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Altersvorsorge Betriebsrenten in der Niedrigzinsfalle

Großzügige Pensionszusagen der Vergangenheit werden für viele Unternehmen zur Belastung. Die Niedrigzinsen zwingen sie, dafür immer mehr Geld zurückzulegen. Das hat auch Folgen für die Beschäftigten.
Die Niedrigzinsen setzen auch die Betriebsrenten unter Druck. Quelle: dpa
Abgesichert ins Alter dank Betriebsrenten?

Die Niedrigzinsen setzen auch die Betriebsrenten unter Druck.

(Foto: dpa)

Frankfurt am MainDie Niedrigzinsen hinterlassen deutliche Spuren in den Unternehmensbilanzen. Firmen müssen wegen der Zinsschmelze immer mehr Geld für die Pensionsverbindlichkeiten zurücklegen. Viele Unternehmen versprechen daher keine konkreten Leistungen mehr, sondern sagen lediglich zu, einen bestimmten Betrag pro Monat in Vorsorgekassen einzuzahlen. Das Zinsrisiko tragen die künftigen Pensionäre.

Was ist das Problem?

Pensionszusagen sind erst in Jahren fällig. Maßstab für die Berechnung von Pensionslasten ist die Rendite von Unternehmensanleihen mit guter Bonität. Sinkt die Rendite der Anleihen, steigt der in der Bilanz anzusetzende Gegenwert der Pensionsverpflichtungen. Dafür gibt es einen Rechnungszins.

Wie wird der Zins berechnet?

Für Konzerne wie Dax-Unternehmen, die ihre Bilanz auch nach dem internationalen Standard IFRS aufstellen, ergibt sich der Rechnungszins vereinfacht gesagt aus dem Durchschnittswert der Marktrendite von Unternehmensanleihen mit guter Bewertung. Der Rechnungszins nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) wird monatlich von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht.

Wie haben sich die Pensionsverpflichtungen entwickelt?

Bei den Dax-Konzernen sanken sie im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Beratungsunternehmens Mercer von etwa 372 Milliarden Euro auf 362 Milliarden Euro. Von einer durchgreifenden Entspannung kann nach Einschätzung von Branchenbeobachtern allerdings keine Rede sein. Das Problem: Die Niedrigzinsjahre seit 2012 gehen immer stärker in die Durchschnittsberechnung ein, Hochzinsjahre fallen heraus. Für den Mittelstand sei vor allem der Sinkflug des HGB-Rechnungszinses Grund zur Sorge, sagt Mercer-Versicherungsmathematiker Thomas Hagemann.

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