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Steuertipp zu Entfernungspauschalen Wann Vermieter Fahrtkosten absetzen können

Fahrten zum Vermietungsobjekt werden steuerlich nicht immer gleich behandelt. Wann die Fahrtkosten erstattet werden und wann die Immobilie als regelmäßige Tätigkeitsstätte des Vermieters gewertet wird. Ein neues Urteil.
14.09.2015 - 15:45 Uhr
Wer sich selbst um seine Mietimmobilie kümmert, muss dort auch öfter hinfahren. Quelle: dpa
Mietwohnung

Wer sich selbst um seine Mietimmobilie kümmert, muss dort auch öfter hinfahren.

(Foto: dpa)

Cottbus Wer ohne die Hilfe Dritter als Vermieter aktiv ist, muss häufig auch vor Ort im Mietobjekt sein. Zum Beispiel, um Reparaturen zu erledigen, Nebenkosten abzurechnen oder die Heizung zu kontrollieren. Da kommen viele Fahrten zusammen, die steuerlich nicht immer komplett berücksichtigt werden. Denn das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat nun klargestellt, dass auch ein Vermietungsobjekt eine regelmäßige Tätigkeitsstätte sein kann (Az.: 7 K 7084/13). Die Folge: Steuerpflichtige dürfen die Fahrten dorthin nur mit der Entfernungspauschale in Höhe von 30 Cent pro Kilometer für die einfache Entfernung ansetzen.

Der Vermieter, der beim Finanzgericht Klage eingereicht hatte, musste in einem Jahr 381 Fahrten zu zwei Immobilien unternehmen. Dabei beschränkten sich seine Tätigkeiten nicht auf bloße Kontrollen. Der Vermieter kümmerte sich auch um den Garten, pflanzte und wässerte, er fegte rund um das Objekt und streute im Winter. Für seine Fahrten machte er in der Steuererklärung Reisekosten von knapp 1000 Euro geltend. Das Finanzamt stellte sich jedoch auf den Standpunkt, dass die Autofahrten lediglich mit der Entfernungspauschale angesetzt werden könnten.

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg teilte diese Einschätzung. Die Vermietungsobjekte stellten hier jeweils die regelmäßige Tätigkeitsstätte dar. Die Richter erläuterten in der Urteilsbegründung ausführlich – und mit Verweis auf zahlreiche Entscheidungen anderer Finanzgerichte –, wann eine solche regelmäßige Tätigkeitsstätte bei Vermietungseinkünften angenommen werden könne.

Zum einen zähle der quantitative Aspekt. Regelmäßige Fahrten zum Objekt, um dort umfangreiche Verwaltungs-, Instandhaltungs-, Überwachungs- und Pflegetätigkeiten auszuüben, sprechen demnach für eine regelmäßige Tätigkeitsstätte. Wer hingegen nur gelegentlich zur Immobilie fährt und den Rest im heimischen Büro erledigt, muss sich um eine solche Einstufung keine Gedanken machen.

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