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Steuerzahlertag Arbeiten für die eigene Tasche

Mittwoch ist der große Tag der Steuerzahler: Ab heute verdienen die Deutschen ihr Geld nur noch für sich - die Staatskasse ist statistisch gesehen für dieses Jahr gefüllt.
9 Kommentare
Zwei Teile - eine Hälfte für den Staat, die andere für den Steuerzahler. Quelle: dpa

Zwei Teile - eine Hälfte für den Staat, die andere für den Steuerzahler.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEs ist der große Feiertag der Steuerzahler und des Bundes der Steuerzahler. Ab dem sogenannten Steuerzahlertag verdienen die Deutschen ihr Geld durchschnittlich für das eigene Konto und wirtschaften nicht länger für die Staatskasse. Der Gedenktag soll deutlicher machen, was nach Steuern und Abgaben vom Jahresbrutto noch übrig bleibt. Was die Deutschen bis zum 6. Juli an Lohn erarbeitet haben, müssen sie für Steuern und Sozialabgaben berappen, sagt Karl Heinz Däke, Präsident des Bundes der Steuerzahler. Eigenes Netto fällt nach dieser Rechnung erst ab heute an.

Der Steuerzahlertag wird jedes Jahr vom Bund der Steuerzahler berechnet. Er zeigt die Abgabenlast der Deutschen. Je später im Jahr der "Gedenktag", desto mehr vom Brutto fließt an den Staat - und desto weniger Netto bleibt übrig. Im Jahr 1960 war der Stichtag noch der 1. Juni. Seitdem verschiebt er sich, bis auf wenige Ausnahmen, auf immer spätere Daten im Jahr. Bisheriger Höchstwert war der 24. Juli im Jahr 2000. Ein Zeichen dafür, dass die Deutschen immer größere Anteile ihres Einkommens an den Staat abführen und immer weniger von ihrem Einkommen netto für sich behalten können.

In diesem Jahr arbeiten Steuerzahler zwei Tage länger für den Fiskus als noch im Vorjahr. Grund sind laut Däke die heimliche Steuererhöhungen und die kalte Progression. Mit kalter Progression ist gemeint, dass die Steuerbelastung schneller steigt, als Löhne und Einkommen. Damit führen die Deutschen automatisch immer größere Anteile ihres Einkommens an den Fiskus ab, der Staat verdient an Gehaltserhöhungen kräftig mit - was sich auch im immer späteren Datum des Steuerzahlertages widerspiegelt. „Die jetzt geplanten Korrekturen am Steuertarif sind daher keine Steuersenkungen, sondern Maßnahmen gegen Steuererhöhungen“, sagt Däke.

Däke mahnte die Bundesregierung, die Einkommenssteuer schon ab 2012 gegen heimliche Steuererhöhungen vorzugehen. „Untätigkeit ist für den Fiskus äußerst lukrativ“, sagte er. Steuerzahler würden weiter um einen Teil des Lohns ihrer Arbeit betrogen. Doch von der schwarz-gelben Bundesregierung gebe es nur vage Ankündigungen von Steuersenkungen, aber keine Entscheidung über die Art und den Umfang der Entlastungen.

Nicht nur in Deutschland ist diese Form des Breakeven-Points bekannt. In zahlreichen Ländern wird der "Tax Freedom Day" berechnet und gefeiert, unter anderem in Amerika, Großbritannien, Kanada, Österreich und der Schweiz.

(Mit Material von AP)

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9 Kommentare zu "Steuerzahlertag: Arbeiten für die eigene Tasche"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Echte Polizeiarbeit.

  • Ich nehme an, daß Sie wissen, daß der sogenannte Bund der Steuerzahler die Versicherungen mit einrechnet. Ich meine die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Was diese Versicherungen mit dem Füllen der Staatskasse zu tun haben, verstehe ich nicht.

  • schrecklich diese unproduktive deutsche unterschicht. immer nur am jammern.

  • Die Staatskasse wird andauernd gefüllt.
    Auf alles bezahlen wir tagtäglich Mehrwertssteuer !
    Beim Sprit sogar noch Steuer auf die Steuer !
    Und die korrupten, verlogenen "Politiker" schaufeln es den Bankstern zu.....
    Und die Menschen schlafen weiter und lassen es sich tagtäglich gefallen.....

  • natürlich kann man Unsinn auch hinschreiben.



    Wer tut das nicht?

  • Frau Krumrey redet wie so viele dieser Tage Unsinn, wenn sie daran erinnert, dass die Steuerzahler ein halbes Jahr für den Fiskus arbeiten. Niemand in Deutschland zahlt 50% Steuer auf seine jährlichen Einkünfte oder Umsätze. Diese Art von Stimmungsmache ist schlechter Journalismus, weil er trotz besseres Wissen sich einer Lobbyorganisation verpflichtet fühlt, die sich Bund der Steuerzahler nennt, aber in Wahrheit eine Interessenvertretung von Unternehmern und Besserverdiener ist. Die u nsäglichen Sprüche des Herrn Däke belegen das immer wieder.

  • Link zur Schweizer Gehaltsliste:
    http://www.blick.ch/news/wirtschaft/4487-fr-lohn-als-minimum-fuer-jeden-175071

  • Beim Vizeexportweltmeister gibts Dumpinglöhne und Hartz IV.

    Einfach bei den Löhnen und Gehältern mal zum Nachbarn in die Schweiz schauen.
    Wenn man das liest, könnte man als Arbeitnehmer in D nur noch den ganzen Tag kotzen. Wir werden wahrlich nur noch verarscht und ausgenommen. Wohin fließen die ganzen Gewinne aus unserer Exportvizeweltmeisterschaft???
    Warum kommt nichts bei der deutschen Arbeitnehmerschaft mehr an???
    Warum geht es in der Schweiz und nicht hier???
    Man sollte als Arbeitnehmer Deutschland wirklicj den Rücken kehren!
    Übrigens > 4.487,00 Schweizer Franken = 3.720,87 Euro
    ---
    Als fairen Mindestlohn für eine Vollzeitstelle gaben die Befragten im Mittel 4487 Franken an. Das sind rund 500 Franken mehr als die Initiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt. Zudem sind 70 Prozent der Befragten überzeugt, dass in der Schweiz «viele oder sehr viele Menschen» nicht von ihrer Vollzeit-Arbeit leben können.

    Erreicht werden sollen flächendeckende Mindestlöhne in erster Linie mit Gesamtarbeitsverträgen (GAV) und nicht über das Gesetz. Das Volksbegehren fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Bei 40 Wochenstunden wären das monatlich 3800 Franken, bei 42 Stunden 4000 Franken.

    Bereits 80´000 Unterschriften gesammelt

    Gemäss dem ebenfalls am Dienstag vom SGB vorgelegten Expertenbericht sind Mindestlöhne in Europa und auch in der Schweiz im Kommen. Sie seien ein wirksames Instrument gegen Lohndruck und gegen das Unterbieten von Löhnen.
    (Quelle: Blick.ch)

  • Vorab 4.487,00 Schweizer Franken = 3.720,87 Euro

    Bei uns in D wird man mit 7,79 € brutto/Std, Mindestlohn abgespeist. Für wie lange lassen sich das die Arbeitnehmer/innen in D eigentlich diese Schweinereien von Lohndumping eigentlich noch gefallen?
    Ein Blick ins Nachbarland macht einen deutschen Arbeitnehmer fassungslos. Wenn man kann, müßte man Deutschland SOFORT verlassen!
    ---
    Als fairen Mindestlohn für eine Vollzeitstelle gaben die Befragten im Mittel 4487 Franken an. Das sind rund 500 Franken mehr als die Initiative «Für den Schutz fairer Löhne» verlangt. Zudem sind 70 Prozent der Befragten überzeugt, dass in der Schweiz «viele oder sehr viele Menschen» nicht von ihrer Vollzeit-Arbeit leben können.

    Erreicht werden sollen flächendeckende Mindestlöhne in erster Linie mit Gesamtarbeitsverträgen (GAV) und nicht über das Gesetz. Das Volksbegehren fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde. Bei 40 Wochenstunden wären das monatlich 3800 Franken, bei 42 Stunden 4000 Franken.

    Bereits 80´000 Unterschriften gesammelt

    Gemäss dem ebenfalls am Dienstag vom SGB vorgelegten Expertenbericht sind Mindestlöhne in Europa und auch in der Schweiz im Kommen. Sie seien ein wirksames Instrument gegen Lohndruck und gegen das Unterbieten von Löhnen.

    (Quelle: Blick.ch)

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