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Gesellschaftliche Teilhabe Sparkassen wollen „Bürgerkonto“ für jedermann

Die Sparkassen in Deutschland wollen auch Kunden in finanziellen Schwierigkeiten ein Girokonto anbieten. Das neue „Bürgerkonto“ versteht sich als „Beitrag zum Gemeinwohl“, so Verbands-Präsident Georg Fahrenschon.
26.09.2012 - 15:03 Uhr 3 Kommentare
In Deutschland haben Schätzungen zufolge einige Hunderttausend ärmere Menschen kein Girokonto. Quelle: dpa

In Deutschland haben Schätzungen zufolge einige Hunderttausend ärmere Menschen kein Girokonto.

(Foto: dpa)

Berlin Die deutschen Sparkassen wollen ab Oktober ein „Bürgerkonto“ anbieten, das Kunden in finanziellen Schwierigkeiten nutzen können. Damit soll sichergestellt werden, dass wirklich jeder ein Girokonto bekommt, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Das Guthaben-Konto ermögliche etwa Überweisungen und Zahlungen mit EC-Karte. Bei den Entgelten soll es nicht teurer sein als normale Konten mit Überziehungsmöglichkeit. Die 423 Sparkassen verpflichten sich außerdem, Schlichtersprüche zu diesen neuen Konten anzuerkennen. In Deutschland haben Schätzungen zufolge einige Hunderttausend ärmere Menschen kein Girokonto.

Mit dem „Bürgerkonto“ gingen die Sparkassen über eine freiwillige Selbstverpflichtung der Bankenbranche hinaus, sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon. „Wir sind überzeugt, dass dies ein wichtiger Beitrag zum Gemeinwohl ist.“ Verbraucherschützer und Politik kritisieren die Kreditwirtschaft seit längerem für zögerliche Konten-Angebote für jedermann. Auf EU-Ebene sind schärfere rechtliche Vorgaben in der Diskussion.

In Deutschland gibt es inzwischen rund 2,6 Millionen Girokonten für jedermann, die Kunden mit finanziellen Problemen nutzen können, solange ein Guthaben vorhanden ist. Die Bundesregierung hatte jüngst die Umsetzung entsprechender Empfehlungen kritisiert - etwa, dass Schlichtungssprüche in Streitfällen von Instituten nicht verbindlich anerkannt werden. Auch zu Entgelten für solche Jedermann-Konten gibt es den Angaben zufolge bisher keine allgemeinen Vorgaben. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 94 Millionen Girokonten.

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    3 Kommentare zu "Gesellschaftliche Teilhabe: Sparkassen wollen „Bürgerkonto“ für jedermann"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • geringes einkommen ist nicht ein hindernis für eine kontoeröffnung. problematisch sind negative schufa-einträge. und da braucht man die banken für eine ablehnung eines kontos nicht anzuprangern. oder würden sie als privatperson jemanden z.b. eine wohnung vermieten,der bereits insolvenz eröffnet hat oder eine eidesstattliche versicherung abgegeben hat?

    • Für die Bargeldabschaffung nach/während des EURO-Crash "benötigt" der gläserne BÜRGE(R) zwangsläufig ein Konto!
      Alle!

    • WIE nur kann man in D KEIN Girokonto haben?? Mich hat eine niederländische und führende Direktbank NIE nach meinen Einkünften gefragt! Da mache ich meine Transaktios. Ebenso wenig prüfte eine Bank aus Ludwigsburg.

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