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Commerzbank-Ankündigung Negativzins trifft auch Kleinanleger

Kunden werden draufzahlen, wenn sie Geld zur Bank bringen. Daran müssen wir uns gewöhnen. Wer meint, dies gelte nur für Großinvestoren, der irrt. Der Strafzins betrifft auch Privatanleger – indirekt über Investmentfonds.
25 Kommentare

Verkehrte Welt: Strafe für Sparer? Belohnung für Kredite?

DüsseldorfEs ist soweit. Die erste deutsche Großbank reicht ihre Negativzinsen weiter. Nach der DZ Bank Luxemburg und der Skatbank im thüringischen Altenburg verlangt auch die Commerzbank Geld von denen, die Geld bei ihr parken wollen. Die genaue Höhe der Strafzinsen steht noch nicht fest und ist offenbar Verhandlungssache. 

Verhandeln müssen dann Geschäftskunden und institutionelle Anleger mit der Bank, Anleger, die große Vermögenswerte bei der Bank deponiert haben. Der wichtige Mittelstand soll dagegen keinen Strafzins zu befürchten haben. Bei den Konditionen werden sich die Commerzbanker vermutlich an den Skatbankern orientieren. Die verlangen seit Anfang November einen Negativzins in Höhe von 0,25 Prozent für Einlagen über 500.000 Euro, also 1.250 Euro.

Diese Zinsen werden Großinvestoren auch zahlen. Schließlich sind die Kosten, um das Geld beispielsweise in einem Tresor im eigenen Heim aufzubewahren, noch höher. Und was sind die sicheren Alternativen? In Staatsanleihen oder Geldmarktfonds kann der Verlust innerhalb von Tagen wesentlich größer sein.

Alle Banken versichern: Privatanleger sind von der Guthabengebühr nicht betroffen. Doch das stimmt nicht.  Zwar liegt die Anlagesumme eines Kleinanlegers schon per Definition unterhalb einer halben Million Euro. Doch auch diese Gruppe ist von Strafzinsen betroffen. Es reicht, Anteile an einem Investmentfonds zu besitzen.

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25 Kommentare zu "Commerzbank-Ankündigung: Negativzins trifft auch Kleinanleger"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es gibt alternativen für gute Rendite, man muß es nur wie die Banken machen! Leider ist dieser Zugang auch nicht für Kleinanleger gedacht, sondern für Kapitalstarkes Klientel, aber dafür mit Renditen wovon man nur träumen kann.
    Mittlerweile gibt es aber im Hochfinanzbereich auch ab 100 k sehr gute Möglichkeiten. Man muß nur etwas über den Tellerrand schauen ;-)

  • Banken müssen Mindestreserven vorweisen bevor sie Kredite von der EZB bekommen. Keine Einlagen keine Kredite.

  • EINE Branche gibt es ja, die wird ganz eindeutig sehr von dieser räuberischen Erpressung der Geldinstitüte profitieren:
    Die Tresor-Hersteller! (:

  • @ Name:

    Außerdem:
    alle haben einen Zins über Null, die USA etwa bei über 3% für 30 j. Treasuries.

    Offenbar wissen Sie nicht, wovon Sie schreiben.

  • @ Name:

    Sie übersehen: hier handelt es sich um Minuszins!

    Und ferner übersehen Sie, daß die von Ihnen genannten Staaten sehr gut allein zurecht kommen, solange sie eine eigene Währung haben. Die EWU hingegen nicht, wie an Griechenland, Zypern, Spanien, Portugal, Irland, Frankreich und auch Deutschland zu sehen ist - sofern man sehen kann und will.

  • Konkret hbedeutet dies nichts anderes, als das die Bank das Geld, dass bei ihr eingezahlt wurde nicht mehr zurück gibt oder zurück geben kann.

    Was ist denn, wenn bald der Einzelhändler das Wechselgeld nicht mehr zurück gibt?

    In der Sache nichts anderes. Die Bundesregierung wäre gut beraten, die Eigentumsgesetze neu zu fassen oder gänzlich zu streichen.

    Wenn jetzt jemand ruft "Hoch lebe die DDR! Hoch lebe der Sozialismus! Hoch lebe der Kommunismus!", was würden wir antworten?

    Baff wären wir! Der Strafzins ist nichts anderes als eine eigene Steuer, die von privaten festgesetzt wird. Sachlich ist es nichts anderes als Schutzgelderpressung.

    Wie weit will die Politik das Spiel mit uns noch treiben?


  • @ Martin Weiland
    Nicht unbedingt.
    Das Schuldgeldsystem ist am Ende. Es kann nicht mehr für alle schmerzfei weiter aufgeschuldet werden.
    Fiat-Money-System-Kollaborateure wie Rogoff möchten daher notfalls sogar die Bargeldabschaffung forcieren, was Bankenstürme bei Negativzinsen erschweren würde.
    Ich (und vermutlich Sie auch) möchten aber nicht den Kleinsparern sondernvor allem den Banken Schmerzen zufügen. Deshalb ist es zunächst einmal wichtig, das Ponzi-Schema des Fractional-Reserve-Banking zum Einturz zu bringen. Bei einem Mindestreservesysem der EU-Banken von 1% können Geschäfstbanken für jeden Euro, den ich nicht vom Konto abhebe, bis zu 99 Euro neuen Kredit schaffen und die Kreditexpansion weiterteiben. Nicht mehr mit meinem Geld - mein Konto ist längst geräumt, und meine Ersparnisse befinden sich in Form von Realwerten in mehreren Hochsicherheitstresoren.
    Machen das in kurzem Zeitraum genügend Kunden, kann man insbesondere die Banken, die mit einem Monsterhebel arbeiten, schon zum Deleveraging zwingen, sodass irgendwann dem System die Billionen-USD-Derivatebombe um die Ohren fliegt. Dann müssen wenigstens nicht nur die (Klein-)Sparer dran glauben, sondern auch die ganz, ganz Großen...

  • @Herr, ohne Name
    Sofern Sie mich meinen, als Sparer sind Sie ein Störenfried ersten Ranges, denn Sie meinen es steht Ihnen Zins zu, für was bitte? Dafür daß Sie Scheinchen auf Scheinchen legen? Das erzählt man Ihnen doch seit dem Weltspartag. Nur wenn,s zum Schwur kommt, ist Ihre Kohle genau Null wert.

  • Nun da stellt sich doch die Frage: Wer hat uns das alles eingebrockt. Eine Schreibe, die in ihrer Ähnlichkeit bei den Kriminellen.- und Terroristen Report zu finden ist.

  • Was hier abläuft ist eine schleichende Enteignung. Man geht arbeiten, bezahlt Einkommenssteuern. Man investiert mit gesparten Geld, auf das man schon Steuern gezahlt hat, geht Risiken ein und die Beutelschneider von Vater Staat halten wieder die Hand auf und erheben hier ne Steuer und da noch eine Steuer. Im Gleichschritt erheben die Banken nun Strafzinsen. Enteignung ist noch sehr milde ausgedrückt. Ich halte es für einen der größten Raubzüge der Geschichte. Abgesegnet von Abgeordneten und Parlamentariern, die artig "Ja" in den Parlamenten blöken.
    Leider ist die AfD zu rechtslastig geworden; nicht wählbar. Und im liberalen, scheintoten Lager tummeln sich zu viele Schnarchnasen und Lobbyisten. Zum kotzen ist das...

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