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Zahlung der Vollkaskoversicherung ist Betriebseinnahme Dienstwagen geklaut – Fiskus schlägt zu

Der Bundesfinanzhof (BFH) in München hat in einem neuen Urteil die steuerlichen Folgen des Diebstahls eines auch privat genutzten Firmenwagens aufgezeigt. Schlecht für alle Firmen- wagen-Besitzer: Der IV. Senat des BFH stufte die Zahlung der Versicherung als steuerpflichtige Betriebseinnahme ein.

HB/mkm MÜNCHEN. Ein Anwalt war am Abend mit dem zum Betriebsvermögen gehörenden Wagen nach Hause gefahren und hatte das Auto vor seiner Wohnung abgestellt. Dort wurde es in der Nacht gestohlen. Die Vollkaskoversicherung zahlte eine Versicherungsleistung in Höhe 25 000 Euro. Als das Finanzamt das Geld als Betriebseinnahme behandelte, legte der Anwalt dagegen beim Finanzgericht (FG) Klage ein.

Die hatte aber nur zum Teil Erfolg. Denn das FG war der Auffassung, dass die Versicherungsleistung nach dem Verhältnis der privaten zur betrieblichen Nutzung (3 % gegenüber 97 %) aufzuteilen sei. Die Versicherungsleistung stelle sich zu 3 % als steuerfreie Privateinnahme und zu 97 % als steuerpflichtige Betriebseinnahme dar. Das FG stützte sich dabei auf eine in der Fachliteratur vertretene Auffassung, die mit dieser Lösung eine Doppelbesteuerung vermeiden will. Zu einer zweifachen Belastung käme es nämlich insoweit, als die auf die private Nutzung entfallenden Absetzungen für Abnutzung - also die auf die Nutzungsdauer verteilten Anschaffungskosten - nicht als Betriebsausgaben abgezogen worden sind.

Der Kläger legte gegen das Urteil Revision beim BFH ein, die indessen erfolglos blieb. Da das Finanzamt seinerseits nicht ebenfalls Revision eingelegt hatte, brauchte der BFH nicht mehr zu prüfen, ob das FG zu Recht den der privaten Nutzung entsprechenden Anteil des Versicherungsgeldes als Privateinnahme angesehen hat. Bei dem der betrieblichen Nutzung entsprechenden Anteil von 97 % - so der BFH - handele es sich aber auf jeden Fall um eine Betriebseinnahme.

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