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Umfrage Finanzämter kontrollieren strenger

Wegen der leeren öffentlichen Kassen haben die deutschen Finanzämter ihre Kontrollen verstärkt - das zumindest ist die Einschätzung der Steuerberater. Die Experten haben auch identifiziert, in welchen Bereichen genauer hingeschaut wird.

HB KÖLN. In einer am Mittwoch vom Wirtschaftsmagazin "Capital" veröffentlichten Umfrage stellten immerhin 69 Prozent der befragten Steuerberater verschärfte Überprüfungen der Steuererklärungen fest. Mehr als drei Viertel (78 Prozent) erwarten sogar, dass die Finanzämter ihre Aktivitäten noch weiter forcieren.

Besonders deutlich seien die Veränderungen in Süddeutschland, hieß es: In Bayern und Baden-Württemberg liege die Zahl der Berater, die vermehrte Überprüfungen feststellten, über dem Durchschnitt. Das Forsa-Institut befragte im Auftrag des Wirtschaftsmagazins 'Capital' insgesamt 1 000 Steuerberater.

Der Umfrage zufolge gibt es bei den verschärften Aktivitäten der Finanzämter klare Schwerpunkte. Betroffen seien vor allem die gemeldeten Zinseinnahmen und die Angaben zum häuslichen Arbeitszimmer. Vermehrt kontrolliert würden auch die Herkunft des investierten Kapitals und die Spekulationsgewinne sowie Auslandskonten. Mehr als 40 Prozent der Befragten registrieren mit Blick auf das 2005 eingeführte Kontenabrufverfahren eine verstärkte Kontrolltätigkeit.

Mehr Anlass zu Überprüfungen geben nach den Ergebnissen der Umfrage auch die Einkünfte und Betriebsausgaben von Selbstständigen. Besonders kritisch geprüft würden betrieblich genutzte Pkw, Umsatzsteuererklärungen und Arbeitsverträge mit Verwandten. Eher selten führe hingegen die Bewirtung von Geschäftspartnern zu intensiveren Kontrollen.

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