Bankgeschäfte per Handy Nur sieben von 38 Banking-Apps taugen wirklich etwas

Stiftung Warentest gibt grünes Licht: Mobiles Banking ist sicher. Von den getesteten Apps fiel nur eine durch. Überzeugen konnten dennoch nur die wenigsten. Die Untersuchung von „Finanztest“ entlarvt die größten Mängel.
Update: 19.05.2015 - 11:36 Uhr 1 Kommentar
Die Sparkassen-Apps begeistern die Finanztester. Quelle: dpa
Mobile Banking

Die Sparkassen-Apps begeistern die Finanztester.

(Foto: dpa)

DüsseldorfStiftung Warentest feiert Premiere. Erstmals haben die Verbraucherschützer Banking-Apps für die Betriebssysteme iOS und Android getestet. „Mit der richtigen App können Kunden ihre Bankgeschäfte sicher und reibungslos erledigen, allerdings gibt es bei vielen noch Verbesserungspotenzial“, fasst Vorstand Hubertus Primus das Ergebnis zusammen. Von den 38 untersuchten Apps haben allerdings im Test nur sieben überzeugt, aber keine wirklich restlos. Die Noten-Palette ist denkbar breit – sie reicht von „gut“ bis „mangelhaft“.

Apps sind im Kommen. Viele Menschen haben den Wunsch, ihre Bankgeschäfte mobil zu erledigen, fünf Millionen Deutsche haben sich bereits ein spezielles Programm heruntergeladen, um Bankgeschäfte zu erledigen. Darauf stellen sich die Hersteller ein. „Die Apps sind in vielen Fällen nur eine für Smartphones angepasste Version des Onlinebanking“, so Primus. Daher bieten die Programme ähnliche Funktionen und seien daher meist nicht nur genauso sicher, sondern teilweise sogar sicherer.

Das Prädikat „gut“ haben die iOS-Varianten von Outbank De, der Sparkassen, VR Banking und der ING Diba erhalten. Auch die Android-Version der Sparkassen erhielt ein „gut“. Wer Konten bei verschiedenen Banken verwalten will, benötigt eine Multibanking-App. Hier schnitten Outbank DE (iOS) und wiederum die Sparkasse+ (für beide Betriebssystems) gut ab.

Sparkassen-Apps begeistern Finanztester
Sparkasse
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Stiftung Warentests „Finanztest“ hat sich im Mai 2015 Mobile-Banking-Apps vorgenommen – und sie unter anderem auf Sicherheit und Bedienerfreundlichkeit hin untersucht. Ganz vorne im Android- und iOS-Betriebssystem: die Sparkassen-Apps mit dem Siegel „gut“. Wer nur ein Konto besitzt, nutzt die kostenlose App. Alle anderen die Multifunktions-App Sparkasse+. Die Tester lobten, dass sich Apps unter anderem einfach einrichten lassen würden, übersichtlich gestaltet seien und Iban und Bic auf Plausibilität überprüfen würden. Weiteres Plus: Empfänger können eingespeichert werden. Auf dem iPhone funktioniert laut Testern nur die App der Outbank besser. Bildquelle: Screenshot Google Play

VR-Banken
2 von 8

Gleich nach den Sparkassen ranken die Finanztester sowohl für Android als auch für iOS die Banking-Apps der Volks- und Raiffeisenbanken. Bei der VR-App loben die Tester vor allem die Benutzerfreundlichkeit. Auch hier gibt es eine App für Multikanal-Nutzer namens „Online-Filiale+“. Grundsätzlich erwarten die Tester von einer guten App, dass sie Umsätze nach Inhalten und Zeitraum filtern kann und dass sich Daten früherer Überweisungen für künftige Aufträge speichern lassen. Ebenfalls wichtig: Auslandsüberweisungen sollten funktionieren. Bildquelle: Screenshot Google Play.

Star Money
3 von 8

Im Android-Betriebssystem läuft die Banking-App des Finanzportals Star Money nach den Sparkassen und VR-Banken am drittbesten. Das Portal sammelt alle Finanzen des Nutzers in ein Programm. Die App punktet vor allem bei der übersichtlichen Anzeige und dem Passwortschutz. Bei iOS liegt Star Money dagegen lediglich im Mittelfeld. Um die Tauglichkeit der Apps zu prüfen, griff Finanztest nicht nur auf Experten, sondern auch auf geschulte Laien zurück. Bildquelle: Screenshot Google Play.

ING Diba
4 von 8

Wie schneiden eigentlich die Direktbanken in Sachen Banking-Apps ab? Zumindest die ING Diba konnte die Tester einigermaßen überzeugen. Sowohl im Android und iOS folgt sie den genannten Filialbanken, Urteil: „befriedigend“. An der Umsatzanzeige und bei den Überweisungen könnte die in den Niederlanden ansässige Bank noch besser werden, urteilt „Finanztest“. Auch mussten Tester sich – laut „Finanztest“ – oft neu einloggen, wenn sie im Menü zurückgehen wollten. Insgesamt gehen die Funktionen der App mit 50 Prozent Gewicht in die Bewertung ein. Bildquelle: Screenshot Google Play.

Comdirect
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Nicht ganz so gut schneidet eine weitere große Direktbank ab, die Comdirect. Sowohl für Android als auch für iOS liegt ihre mobile Banking-App in der zweiten Hälfte des Rankings, Urteil: „ausreichend“ (Android) und „befriedigend“ (iOS). Ein Manko: Laut „Finanztest“ lässt sich in der App kein Dauer-Überweisungsauftrag einrichten. Bildquelle: Screenshot Google Play.

Postbank
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Die Postbank hat eigentlich gerade andere Sorgen: Der Verkauf durch die Noch-Mutter Deutsche Bank steht kurz bevor. Dennoch muss sie sich jetzt zusätzlich mit der schlechten Bewertung ihrer App durch „Finanztest“ herumschlagen. Im iOS erhält der „Postbank Finanzassistent“ gerade noch die Beurteilung „befriedigend“, im Android dagegen halten die Tester die App lediglich für „ausreichend“. Bildquelle: Screenshot Google Play.

123Banking
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123Banking, kinderleicht? Was suggeriert wird, täuscht. Zumindest, wenn es nach den Finanztestern geht. Sowohl bei Android als auch bei iOS landet die Banking-App, bei der sich Kunden mehrerer Banken ihre Konten, Versicherungen und Rechnungen anzeigen lassen können, auf dem vorletzten Platz. Urteil: „mangelhaft“. Weder sei die App besonders nutzerfreundlich, noch verfüge sie über ausreichende Passwort- und Datenschutzbestimmungen. Die Finanztester hat besonders interessiert, ob die Bestimmungen verständlich sind und ob Daten gesammelt, gespeichert und/oder weitergegeben werden. Bildquelle: Google Play Store.

Als einzige App erhielt die App Centralway Numbrs ein „mangelhaft“. Die zentrale Kritik von Stiftung Warentest: Die App ist so konstruiert, dass der Hersteller alle Zugangsdaten und TANs übertragen bekommt und speichern kann. Der gläserne Kunde würde dann Wirklichkeit werden, da Centralway den gesamten Zahlungsverkehr durchleuchten könnte.

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1 Kommentar zu "Bankgeschäfte per Handy: Nur sieben von 38 Banking-Apps taugen wirklich etwas"

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  • "Nur sieben von 38 Banking-Apps taugen wirklich etwas"

    Deswegen sollen wir alle hübsch brav damit bezahlen, zum Wohle von Banken und als Hilfe für unsere "Sicherheits"behörden.

    Bargeld lacht!

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