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Altersvorsorge Versicherer legen Riester-Rente auf Eis

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Kein Überblick im Tarifdschungel

Ein Problem der Branche: Die hohen Garantieversprechen der Vergangenheit lassen sich in der Zinsflaute am Kapitalmarkt kaum noch erwirtschaften. Zugleich muss mindestens der Erhalt der eingezahlten Beiträge fest zusagt werden, sonst bekommen die Versicherten keine staatliche Zulage.

„Den Garantiezins verbunden mit der Pflicht zum Beitragserhalt können die Anbieter nur noch für lange Laufzeiten darstellen“, erklärt Heermann. Hinzu komme der relativ große Verwaltungsaufwand für Riester. „Es ist daher nicht erstaunlich, dass sich Anbieter mit einer hohen Kostenstruktur aus dem Geschäft zurückziehen“.

Die Verbraucherschützerin Dorothea Mohn sieht darin kein Problem: „Es gibt genug Anbieter.“ Für Verbraucher lohne sich Riester dann, „wenn die passende Produktart gewählt wurde und man einen guten Vertrag mit geringen Kosten hat“, argumentiert die Expertin vom Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv).

Den Durchblick im Tarifdschungel zu behalten, ist allerdings nicht einfach. „Durch die Komplexität der Verträge wird ein Kostenvergleich selbst für Fachleute beinahe unmöglich gemacht“, konstatiert Börsch-Supan. Bei weitgehend gleicher Ausgestaltung gebe es sehr teure und sehr günstige Produkte.

„Bei einem Vergleich von 36 repräsentativen klassischen Riester-Rentenversicherungen hatte der günstigste Anbieter eine Kostenquote von 2,5 Prozent und der teuerste von 20 Prozent“, heißt es in der Studie. Seit Jahresanfang soll ein einheitliches Produktinformationsblatt, das Kunden vor Abschluss eines Riester-Vertrages vorgelegt werden muss, für mehr Klarheit sorgen.

Branchenexperte Ulrich Wiesenewsky vom Berater Willis Towers Watson sieht vor allem in dem Aufwand für die Verwaltung der Riester-Zulage den Grund für den Rückzug von Versicherern aus dem Geschäft: „Mit Einführung der Riester-Rente 2002 sind viele Unternehmen eingestiegen, um neue Kunden auch für andere Produkte zu gewinnen.“

Weg von klassischen Verträgen
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