Altersvorsorge 40 Prozent der Deutschen legen weniger als 50 Euro im Monat fürs Alter zurück

Deutsche sorgen zu wenig vor und fürchten, sich im Alter stark einschränken zu müssen. Das gilt insbesondere für Ostdeutsche.
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Richtige Altersvorsorge: Diese drei Grundregeln sollten sie beachten

BerlinDeutschland steht ökonomisch hervorragend da – die Beschäftigung wächst, die Arbeitslosenquote ist gering, das Wirtschaftswachstum ist intakt. Die Deutschen leben auf einer Insel der Seligen, möchte man meinen. Doch der Blick in die Zukunft fällt alles andere als rosig aus.

So glaubt jeder zweite Deutsche, dass er sich im Ruhestand einschränken müsse. Jeder vierte Deutsche hat sogar Angst vor Altersarmut. Das geht aus dem Ergo-Risiko-Report hervor, den Professor Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Auftrag der Ergo-Versicherungsgruppe erstellt hat.

Von der Hand zu weisen sind die Befürchtungen nicht. Denn die repräsentative Studie belegt eine unzureichende Altersvorsorge der Deutschen. Danach legen 42 Prozent nichts oder weniger als 50 Euro im Monat für die Altersvorsorge zurück.

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind beachtlich. Während bei den Männern jeder Dritte angibt, sich nicht leisten zu können, privat fürs Alter vorzusorgen, sind es bei den Frauen sogar 43 Prozent.

Die Angst vor finanziellen Einschränkungen im Alter ist in den neuen Bundesländern ungleich höher ausgeprägt als in den alten. In Brandenburg sind es rund 69 Prozent, während es in Bayern und Hessen nur 47 Prozent sind, die Angst vor einer finanziellen Schlechterstellung im Rentenalter haben. Gleichzeitig räumt allerdings nur jeder fünfte Befragte ein, seine künftige Rentenhöhe recht genau zu kennen.

Sieben von zehn Befragten gehen davon aus, dass das Rentenniveau weiter sinken wird. Und haben offensichtlich kein Vertrauen in die Politik. Denn erklärtes Ziel von Union und SPD ist es, so denn eine Koalition zustande kommt, das heutige Rentenniveau von 48 Prozent stabil zu halten.

Das Rentenniveau gibt das prozentuale Verhältnis zwischen Rentenzahlung und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers an. Angesichts dieses Pessimismus plädiert jeder vierte Deutsche für eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge.

Die Umfrage bestätigt erneut das Bild der Deutschen als Aktienmuffel. Zwar glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie mit Aktien und Fonds die größte Rendite erzielen. Doch in der Regel landet das Geld eher auf dem Sparbuch, obwohl es kaum Zinsen gibt.

Ein Drittel der Deutschen hat in Immobilien investiert und sorgt auf diese Weise für das Alter vor. Und sieht sich damit wohl auch vor unsicheren Zeiten gewappnet. Denn jeder zweite glaubt, dass sich eine Finanzkrise, wie sie 2008 ausbrach, in den kommenden zehn Jahren wiederholen wird.

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5 Kommentare zu "Altersvorsorge: 40 Prozent der Deutschen legen weniger als 50 Euro im Monat fürs Alter zurück"

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  • Warum stecken die Leute immer den Kopf in den Sand?!

    Bringt sowieso nichts.
    Andere wollen nur daran verdienen.
    Die Welt geht sowieso unter.
    Werde eh früher sterben.
    Und so weiter.

    Menschen die sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen, bauen in der Zwischenzeit Ihre Vorsorge für später auf. Mit zugeschnitten Lösungen für fast jeden Geldbeutel. Man kann sich selbst darum kümmern, oder wenn man nicht sattelfest ist, weil man sich damit nicht jeden Tag auseinandersetzt, gibt es professionelle Berater, die einem dabei unter die Arme greifen.
    Das wichtigste ist früh anzufangen. Dann reichen auch schon kleinere Beträge für später.

    Wie man das Geld arbeiten lässt, ist an die persönliche Einstellungen und an die Lebenssituation gekoppelt.
    Machen steuerliche Vorteile Sinn? Möchte man jederzeit im Notfall auf das Geld zugreifen können? Ist Sicherheit wichtiger, wie Rendite oder anders herum?

    Dies können viele nicht beantworten, weil die meisten sich damit nicht jeden Tag auseinandersetzen. Es ist ja auch nicht Ihr Beruf. das ist in Ordnung. Gehen Sie zu jmd. dem Sie vertrauen, oder gehen Sie zu mehreren und gucken Sie es sich in Ruhe an. Lassen Sie Finanzanlysen erstellen, sowie Produktanalysen. Fragen Sie nach dem Service einer jährlichen Betreuung und seien Sie offen. Gehen Sie weg von Stammtischparolen, die haben noch keinem was gebracht und meisten werden die Parolen von denen gerufen, die ihre Chance schon verpasst haben und sind nun verbittert.

    Ich kann nur jedem sagen. Wer nichts macht, hat schon verloren. Gerade die jungen sollten früh anfangen. Um so kleiner ist der Betrag, den Sie weglegen müssen, für die spätere Altersvorsorge.
    Wer später anfängt, muss höhere Beiträge ansparen, weil die Zeit fehlt, in der das Geld arbeiten kann.

    Die Rentensituation ist da. Jeder weiß es insgeheim und nur weil man wegguckt, heißt es nicht, dass es einen nicht einholt.
    Das ist wie mit verbundenen Augen über eine befahrene Autobahn zu laufen.

  • Und wohin, bitteschön ?
    Und in was ?
    Und was bringt das Ganze ?

  • Wohin soll man es denn zurücklegen? Zinsen gibt es nicht mehr, kostet Bearbeitungsgebühren und wird vielleicht noch mit Strafzins belegt! Wer Geld vom Staat bekommen muss, muss vorher alles Zurückgelegte aufbrauchen (inclusive Altersvorsorge). Wer spart ist der Bestrafte. Die einzigen die daran verdienen sind die Banken, die gute Lobby-Arbeit bei der Politik geleistet haben.

  • Und das wird nicht weniger äh doch, für die Generation Y bestimmt.

    Kontraproduktive Politik bestand in der Nullzinspolitik und im der Versteuerung aller Altersversorgungen mit entsprechend vielen Reformen in den letzten 15 Jahren.

    Verlässlichkeit u. Vertrauen sieht anders aus. Hier hat die Politik schon lange verspielt.

    Wer nach mind. 45 Berufsjahren auf ein dünnes Rinnsal an Rente sich noch freut, weiß ich allerdings nicht.

    Vermutlich keiner mehr im Land.

  • Nur 25% bei einer Wahrscheinlichkeit von 100% da ist es doch der Regierung wieder gelungen 75% zu vera...

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