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Vermietung an Verwandte Steuerfalle „Naturalunterhalt“

Wer eine Wohnung an Verwandte vermietet, darf bei der Miete nicht zu großzügig sein. Auch Barzahlungen sind keine gute Idee. Das erfuhren Eltern, die den Unterhalt an ihre Tochter mit deren Mietzahlungen verrechneten.
08.02.2016 - 15:30 Uhr
Diese Kosten können Vermieter absetzen
Der moralische Käufer kauft lieber gar nicht als zu billig
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Anschaffungskosten

Vermieter können Ausgaben für Reparaturen und Renovierung als Werbungskosten absetzen, da sie mit der Vermietung ihrer Immobilie Einnahmen erzielen. Schon beim Kauf einer Immobilie lassen sich Steuern sparen. Eigentümer, die das Gebäude vermieten möchten, können nicht nur den Gebäudekaufpreis und die Kosten für die Suche der Immobilie, sondern auch Notarkosten, Grunderwerbsteuer und Gebühren für den Eintrag ins Grundbuch als Werbungskosten geltend machen. Da diese in den Bereich der Herstellungskosten fallen, müssen sie jedoch über die Nutzungsdauer der Immobilie abgeschrieben werden, bei Häusern, die nach dem 31. Dezember 1924 fertiggestellt wurden, sind das 50 Jahre. Die Kosten für das Grundstück zählen jedoch nicht.

(Foto: dpa)
Reinhard Spindler
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Außenanlagen und Gartenpflege

Wer um die Immobilie herum einen Garten anlegt und den Außenbereich mit Zäunen, Hecken und Kopfsteinpflaster gestaltet, kann die Kosten dafür absetzen. Allerdings müssen sich Vermieter auch hier nach der gewöhnlichen Nutzungsdauer richten und die Aufwendungen über zehn Jahre abschreiben. Die Kosten für einen Gärtner können jedoch im jeweiligen Jahr sofort komplett abgesetzt werden – es sei denn der Eigentümer wohnt selbst auf dem Grundstück, dann muss er einen Teil der Kosten alleine zahlen.

(Foto: ap)
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Beratungskosten

Wer eine Immobilie vermietet und für die Steuererklärung einen Steuerberater engagiert, kann zumindest einen Teil der Beraterkosten absetzen.

(Foto: Yuri Arcurshb. com)
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Bürokosten und Computer

Wer keinen Makler engagiert und sich selbst um die Vermietung seiner Immobilie kümmert, kann beispielsweise Kosten für Telefon, Porto, Schreibmaterial und Mustermietverträge bei der Steuer geltend machen. Auch der Computer kann teilweise abgeschrieben werden.

(Foto: dpa)
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Gebühren

Rund um das Haus fallen zahlreiche Gebühren an. Neben der wöchentlichen Müllabfuhr muss beispielsweise auch in regelmäßigen Abständen der Kamin ausgekehrt werden. Auch Kanalreinigungen können anstehen. Diese Kosten können direkt abgesetzt werden.

(Foto: dpa)
Grundsteuer
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Grundsteuer

Wer ein Haus hat, muss dafür auch eine jährliche Grundsteuer zahlen – zumindest noch, denn aktuell wird diskutiert, ob diese Steuer verfassungswidrig ist. Die Steuer kann jedoch in voller Höhe abgesetzt werden.

(Foto: dpa)
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Haus- und Grundbesitzerverein

Vermieter, die Mitglied in einem Verein für Haus- und Grundbesitzer sind, können die Mitgliedsbeiträge komplett als Werbungskosten geltend machen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Eine Wohnung zu finden ist schwierig, zumal in den großen Städten. Und teuer ist die Miete zurzeit allemal. Warum also nicht davon profitieren, wenn Eltern oder andere Verwandte ihre Wohnung vermieten möchten? Dieses unerwartete Geschenk könnte aber für die Beteiligten zum steuerlichen Bumerang werden. Denn grundsätzlich gilt: Jeder Vertrag zwischen Angehörigen muss genauso ausfallen wie ein Vertrag unter Fremden.

Wer die Kosten für seine Eigentumswohnung steuerlich geltend machen will, muss damit rechnen, dass das Finanzamt einen so genannten Fremdvergleich vornimmt. Von der Miete über einen ordentlichen Vertrag bis hin zur Einhaltung desselben schaut die Behörde genau hin. Barzahlungen oder Aufrechnungen mit anderen Geldzuwendungen sollten Angehörige möglichst vermeiden.

Diese Erfahrung machten auch Eltern, die ihrer Tochter eine kleine Wohnung in ihrem Zweifamilienhaus überließen. Die Eltern gaben in ihrer Steuererklärung die Mieteinnahmen für die größere Wohnung an sowie Werbungskosten für die Immobilie. Daraus ergab sich ein Verlust von rund 10.000 Euro. Das Finanzamt ließ die Werbungskosten nur anteilig zu und erkannte das Mietverhältnis zwischen Tochter und Eltern nicht an. Die Eltern hatten angegeben, die Miete mit dem Barunterhalt verrechnet zu haben.

Auch das Finanzgericht Düsseldorf vertrat den Standpunkt, dass zwischen den Beteiligten kein steuerlich anzuerkennendes Mietverhältnis bestand (Az.: 7 K 1077/14 E). Die Überlassung der Wohnung stelle keine Nutzungsüberlassung gegen Geld dar, sondern sei als Naturalunterhalt zu werten. Außerdem halte der Mietvertrag dem Fremdvergleich nicht stand.

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    So sei vereinbart gewesen, dass die Tochter jeden Monat die Miete auf ein Konto ihrer Eltern überweisen sollte. Tatsächlich sei aber zu keiner Zeit Geld von einem Konto der Tochter auf das Konto der Eltern geflossen.

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