Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Girokonto Banken erhöhen heimlich die Gebühren

Schon wieder Ärger um die Banken: Immer mehr Geldinstitute führen die Gebühren für Kontoführung wieder ein. Kunden bekommen davon oft gar nichts mit. Verbraucherschützer raten zum Wechsel.
18.10.2012 - 11:55 Uhr 95 Kommentare
Immer mehr Banken schaffen das Gratiskonto ab. Quelle: dpa

Immer mehr Banken schaffen das Gratiskonto ab.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Seit Sommer hat sich so manches Geldinstitut auf leisen Sohlen vom Gratis-Girokonto verabschiedet und wieder auf Gebühren umgestellt. „Den Anfang machte die Santander Bank, die HypoVereinsbank zog nach sowie diverse kleinere Sparkassen“, hat Annabel Oelmann, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, beobachtet.

Der Rückzug vom Nulltarif liege bei Filialbanken klar im Trend. Dafür haben reine Online-Banken eine Art Gegenoffensive gestartet, um unzufriedene Kunden abzufischen. Sie zahlen derzeit bis zu 100 Euro Prämie für jeden Neukunden - das kostenlose Girokonto gibt es sowieso.

Das Wiedereinführen von Gebühren für Konten, die oft jahrelang kostenfrei waren, habe viele Verbraucher auf die Palme gebracht, berichtet Oelmann. „In unseren Beratungsstellen machten Unzählige ihrem Ärger Luft.“

„Die Sensibilität für Bankgebühren nimmt bei den Bürgern zu“, betont auch Kerstin Backofen von Stiftung Warentest. Der Großteil der Kunden habe allerdings noch gar nicht mitgekriegt, dass er fürs Konto bald wieder zahlen soll, ist Oelmann überzeugt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Denn die Umstellung macht sich unterschiedlich bemerkbar, je nach Filialbank. Mal wird das kostenfreie Kontomodell ganz abgeschafft und auf kostenpflichtige Alternativen verwiesen, mal an neue Guthabengrenzen, Mindesteingänge oder -umsätze gekoppelt.

    Beispiel Santander: Das spanische Bankhaus, das seine Kunden von der schwedischen SEB-Bank übernahm und offenbar als erstes an der Gebührenschraube drehte, überraschte die Inhaber des Gratis-Kontos Giro4free mit folgendem Schreiben: „Glückwunsch. Ab sofort nutzen Sie GiroStar 1 Jahr kostenfrei!“ Die Angeschriebenen brauchten „nichts weiter zu unternehmen“, außer nach einem Jahr für den Wechsel von „free“ zu „Star“ monatlich 5,99 Euro zu zahlen.

    „All die, die den Brief als Werbeaktion wegwarfen, kriegen die Kostenpflicht erst in ein paar Monaten mit“, erläutert Oelmann. Andere Geldinstitute hätten die anstehenden Veränderungen wenigstens klar formuliert und nicht als Marketingaktion verpackt.

    „Nicht ärgern, sondern wechseln“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    95 Kommentare zu "Girokonto: Banken erhöhen heimlich die Gebühren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Anhand der Kommentare habe ich den Eindruck, daß die
      Bankenlobby aktiv ist!
      Zur rechtlichen Seite hat das LG Mönchengladbach unter dem
      AZ.: O 62/12 festgestellt, daß eine einseitige Änderung der Vertragsbedingungen nicht rechtmäßig ist.

    • Ich würde den Sparkassen und Volksbanken vorschlagen, einfach ein kostenloses Konto ohne Mindestgeldeingang einzuführen, bei dem aber für jede beleghafte Buchung (d. h. schriftliche Einreichung einer Überweisung o. ä., Bareinzahlung ohne Automat) ein Entgelt zu zahlen ist und max. 5 Geldabhebungen im Monat kostenlos sind (wie bei den PSD-Banken) - ganz ohne geht es nicht, irgendwie müssen die Personalkosten und sonstige Kosten ja gedeckt werden. So kann eine Abwanderung zu den Direktbanken verhindert werden. Wenn die meisten Kunden allerdings sowieso nicht zu den Direktbanken wechseln, ist dies nicht nötig, wäre aber moderner und kundenfreundlicher.
      Für die Deutsche Bank und Commerzbank gilt das nicht, bei denen gibt es ja die norisbank und comdirect bank als Direktbanken in Form eines Tochterunternehmens.

    • ...Sie haben darüber hinaus vergessen, die GEZ zu erwähnen... ...auch ist sicherlich eine besondere "Leistung" der Versicherer darin begründet, daß z.B. Versicherungsbeiträge, die unterjährig gezahlt werden, bei gleicher "Gegenleistung" einen Ratenzahlungszuschlag von bis zu 6% haben können... ...aber manchem Beitragszahler scheint es noch immer zu gut zu gehen...

    • @Fugger: Danke für das Kompliment. Muss allerdings widersprechen. Denn die Sparkassenorganisation, zu der die Landesbanken als Zentralbanken der Sparkassen zählen, haben sehr wohl in nicht unbeträchtlichem Maße Staatshilfen in Anspruch nehmen müssen. So die HSHNordbank ca. 3 Mrd Euro, die WestLB insgesamt 9 Mrd. Euro, die Landesbank Baden-Württemberg insgesamt 5 Mrd. Euro, die BayernLB erhielt 10 Mrd. Euro vom Freistaat Bayern und die Landesbank Hessen-Thüringen erhielt ca. 480 Mio. Euro Zuschüsse vom Land Hessen. Sicherlich haben auch die kleinen Sparkassen hier ihren Teil zu beigetragen, aber der Großteil der Rettungsgelder kam vom Staat und damit vom Steuerzahler.

      MfG,
      der Spielverderber

    • ...nicht immer...: ...manchmal wird auch "frisiert"... ...der eine die Bilanzen der andere das Outfit... ;-)

    • @ Spielverderber
      Ich finde Ihre Meinung hier sehr gut. Ich bewundere das Fachwissen und stimme Ihnen zu 98 % zu. Allerdings möchte ich kurz korrigieren, dass die Sparkassen auch ohne staatliche Hilfen auskommen. Wenn denen was passieren würde bedienen diese sich aus ihrem hauseigenen Haftungsfonds (Vergleich §23a KWG). Ich bitte hier die Sparkasse mit den freien Sparkassen zu unterscheiden.

      Ansonsten weiterhin frohes argumentieren gegen einige Kommentatoren die wahrscheinlich eh nicht genau wissen, wovon diese hier sprechen (wahrscheinlich kostenfreie Konten bei der Skatbank in Anspruch nehmen; ihr Geld bei der RBS anlegen, die diese Einlagen im super stabilen Griechenland investieren und sich vom AWD oder Voice economy über Versicherungen beraten lassen und dabei immer die richtigen Konditionen bei den richtigen Versicherern bekommen). Dazu sage ich nur Bazinga =)

    • Kunde gibt Überweisung ab, Überweisung geht an Zentrale = 1 Tag

      Überweisung geht raus, am nächsten Tag beom Empfänger = 1 Tag, macht in Summe 2 Tage.... einfach oder? Gben Sie Ihre Überweisung doch Online ein, dann ist sie (mittlerweile) in der Regel am nächsten Tag, innerhalb eines Bankenverbundes meist schon am gleichen Tag beim Empfänger....

      Vielleicht sollten hier einige mal den Ball flach halten und sich nicht über Abläufe äußern, die sie nicht kennen.

    • Ist es nicht seit Jahren klar, dass das Bankengeschäft in Deutschland defizitär ist? Liegt das vielleicht an der Null-Kosten-Mentalität des deutschen Verbrauchers? Dafuer wird man wo anders 'belangt'. Ich weiß lieber, transparant, was es kostet, anstatt versteckt.

      Außerdem kann man derartigen Erhöhungen serwohl widersprechen.

      Schwacher Artikel.

    • @NKM: Die Einlagen sind in Deutschland gesetzlich bis max. 100.000€ pro Person abgesichert. Die Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken) bieten ihren Kunden allerdings darüber hinaus eine 100%ige Absicherung aller Einlagen und sogar nachrangiger Einlagen, welche in den sonstigen Sicherungssystemen aufgrund der Nachrangabrede ausgenommen ist. Volks- und Raiffeisenbanken inkl. ihrer Zentralbanken und Verbundunternehmen sind übrigens die einzige Bankengruppe Deutschlands, die ohne einen Cent Staatshilfe ausgekommen sind. Dies trifft noch nicht einmal auf die Sparkassen zu! Das konservative Geschäftsmodell Geld regional einzusammeln und für die Privatkunden und Mittelständler zur Verfügung zu stellen, für das die Genossenschaftsbanken jahrelang belächelt wurden ist die stabile Stütze des gesamten Bankensystems Deutschlands und des regionalen Mittelstands. Man sollte wirklich einmal in sich gehen und darüber nachdenken, ob es nicht sinnvoll ist lieber einer solchen Bank zu vertrauen, als beispielsweise einer DKB mit Top-Konditionen, welche wiederum die Tochterbank der BayernLB ist, die sich mit am stärksten verzockt hat und auf Staatshilfen angewiesen war.

      MfG,
      der Spielverderber

    • @NKM. Ihre Aussage ist schlicht und ergreifend falsch! Banken und damit auch Filialbanken sind seit einigen Jahren gesetzlich gezwungen alle Kunden mindestens 2 Monate vor einer Änderung der AGB, Sonderbedingungen oder des Preis- und Leistungsverzeichnisses schriftlich zu informieren.

      MfG,
      der Spielverderber

    Alle Kommentare lesen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%