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Girokonten-Vergleich Kontowechsel statt Kundentreue

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Reine Smartphone-Bank will rasant wachsen

Der Vorsprung der Direktbanken bei der Kundenloyalität schrumpft zwar. Denn auch viele Filialbanken versuchen ihre Kunden zunehmend online und mobil zu erreichen. Ein Grund zum Ausruhen ist das nicht: Die Kunden, die Bain befragt hat, verweisen vor allem Privatbanken und Sparkassen auf die hinteren Plätze. Konkrete Namen will die Beratungsgesellschaft allerdings nicht nennen.

Neue Konkurrenten wie das Start-up N26 (bislang: Number 26) mit seinem mobilen Bankkonto machen den Banken zudem das Leben schwer. Gerade erst hat die junge Berliner Firma eine Vollbanklizenz erhalten und angekündigt, dass Geschäft europaweit aufbauen zu wollen. „Die Filiale der Zukunft wird das Smartphone sein“, betont Valentin Stalf, einer der beiden Number 26-Gründer.

Dass sich die ING-Diba bei der Kundenloyalität an die Spitze gesetzt hat, wundert die Bain-Experten nicht. Das Institut begreife die laufende Digitalisierung als Chance, sich einen Vorsprung im Wettbewerb zu erarbeiten, heißt es in der Studie. Eine Rolle dürfte dabei auch die Anbindung des Instituts an den niederländischen ING-Konzern spielen. In dessen Heimatmarkt ist die Digitalisierung des Finanzsektors erheblich weiter fortgeschritten als in Deutschland.

So sind die deutschen Bankkunden im internationalen Vergleich auch keine Vorreiter, was das Mobile-Banking betrifft. „Während Deutsche es vor allem für Routinetransaktionen nutzen, funktioniert es in den Niederlanden bereits als Vertriebskanal“, sagt Bain-Partner Markus Bergmann. Dort kaufen Kunden selbst komplexe Produkte wie einen Kredit per App oder mobiler Webseite. Kritisch sieht der Experte daher, dass viele Bankprodukte wie EC- oder Kreditkarten immer noch analog im Geldbeutel stecken und nicht in digitaler Form auf dem Mobiltelefon sind: „Auf Dauer drohen die Banken so ins Abseits zu geraten.“

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