher nur eine kleine Verlust für die Duldung von die Raub durch die Unternehmertum und die Privatbesitz.

    • Steuern sind nichts anderes als RAUB.
      Es wird hier also einzig und alleine darüber diskutiert, ob es "gerecht" ist, einige Bürger mehr auszurauben und andere weniger.
      "Steuergerechtigkeit" bedeutet in dieser kruden Vorstellungswelt von Raubapologeten also: "Besteuerung nach dem Prinzip der Leistungsfähigkeit".
      Man stelle sich das einmal in der Arbeitswelt vor: ein Arbeitgeber würde etwa von einem starken, muskulösen Arbeitnehmer mehr und schwerere Arbeit verlangen als von einem schmächtigen - selbstverständlich für den gleichen Lohn.
      Ich höre schon den Aufschrei: das ist doch nicht "gerecht", was für ein Ausbeuter! Ist es aber der Staat selber, dann ist die Ausbeutung auf einmal gerecht.
      Wer bezahlt aber TATSÄCHLICH in diesem Raub-Staat nun die meisten Steuern?
      "Es bezahlt nämlich (...) nicht derjenige mehr, der es sich "leisten" kann, sondern derjenige, der die tausendfältigen Schleich- und Umwege im Paragraphendickicht nicht kennt und deshalb von einer heimtückischen Falle in die andere tappt. Wer hingegen profitiert, das sind die Schuldenmacher und Hasardeure (gegenüber den Vorsichtigen und Soliden); es profitiert (...) der von Experten umgebene Superboß gegenüber dem normalen Einzelkämpfer, der Subventionskünstler gegenüber dem Eigenständigen und der Trickser gegenüber dem Geradlinigen. Hat beim "Leistungsfähigkeitzsprinzip" von vornherein schon der Tüchtige, Fleißige und Innovative das Nachsehen gegenüber dem Faulen, Einfallslosen und Unfähigen, so verwandelt die Dschungelrealität des deutschen Steuer-"Rechts" dieses Prinzip erst recht in eine absurde Paragraphenwelt der Perversionen." (Roalnd Baader: Fauler Zauber, Gräfelfing: Resch, 1997, S. 109f.)

    • Herr Holger Narrog - 28.06.2017, 16:02 Uhr

      Ah, der Herr Narrog. Schön Sie auch in diese Diskussion zu treffen.

      Was waren die wirtschaftlich goldene Zeiten in die USA?

      Richtig, die 50iger & 60iger Jahre!

      Und wir hoch war die Spitzensteuersatz in die USA in diese Zeit?

      Richtig: bis 1964 lag er bei über 90% und wurde dann auf 70% gesenkt. Ronald Reagan senkte den Spitzensteuersatz in 1982 auf 50% und in 1988 auf 28%!

      Und seid wann geht es mit die Einkommen von die breite Bevölkerung in die USA immer schlechter?

      Richtig: seit die 80iger Jahre und damit seit die Reichen immer weniger Steuern zahlen!

      Für eine florierende Wirtschaft ist es viel besser wenn die Reiche hohe Steuern zahlen.

      http://www.zeit.de/2010/31/Spitzensteuersatz/seite-2

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