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Global Wealth Report Der globale Reichtum wächst langsamer – Deutschland auf Rang fünf

Das globale Vermögen hat im vergangenen Jahr kaum zugelegt, zeigt der „Global Wealth Report“. Das liegt auch an der Entwicklung am Aktienmarkt.
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Die BCG-Studie vermisst einen lukrativen Markt für die Bankenbranche. Quelle: dpa
Geld

Die BCG-Studie vermisst einen lukrativen Markt für die Bankenbranche.

(Foto: dpa)

Zürich Wie reich sind die Reichen? Alljährlich versucht die Beratungsfirma BCG mit ihrem „Global Wealth Report“, die globalen Finanzvermögen zu vermessen. Das jüngste Ergebnis: Das weltweite Privatvermögen lag im vergangenen Jahr bei rund 205,9 Billionen US-Dollar.

Viel Geld – aber nur wenig mehr als im Vorjahr. Demnach wuchs das globale Vermögen zwischen 2017 und 2018 lediglich um 1,6 Prozent – und damit deutlich langsamer als in den vergangenen Jahren, in denen die Aktienmärkte von Rekord zu Rekord eilten. Trotzdem gibt es laut BCG immer mehr neue Millionäre.

Dass der globale Reichtum im vergangenen Jahr kaum zulegte, erklären die BCG-Experten mit der mauen Entwicklung des Aktienmarkts. 

„Angetrieben durch internationale Handelskonflikte, den Brexit und steigende Zinsen war 2018 das schlechteste Börsenjahr seit der Finanzkrise“, sagt BCG-Partnerin und Studienautorin Anna Zakrzewski.

Das schlechte Börsenjahr bekamen auch die Deutschen zu spüren. Ihr Vermögen kletterte demnach währungsbereinigt um 1,9 Prozent auf 7,5 Billionen US-Dollar. Den Löwenanteil ihres Vermögens – rund 41 Prozent – halten die Deutschen dabei in Bargeld oder auf dem Sparkonto. 19 Prozent sind in Aktien und Fonds angelegt, und damit rund zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

„Aufgrund des relativ niedrigen Anteils der Anlagen in Aktien und Fonds haben die Deutschen aber auch weniger unter dem schwachen Börsenjahr gelitten“, sagt BCG-Expertin Zakrzewski.

Globale Vermögen sind sehr ungleich verteilt

Gemessen an ihrem Reichtum belegt die Bundesrepublik im globalen Vergleich den fünften Platz. Noch mehr Reichtum gibt es in den USA (85,3 Billionen Dollar), gefolgt von China (21 Billionen Dollar), Japan (16,3 Billionen Dollar) und Großbritannien (8,9 Billionen Dollar).

Doch reich ist nicht gleich reich: Die globalen Vermögen sind sehr ungleich verteilt. Rund die Hälfte des globalen Vermögens befindet sich laut BCG in der Hand von Millionären – und die Berater erwarten, dass sich ihr Anteil am globalen Vermögen weiter vergrößert. 

Im vergangenen Jahr gab es demnach insgesamt 22,1 Millionen Menschen, die eine Million Dollar oder mehr besaßen. Das sind rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Millionäre leben in Nordamerika, doch Asien holt auf: Dort dürfte es in den kommenden Jahren die meisten neuen Millionäre geben, so BCG.

Mit der Studie, die in diesem Jahr zum 19. Mal erschienen ist, vermessen die BCG-Experten einen lukrativen Markt für die Bankenbranche. Denn die vermögende Kundschaft wird von zahlreichen Instituten umgarnt.

BCG sieht die größten Wachstumschancen bei den so genannten „Affluents“ – das sind wohlhabende Kunden, die zwischen 250.000 und einer Million Dollar gespart haben. Weltweit zählt BCG rund 76 Millionen dieser wohlhabenden Kunden.

Für den „Global Wealth Report“ greift die Beratungsfirma auf öffentlich verfügbare Daten zurück. Laut BCG werden dabei 97 Länder abgedeckt, die zusammen 98 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts abdecken.

Mehr: Die mehr als 2000 Milliardäre weltweit sind ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Wie sie an ihr Geld kommen und wofür sie es ausgeben, verändert unser Leben.

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