Umsatzsteuer Wann Gesellschafter für Steuerschulden haften

Eine Steuerschuld verjährt nach fünf Jahren – normalerweise. Anders sieht es aus, wenn eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts insolvent geht und das Finanzamt sich die Haftung der Beteiligten rechtzeitig sichert.
  • Paul Lauer
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So leicht lässt sich das Finanzamt nicht lumpen: Gesellschafter einer GbR müssen Steuerschulden auch nach der regulären Verjährung noch begleichen, wenn die Behörde sie rechtzeitig in Haftung nimmt. Quelle: dpa

So leicht lässt sich das Finanzamt nicht lumpen: Gesellschafter einer GbR müssen Steuerschulden auch nach der regulären Verjährung noch begleichen, wenn die Behörde sie rechtzeitig in Haftung nimmt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfEine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist eine sehr einfache und beliebte Rechtsform, wenn mehrere Personen ein kleines Unternehmen zu unterschiedlichen Zwecken gründen wollen. Dabei kann es sich um ein gewerbliches Geschäft handeln, aber beispielsweise auch um eine Kapitalanlagegesellschaft, in der die Gesellschafter in Immobilien investieren, die vermietet werden sollen.

Laufen die Geschäfte gut, gibt es selten Probleme. Ihre Tücken hat die GbR indes, wenn sie in eine finanzielle Schieflage gerät. Dann haften die Beteiligten mit ihrem privaten Vermögen für die Schulden, so wie das bei Personengesellschaften üblich ist.

Diese Haftung greift nicht nur bei Bankschulden, sondern auch bei Steuerschulden. Und wie ein neues Urteil des Sächsischen Finanzgerichts belegt, kann das Finanzamt auch trotz einer Zahlungsverjährung der Steuerschuld bei den Gesellschaftern die Hand aufhalten (FG Sachsen-Anhalt, 6 K 1458/09, Urteil v. 26.9.2013).

In dem Streitfall ging es um eine insolvente GbR, die fällige Umsatzsteuerforderungen nicht mehr abführen konnte. Das Finanzamt hatte sofort reagiert und einen Haftungsbescheid gegenüber den Gesellschaftern erlassen.

Damit hatte sich die Behörde rechtlich abgesichert, dass die Gesellschafter für die ausstehenden Steuerforderungen aufzukommen hatten. Allerdings hatte das Finanzamt es unterlassen, die Umsatzsteuer innerhalb der Zahlungsfrist von fünf Jahren einzuziehen.

Verjährung der Steuerschuld greift nicht
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