EU-Plan Bankkonten für alle!

Einem Zeitungsbericht zufolge soll jeder EU-Bürger künftig ein Grundrecht auf ein Girokonto haben. In einigen EU-Ländern gibt es dieses Recht bereits, in Deutschland dagegen nicht.
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Ein Bankkunde am Geldautomaten. Die EU plant einem Zeitungsbericht zufolge ein Grundrecht auf ein Bankkonto. Quelle: dpa

Ein Bankkunde am Geldautomaten. Die EU plant einem Zeitungsbericht zufolge ein Grundrecht auf ein Bankkonto.

(Foto: dpa)

FrankfurtJeder EU-Bürger soll einem Medienbericht zufolge künftig ein Recht auf ein Girokonto haben. Die EU-Kommission wolle in den 27 europäischen Ländern ein „soziales Grundrecht“ auf ein Bankkonto einführen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstag unter Berufung auf einen Gesetzentwurf von Binnenmarkt-Kommissar Michel Barnier.

Demnach haben derzeit 30 Millionen EU-Bürger ab 18 Jahren kein Bankkonto, die meisten davon in osteuropäischen Ländern. Viele von ihnen befänden sich in einem sozialen Teufelskreis, da ein Girokonto häufig die Voraussetzung für den Abschluss eines Mietvertrags oder für einen Telefon- und Internetanschluss sei. Die Betroffenen könnten so zum Beispiel nicht günstig im Internet einkaufen und von den Vorteilen des europäischen Binnenmarkts profitieren.

Das Konto für jedermann soll „grundsätzlich nötige Buchungen“ ermöglichen, also Zahlungseingänge und Abbuchungen, solange das Konto im Plus bleibt, wie es in dem Bericht heißt. Die Kontoführung solle möglichst gebührenfrei angeboten werden, in Ausnahmefällen dürften die Institute „erschwingliche“ Gebühren verlangen.

In einigen europäischen Ländern gibt es bereits ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Bankkonto, in Deutschland nicht. Die Kreditwirtschaft hat sich hierzulande aber selbst verpflichtet, für jedermann ein Konto anzubieten.

  • rtr
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7 Kommentare zu "EU-Plan: Bankkonten für alle!"

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  • Nun wissen wir ja warum man das einführt: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/09/eu-bereitet-richtlinie-zu-blitz-zugriff-auf-bank-konten-vor/

  • Hmmm, hier geht es ganz schön emotional zu. Ich würde mal sagen, 80% des Stoffs meiner Vorredner ist arg polemisch!
    Meine Meinung: Ein Anrecht auf ein Girokonto muss ja noch lange nicht zur Abschaffung des Bargelds führen. Wir müssen uns wohl klar sein, dass staatlicherseits die Kontrolle des Geldflusses über Girokonten viel leichter ist als bei Bargeld. Deshalb erfordert dies Gesetze, die den Zugriff des Staates und erst recht Dritter effektiv beschränken.
    Es gibt übrigens eine feine Alternative, solange nicht jeder ein Girokonto bekommt (Bank will nicht wegen SCHUFA usw.): Eine Prepaid-Karte! Das ist eine Kreditkarte, sieht auch genauso aus, hat aber eben keinen Kredit. Das erspart die ganze Bonitätsprüfung und das ganze andere Tamtam. Name, Geburtsdatum und Adresse reichen. In UK sind die da schon viel weiter. Gehaltszahlungen per Prepaid-Karte sind ganz normal (in die 20% der Berufstätigen). Aber Deutschland verschläft das Ganze.
    Außerdem bin ich mal gespannt, was am 1. Februar 2014 passiert (nur noch weniger als ein Jahr!!!!!), wenn SEPA dem ELV (Elektronisches Lastschriftverfahren) den Garaus macht. Im eCommerce wird sich m.E. einiges dann ändern. Hallo Deutschland! Die Bildzeitung regt sich über „IBAN der Schreckliche“ auf, dabei ist die absolut harmlos in DE: einfach Bankleitzahl plus Kontonummer plus 2 Prüfziffern, die es als einziges zusätzlich zu merken gibt.

  • Die Gerechtigkeitsschreie der Linken von SPDD/GRÜNEN und die LINKE kommen aus 10000,Höhe überhaupt nicht unten an und auch nicht bei Banken. Ein Girokonto für jeden eine selbstverständlichkeit bekommen weder Linke noch die CDU hin.
    Schliesslich regiert die Finanzmafia auch als Lobbyist im Bundestag und gibt den Ton an. da Kuschen die Gerechtigkeitsfanatiker. Auch die neue Finanzsteuer auf
    Börsenspekulationen wird schnell vom Markt verschwinden.
    Nur die Politiker bleiben.

  • Da das echte Geld der Bürger, nämlich Bargeld, zur Aufrechterhaltung der Euroschimäre und Verhinderung von Bank-Runs abgeschafft werden muss, braucht natürlich jeder ein Girokonto.

    Geld auf dem Girokonto ist dagegen kein Geld, sondern ein Kredit des Kontoinhabers an die Bank.

  • @Michael

    Sie sind überhaupt nicht paranoid. Ganz im Gegenteil.

    Warum es geht ist offensichtlich: EU-weite Abschaffung des Bargelds. Das kann natürlich nur dann erfolgen, wenn jeder ein Konto hat.

    Im Moment sind wir in der "Lock"-Phase (Zuckerbrot): Bankkonto für alle! Das ist aber nett von der lieben EUdSSR. Sie will mal den Armen und Entrechteten was Gutes tun. Das kennt man so gar nicht von ihr.

    Danach kommt, wie Sie schon ahnen die Pflicht dazu.

    Als nächster Schritt kann man dann das Bargeld abschaffen, denn jeder kann ja auf andere Weise bezahlen. Das hat auch für Banken den Vorteil, daß es keinen banksystemweiten "Bankrun" mehr geben kann. Man kommt nicht mehr raus.

    Für jeden Schritt werden dann natürlich gute Argumente geliefert: Steuerhinterziehung, Geldwäsche blablabla.
    (die bisherigen Maßnahmen haben die anglo-amerikanischen Megabanken nicht daran gehindert Geld aus Drogenhandeln und anderen Verbrechen zu waschen).

    In Wirklichkeit geht es längerfristig um die totale Kontrolle der Leibeigenen. Im Extremfall: wer nicht pariert, dem wird das Geld abgeschaltet. Per Knopfdruck. Oder die Identität, der Ausweis kann nämlich da auch gleich noch elektronisch implementiert werden.

    Endstufe: RFID-Chip im Ohr. Totale Kontrolle und Überwachung der Herde per Computer. Willkommen im Gefängnis-Planeten. Massenvieh-Haltung des Menschen.

    Aufwachen Leute. Vielleicht mal wieder Orwell lesen!
    Im Handelsblatt wird es jedenfalls nicht rechtzeitig stehen.

  • Erst ein Recht darauf, dann eine Pflicht. Wofür? Einfacherer Einzug bei Zwangsenteignung.

    Ich hoffe das bleibt nur eine Parodie einer paranoiden Verschwörungstheorie.

  • Die Allmacht der Banken wird das auch verhindern zu wissen. Oder braucht es für eine solche Maßnahme eine weitere Generation. Wir befinden uns in ständigem Wahlkampf un kurz vor knapp will man doch fürs Volk noch etwas tun. Liberaler Geldverkehr, das wäre doch mal was für die NEO-Klons, nicht nur zu fordern, auch auf die Reihe bringen. Kleinvieh macht bekanntlich viel Mist, also wird dort auch kräftig zugelangt.

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