Doris Schneeberger leitet die Bargeld-Abteilung der EZB. Sie stellt sich gegen die Meinung von Kriminalitätsbekämpfern – und sieht keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Banknoten und Kriminalität.

Kommentare

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  • Fortsetzung meines Beitrags: Ein weiterer Grund für die Bargeldabschaffung dürfte die gewünschte totale Kontrolle der Bürger sein.

    Wenn man nur noch unbar zahlen könnte, würde jede Transaktion in den zentralen Datenbanken des Überwachungsstaates gespeichert werden könnte. Was gäbe es da nicht alles für Möglichkeiten für die Überwacher!

    Übergewichtige könnte man an der Supermarktkasse daran hindern, fette und kalorienreiche Nahrung zu kaufen, Alkoholikern könnte man den Kauf von Schnaps unmöglich machen. Politisch mißliebige Personen könnte man gar auf Sparflamme setzen und ihnen nur noch 1000 Kalorien am Tag zugestehen. Was wäre das für eine "schöne neue Welt"!

  • Man sollte sich hüten, die Debatte als eine bloße Scheindebatte zu unterschätzen.

    Es steht ganz handfeste finanzpolitische und gesellschaftspolitische Interessen hinter dem von der Politik losgetretenen Kampf gegen das Bargeld.

    Der naheliegendste und kurzfristige Grund für die Bargeldabschaffung ist natürlich, daß die Flucht vor den Negativzinsen verhindern will. Schon die Abschaffung des 500-Euroscheins zielt in diese Richtung:

    Für die großen Finanzinstitute wie z.B. Versicherungen ist die Haltung von Bargeld in eigenen Tresoren natürlich auch mit Kosten verbunden. Und es ist völlig klar, daß diese Kosten höher sind, je kleiner die Geldscheine sind. Eine Million etwa in 500-Euronoten verursacht nur ein Zehntel der Kosten einer Tresorlagerung desselben Betrags in 50-Euronoten. Die Zentralbank kann also mit ihrem Negativzins tiefer gehen, wenn es die großen Banknoten nicht mehr gibt, ohne daß die Versicherungen ihre Konten leeräumen und ihre Tresore füllen.

    Ein weiterer

  • Es verblüfft immer wieder, mit welcher Leichtigkeit solche Scheindebatten losgetreten werden können, und wieviel Aufwand es kostet, sie zu beenden. Wer sind eigentlich die Schwachköpfe, die sich in solche Aktionen engagieren?

  • Frau Schneeberger hat Recht. Was ist das denn für eine Notenbank, die die ausgegeben Bargeldnoten abschaffen will? Das einzige GESETZLICHE Zahlungsmittel? Vertrauensbildend ist das jedenfalls nicht und kriminelle Subjekte werden sich jedenfalls nicht an irgendein gesetzliches Bargeldlimit halten und weichen dann auf andere Währungen bbzw. Vermögensgegenstände aus. Aber mit der Bargeldabschaffung zielt man ja auch nicht auf Kriminelle ab, sondern auf unbescholtene Bürger.

  • Ohhhh.... die Dame kommt mit Argumenten!!!!?????!!!! Dann sehen wir mal wie lange es dauert bis sie aus persönlichen Gründen zurücktritt. Und wenn das nicht erfolgen sollte, lernt man ja an der Schule für den Wirtschaftskrieg wie man jemand diskreditiert....

  • Dämliche Phantomdiskussion. Genauso wenig wie ich mir jemals darüber Gedanken machen muss, wie ich an Eintracht Tickets für Champions League Heimspiele gegen Barcelona oder Real Madrid herankomme wenn sie Deutscher Meister werden, muss man sich auch niemals Gedanken über ein komplettes Bargeldverbot machen.

    Nur, wenn es den " 500er " aber nicht mehr gibt, wie bezahlt man(n) dann o.g. Ticket auf dem Schwarzmarkt ......

Mehr zu: 500-Euro-Schein - EZB-Expertin steht zum Cash

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