Altersvorsorge Diese Gebühren gilt es beim Sparen zu beachten

Wer für das Alter vorsorgen möchte, muss mehrere Faktoren beachten. Denn die empfohlenen Investitionen hängen von der Vermögenssituation ab.
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Wer langfristig spart, muss sich vor allem selbst gut einschätzen. Quelle: dpa
Sparen fürs Alter

Wer langfristig spart, muss sich vor allem selbst gut einschätzen.

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FrankfurtWer im Alter nicht sparen will, muss klug kalkulieren. Denn wenn die Erträge dahinschwinden, sollten die Kosten auch möglichst niedrig sein, damit noch etwas übrig bleibt. Deshalb warnt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg vor allem vor mehrschichtigen Produkten wie Fondspolicen und Mischfonds. „Häufig sind die Gebühren so hoch, dass von der Rendite gar nichts übrig bleibt“, sagt er.

Es bietet sich daher an, bei einer günstigen Wertpapierbank einen Sparvertrag mit günstigen Fonds abzuschließen. Deswegen werden börsengehandelte Fonds, ETFs (Exchange Traded Funds) genannt, immer beliebter. Viele von ihnen bilden einfach passiv einen Aktienindex ab. Aktiv gemanagte Fonds sind meist deutlich teurer und bringen nur selten mehr ein.

Zurzeit sind Aktien recht hoch bewertet, deswegen ist Vorsicht geboten, alles auf diesen Bereich zu setzen. Die Grundregel: Je länger der Zeitraum bis zum Rentenbeginn und je höher die Bereitschaft, auch mal Kursverluste zu verschmerzen, desto größer darf der Aktienanteil sein.

Dabei gilt es, die gesamte Vermögenssituation zu berücksichtigen. Wer noch gar keine Aktien, dafür aber Festgelder und Immobilien hat, kann sich mehr Risiken leisten als jemand, der ohnehin schon riskante Wertpapiere besitzt.

Der Klassiker für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, ist die private Rentenversicherung. Sie zahlt später, bis man stirbt, das ist der große Vorteil. Von der Rendite her bietet sie eher schmale Kost, weil die Versicherer vor allem in Zinsanlagen investieren und häufig auch noch einiges an Gebühren abzwacken.

Unsinn im Marketing

Über Rentenversicherungen wird im Marketing hin und wieder ziemlicher Unsinn erzählt. So findet sich bei einem großen Anbieter die Werbung, der Abschluss sei ohne Gesundheitsprüfung möglich. Weil Rentenversicherer daran verdienen, dass ihre Kunden früh sterben, haben sie ja gar kein Interesse an so einer Prüfung. Außerdem wird oft ein Steuervorteil beschworen, weil nur ein Teil (der vom Alter des Rentenbeginns abhängige „Ertragsanteil“) besteuert wird.

Aber tatsächlich zahlt die Rentenversicherung ja zum großen Teil einfach das angesparte Kapital zurück, das gar keinen Ertrag darstellt. Bei den heutigen niedrigen Zinsen fragt sich eher, ob der Ertragsanteil nicht zu hoch angesetzt ist und in Wahrheit auch die Substanz mit besteuert wird.

Wichtig ist aber: Altverträge aus der Zeit vor 2005 haben tatsächlich noch deutliche Steuervorteile und sollten daher nicht gekündigt werden. Außerdem ist es ohnehin wenig sinnvoll, einen einmal laufenden Vertrag abzubrechen, weil viele Kosten am Anfang der Laufzeit dem Kundenkonto belastet werden, die man dann nicht anteilig zurückbekommt. Dasselbe gilt für Lebensversicherungen.

Wer langfristig spart, muss sich vor allem selbst gut einschätzen. Es gibt Menschen, die geben ihr verfügbares Geld fast immer auch aus. Für sie empfiehlt sich in der Tat ein Produkt, bei dem jeden Monat Raten vom Konto abgebucht werden. Andere brauchen regelmäßig weniger Geld, als sie verdienen.

In dem Fall kann es sich auch lohnen, von Fall zu Fall überschüssiges Geld anzulegen, wenn man bereit ist, sich regelmäßig mit dem Thema zu beschäftigen.

Hier finden sie Vergleichs-Tools für Wertpapierdepots und Rentenversicherungen.

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