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Bürokratie-Dschungel Wie man beim Umzug den Überblick behält

Ein neues Haus, eine neue Wohnung, Umziehen kann so schön sein. Doch wer der Heimat den Rücken kehrt, muss sich auf viel Bürokratie einstellen. Mit diesen Tipps geht beim Umzug alles glatt.
09.07.2012 - 08:22 Uhr Kommentieren
Zu einem Umzug gehört viel Organisation und Bürokratie. Quelle: dpa/picture alliance

Zu einem Umzug gehört viel Organisation und Bürokratie.

(Foto: dpa/picture alliance)

Düsseldorf Jedes Jahr packen Millionen Deutsche ihr Hab und Gut zusammen und ziehen um. Egal ob das neue Zuhause in der gleichen Stadt liegt oder am anderen Ende des Landes, eines ist immer gleich: Zum Umzug gehört viel Organisation und Bürokratie. Damit alles reibungslos klappt, müssen Fristen eingehalten und rechtzeitig neue Verträge geschlossen werden. Schon einige Monate bevor es losgeht, sollte man seine Verträge sichten. Welche sind an den Ort gebunden, welche kann man einfach mitnehmen?

Das Wichtigste für Mieter ist zunächst die Kündigung der alten Wohnung. Dafür gilt bei unbefristeten Mietverhältnissen eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Spätestens am dritten Werktag des neuen Monats muss die Kündigung beim Vermieter eingegangen sein. Dieses Jahr im August müsste die Kündigung also am dritten August beim Vermieter ankommen, damit das Mietverhältnis zum 31. Oktober endet.

Eine Ausnahme gilt für Mietverträge, in denen ein Kündigungsverzicht oder ein Kündigungsausschluss vereinbart wurde. „Damit diese Regelung gültig ist, muss sie jedoch gleichermaßen für Mieter und Vermieter gelten und darf nicht länger als vier Jahre dauern“, sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

Die Mietkaution muss der Vermieter so schnell wie möglich zurückzahlen. „In sehr schwierigen Fällen darf er sich aber bis zu neun Monate Zeit nehmen“, so der Mietexperte. Die Kaution für die neue Wohnung wird erst fällig, wenn das Mietverhältnis beginnt und nicht schon bei Vertragsabschluss. Außerdem habe der Mieter das Recht, in drei Raten zu zahlen.

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Standort erkennen

    Zu den besonders verbreiteten Verträgen zählen der Festnetz-, Mobilfunk- und Internetanschluss. Seit dem 10. Mai gibt es hier eine Neuerung: Der Verbraucher kann den laufenden Vertrag zu den aktuellen Konditionen in die neue Wohnung mitnehmen. Die Mindestvertragslaufzeit darf dann nicht von vorne beginnen. Kann das Telekommunikationsunternehmen die Leistung am neuen Wohnort nicht erbringen, hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht. Er darf mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen. „Das ist eine sehr Verbraucherfreundliche Neuerung des Telekommunikationsgesetzes“, sagt Dunja Richter, Juristin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

    Bei anderen Verträgen ist das dagegen nicht so einfach. Zu Verträgen mit Fitnessstudios gibt es beispielsweise noch keine eindeutige höchstrichterliche Rechtsprechung. „Nach unserer Erfahrung gibt es in diesem Bereich unterschiedliche Urteile von verschiedenen Instanzgerichten“, sagt Richter. So gingen manche Gerichte davon aus, dass es in den Risikobereich des Verbrauchers fällt, wenn dieser sich für eine längere Zeit vertraglich an das Fitnessstudio gebunden hat und dann umzieht.

    Meistens sei man deshalb auf die Kulanz des Anbieters angewiesen, wenn man frühzeitig aus dem Vertrag heraus wolle. „Wenn das Studio zu einer großen Kette gehört und eine Filiale am neuen und alten Wohnort hat, sollte man jedoch verhandeln, dass der Vertrag auf das andere Studio übertragen wird“, empfiehlt Richter.

    Mit dem Umzugsunternehmen vorab die Haftung klären
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