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Bürokratie-Dschungel Wie man beim Umzug den Überblick behält

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Das Finanzamt informieren

„Sollte der neue Anbieter nicht schnell genug liefern können, springt der Grundversorger ein und leistet eine Ersatzversorgung“, sagt Schröder. In diesem Fall gelten die allgemeinen Preise des Grundversorgers. Beim Wechsel des Stromversorgers empfiehlt der Verbraucherschützer grundsätzlich: Von Tarifen mit Vorkasse sollte man lieber die Finger lassen, denn seit dem Fall Teldafax ist die Pleite eines Energieversorgers zu einem realistischen Szenario geworden. Und für die Kunden ist es dann sehr schwierig, ihr Geld zurückzubekommen.

Außerdem sollten Verbraucher nicht blind auf Tarife mit einem Bonus vertrauen, denn der gilt nur für das erste Lieferjahr. „Tarifrechner sind für die Auswahl des optimalen Tarifs ein unerlässliches Hilfsmittel, aber man sollte die Ergebnisse von verschiedenen Rechnern vergleichen“, so Schröder.

Um den Vertrag mit dem Gas- und Wasserversorger müssen sich Mieter dagegen meist nicht selbst kümmern. Das organisiert der Vermieter. Allerdings müssen die Zugezogenen noch einige Behördengänge erledigen.
Die Meldung beim Einwohnermeldeamt ist gesetzlich vorgeschrieben. An vielen Orten ist die Anmeldung kostenfrei, doch man sollte die lokalen Meldefristen einhalten, sonst drohen Mahngebühren. Das Abmelden am alten Wohnort ist aber nur nötig, wenn man ins Ausland umzieht.

Auch beim Finanzamt ist eine Abmeldung nicht Pflicht. Es reicht aus, wenn man die nächste Steuererklärung an das zuständige Finanzamt am neuen Wohnort schickt. „Gewerbetreibende oder Freiberufler müssen innerhalb eines Monats die Verlegung ihres Sitzes dem neuen Finanzamt mitteilen“, sagt Markus Deutsch vom Deutschen Steuerberaterverband (DStV). Erst dann sei das alte Finanzamt nicht mehr zuständig. Die Finanzämter unterrichten sich dann gegenseitig über die neuen Zuständigkeiten. Im eigenen Interesse sollten Privatpersonen aber auch dem alten Finanzamt Bescheid geben. So können die Beamten die Akten schon einmal an das neue Amt weiterleiten und der Steuerzahler muss nicht unnötig lange auf seinen Steuerbescheid warten.

Wer Kinder hat, für die er Kindergeld bezieht, muss die neue Adresse auch der Familienkasse melden, die für das Kindergeld zuständig ist. Empfänger von Sozialleistungen müssen außerdem rechtzeitig vor dem Umzug ihre neue Adresse dem Arbeitsamt mitteilen, damit sie für das Amt stets erreichbar sind.

Einen weiteren Behördengang müssen Autofahrer erledigen. Wer in eine andere Stadt umzieht, muss sein Auto unverzüglich nach dem Umzug bei der Kfz-Zulassungsstelle ummelden. „Andernfalls droht ein Verwarnungsgeld von 15 Euro“, sagt Markus Schäpe, Leiter Verkehrsrecht beim ADAC.

Die Ummeldung kostet ab 27 Euro, hinzu kommen die Kosten für die Nummernschilder. Wer innerhalb einer Stadt umzieht, muss sein Fahrzeug dagegen nicht umschreiben, aber die neue Adresse in den Fahrzeugschein eintragen lassen. In manchen Bundesländern kann das bisherige Kennzeichen ausnahmsweise auch weiter verwendet werden.

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