Autoversicherung So trotzen Versicherte den steigenden Prämien

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Junge Fahrer zahlen mehr, alte weniger

Das Problem: Der Leistungsumfang unterscheidet sich je nach Versicherer. So bietet beispielsweise der Basistarif der Huk-Coburg eine Deckungssumme bei Personenschäden in der Haftpflicht in Höhe von 12 Millionen Euro. Der Standardtarif „Plus“ der Asstel deckt dagegen solche Schäden nur bis zu einer Summe von acht Millionen Euro. Bei der Einstiegsvariante verzichtet die Huk bei der Schadenregulierung auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit und erstattet bei Ersatzteilen und Lack auf einen Abzug wegen der altersbedingten Abnutzung. Die Asstel verzichtet bei ihrem Plus-Tarif auf solche kundenfreundlichen Bedingungen. 63 Prozent aller Tarife bietet diesen Schutz.

Für Überraschung dürfte in diesem Jahr die Einordnung in die Schadenfreiheitsstaffel sorgen. Allianz, HUK, HDI, VGH und ÖSA rechnen statt wie bisher mit 25 Staffeln bei neuen Tarifen mit 35. Vor allem junge Fahrer könnten von der Neuerung profitieren. Im ersten Jahr werden sie in der SF-Klasse 1/2 eingestuft. Im alten System mussten sie meist 140 Prozent der Prämien zahlen.

In der neuen Staffel sinkt die Quote bei der Huk auf 75 Prozent und bei der Allianz auf 70 Prozent. „Die Reduzierung wird von dem Risikomerkmal eines niedrigen Alters nicht vollständig wett gemacht“, sagt Höltring. „In einer Musterberechnung zahlt ein 19-jähriger bei der Huk im neuen Tarif knapp 500 Euro weniger“.

Senioren zahlen demnächst mehr

Die Rechnung dafür müssen die Älteren zahlen. „Wer ohne Unfall fährt, braucht mit der neuen Regelung viel länger, um die günstigste Schadenfreiheitsklasse zu erreichen“, sagt Hajo Köster, Justiziar beim Bund der Versicherten. Nach seinen Angaben fahren 80 Prozent der Deutschen in der alten Staffel 25 und darüber.

Draufzahlen müssen vor allem Senioren, nicht nur wegen der neuen Schadenfreiheitsstaffeln. In den neuen Tarifen steigt bei der Mehrzahl der Gesellschaften ab dem 65. Lebensjahr der Beitrag – meist in Stufen von fünf Jahren. Bei einigen Tarifen müssen gesetzte Fahrer mehr als 15 Prozent mehr zahlen als jüngere Versicherte.

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