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Girokonto Deutsche misstrauen den Banken im Land

Seit der Finanzkrise probieren die Banken viel aus, um ihren Ruf zu verbessern. Der Erfolg ist bislang mäßig, wie eine Studie zeigt. Für den Vertrauensverlust gibt es vor allem einen Grund.
21.02.2017 - 20:22 Uhr Kommentieren
Viele Deutsche misstrauen der Finanzindustrie – setzen aber dennoch auf das persönliche Beratergespräch. Quelle: dpa
Vertrauensverlust

Viele Deutsche misstrauen der Finanzindustrie – setzen aber dennoch auf das persönliche Beratergespräch.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Vertrauen der Bürger in deutsche Banken ist beschädigt. 58 Prozent der Deutschen glauben, die Banken würden sich vor allem auf ihre Profite konzentrieren – anstatt auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Nur fünf Prozent bewerten das Angebot der Banken als fair. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov. Beauftragt wurde sie von TransferWise, einem Online-Anbieter für Auslandsüberweisungen.

Die befragten Bankkunden kritisieren vor allem einen Punkt: zu hohe Preise. Auf die Frage, was sie gerne an ihrem Finanzdienstleister ändern würden, äußert ein Großteil den Wunsch nach niedrigeren Gebühren. Kein Wunder: Zahlreiche Banken und Sparkassen haben in den vergangenen Monaten ihre Girokonten verteuert.

Viele Geldhäuser erheben jetzt auch für einzelne Buchungen – etwa das Geldabheben am Automaten oder Onlinetransaktionen – eine Gebühr. Ein Grund dafür sind die Dauerniedrigzinsen. Sie zwingen die Banken, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Für Start-ups aus der Finanzbranche ist das eine Chance: 36 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in Zukunft auch jungen Finanzunternehmen eine Chance zu geben. Voraussetzung: Die Dienstleistungen müssen bei den Start-ups günstiger sein.

Manchen neuen Techniken misstrauen die Kunden jedoch. Jeder Dritte Befragte bezweifelt die Sicherheit der Online-Banken. Das schlägt sich vor allem bei der Nutzung des Smartphones nieder. Nur fünf Prozent aller Deutschen greifen für Bankgeschäfte auf ihr Smartphone zurück, deutlich weniger als in anderen europäischen Ländern. Zwölf Prozent der Franzosen nutzen ihr Smartphone für Bankgeschäfte, in Großbritannien sind es 15 Prozent.

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    Dennoch spielt das Netz eine immer größere Rolle: Vor einer wichtigen Entscheidung recherchieren 89 Prozent aller Bankkunden zuerst im Internet. Im Gegensatz zum Online-Banking nutzen sie dafür vor allem ihr Smartphone. Das belegt eine repräsentative GfK-Studie, die von der Postbank und Google in Auftrag gegeben wurde.

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