Steuertipps Mit diesen Kniffen sparen Eheleute und Lebenspartner Steuern

Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnern gewährt der Fiskus einige Sonderrechte. Diese Regelungen senken die Steuerlast spürbar.
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Steuern fürs Schenken? Das sollten Sie über Freibeträge wissen

FrankfurtFür Eheleute und eingetragene Lebenspartner gelten im Steuerrecht einige Sonderregelungen. Häufig senken sie die gemeinsame Steuerlast.

Ehegattensplitting

Verheiratete und eingetragene Lebenspartner können wählen, ob sie ihr Einkommen individuell oder gemeinsam versteuern wollen. Eine Zusammenveranlagung mit dem Splittingverfahren lohnt sich besonders dann, wenn die Partner unterschiedlich hohe Einkommen haben.

Die Berechnung geht so: Zunächst wird das zu versteuernde Einkommen beider Partner addiert, dann wird auf die Hälfte dieses Betrags der Steuertarif angewandt. Das Ergebnis wird wieder verdoppelt und ergibt die gemeinsam zu zahlende Einkommensteuer.

Ein Beispiel: Partner A hat nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen ein eigenes zu versteuerndes Einkommen von 40.000 Euro. Partner B hat 20.000 Euro. Würden sich die beiden einzeln veranlagen lassen, müssten sie für 2018 rund 11.750 Euro an Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag zahlen. Bei Zusammenveranlagung sind es rund 11.285 Euro – sie sparen also knapp 500 Euro.

„Ehepartner sollten vor Abgabe der Steuererklärung prüfen, welche Variante für sie günstiger ist“, rät Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler (BdSt). „In bestimmten Fällen kann sich eine getrennte Steuererklärung lohnen, zum Beispiel weil ein Partner hohe Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosen- oder Elterngeld erhalten hat.“

Paare können jedes Jahr neu entscheiden, ob sie getrennt oder zusammen veranlagt werden möchten. Selbst wer am 31. Dezember standesamtlich heiratet, kann für das ganze zurückliegende Jahr vom Splittingtarif profitieren.

Lohnsteuerklassen

Die genaue Steuerschuld wird im Rahmen der Steuererklärung berechnet. Damit das Finanzamt dann keine hohen Nachzahlungen fordert, ist im Vorfeld eine geschickte Wahl der Steuerklassen wichtig. Sie entscheidet darüber, wie viel Einkommensteuer der Arbeitgeber monatlich an den Fiskus abführt. Bei ungleichen Gehältern bietet sich meist die Steuerklassen-Kombination drei/fünf an.

Wenn der Partner mit dem höheren Einkommen Klasse drei nutzt, kann das monatliche Nettoeinkommen erhöht werden. Wichtig: Lohnersatzansprüche wie Arbeitslosen- oder Elterngeld hängen auch vom zuletzt bezogenen Nettolohn ab. „Wer eine Arbeitslosigkeit befürchtet oder Nachwuchs plant, sollte über einen Steuerklassenwechsel nachdenken, um seinen Nettoarbeitslohn zu erhöhen“, rät Klocke.

Doppelte Haushaltsführung

Wer eine zweite Unterkunft am Arbeitsort hat, kann wöchentliche Familienheimfahrten steuerlich absetzen. „Bei Ledigen wird die doppelte Haushaltsführung vom Finanzamt oft argwöhnisch geprüft, für Ehegatten ist es häufig leichter, die Voraussetzungen nachzuweisen“, so Klocke.

Schenkungsteuer

Geschenke zwischen Ehepartnern sind bis zu einem Wert von 500.000 Euro steuerfrei. Auch bei Verlobungsgeschenken fällt in der Regel keine Schenkungsteuer an. Es handelt sich um eine „Schenkung mit aufschiebender Bedingung“.

Sie wird erst wirksam, wenn die Ehe geschlossen wurde – und dann greift der Freibetrag. Kommt es doch nicht zur Hochzeit, fallen bei Geschenken mit einem Wert von mehr als 20.000 Euro Steuern an. Der Beschenkte muss das Präsent dann zurückgeben oder Steuern zahlen.

Scheidungskosten

Lassen sich Paare scheiden, kann das teuer werden. Mindestens fallen Gerichtskosten an, denn eine Ehe muss von einem Richter geschieden werden. Diese Ausgaben können heute nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

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2 Kommentare zu "Steuertipps: Mit diesen Kniffen sparen Eheleute und Lebenspartner Steuern"

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  • Dieser Artikel ist völlig banal, er bietet überhaupt nichts neues und ist deshalb überflüssig wie ein Kropf

  • Da ist ja wirklich nichts neues dabei!

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