Kreditkarten Die besten Kreditkarten für Kinder

Wer beim Shopping über die Stränge schlägt oder Kinder mit Bargeldersatz ausstatten möchte, weiß Prepaid-Kreditkarten mit festem Limit zu schätzen. Einige Karten haben aber ihre Tücken. Kunden können Minus machen.
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Eis, Comic oder Schokolade? Auch Kinder können mit Kreditkarten zahlen. Quelle: Getty Images

Eis, Comic oder Schokolade? Auch Kinder können mit Kreditkarten zahlen.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfMit der Kreditkarte bezahlen und auf dem Konto dennoch immer im Plus sein – mit diesem Versprechen werben Banken für ihre Prepaid-Kreditkarten. „Ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung“ nennt zum Beispiel die Hamburger Sparkasse (Haspa) ihr Angebot. Bei 29 Millionen Partnerunternehmen weltweit könnten die Kunden damit zahlen, heißt es auf der Webseite. Und das Beste: „Sie bestimmen ihr Limit selbst“. Kein Raum für Shopping-Exzesse – keine Schulden.

Das Prinzip ist einfach: Ähnlich wie beim Handy kann man die Prepaid-Kreditkarte jederzeit aufladen und solange damit einkaufen, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Bei den weit verbreiteteren Debit-Kreditkarten rechnet die Bank dagegen alle Ausgaben am Monatsende zusammen und bucht sie vom Girokonto ab.

Übersteigen die Kreditkartenbuchungen dann das Kontoguthaben, geht es schnell ins Minus. Durch Prepaid soll das vermieden werden. Deshalb sind die bunten Plastikkarten nicht nur bei Eltern beliebt, die die Ausgaben ihrer Kinder kontrollieren wollen. Auch Menschen, die Schwierigkeiten haben, an eine normale Kreditkarte zu kommen, können diese Variante nutzen. Man braucht für sie keine Schufa-Auskunft.

Doch wer glaubt, dass das Wort „Prepaid“ tatsächlich die volle Gebührenkontrolle bedeutet, liegt falsch. Denn auch die im Voraus aufgeladenen Kreditkarten bergen Kostenfallen, kritisieren Verbraucherschützer. Etwa Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die Verbraucherschützer haben die Angebote von 25 Banken verglichen. Das Ergebnis ist ernüchternd: „Bei mehr als der Hälfte der Kreditkartenanbieter fanden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen Klauseln, die ein Überziehen der Kreditkarte über das Limit hinaus ermöglichten“, sagt Oelmann.

Das gilt auch für die „Haspa Prepaid Karte“ In den Geschäftsbedingungen heißt es dort: „Etwaige nicht vom Kartenguthaben gedeckte Kartenverfügungen und/oder Entgelte werden dem im Kartenantrag angegebenen Abrechnungskonto belastet.“

Neben der Commerzbank und der PSD Rhein-Ruhr gehört die Sparkasse zu den Banken, die von den Verbraucherschützern deshalb abgemahnt wurden. Sowohl die Commerzbank als auch die PSD Rhein Ruhr haben inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben. Die Genossenschaftsbank möchte künftig auf die Bezeichnung „Prepaid“ verzichten. Die Haspa verteidigt ihre Vertragsklauseln hingegen vor Gericht – Ausgang offen.

Wenn Kinder ihr Limit brechen
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17 Kommentare zu "Kreditkarten: Die besten Kreditkarten für Kinder"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Wie Kinder in die Schuldenfalle rutschen"
    "Ockhams_Rasiermesser
    ... Jeder ihrer Kommentare trieft vor Respektlosigkeit ihren Mitmenschen gegenüber."

    "17.02.2014, 10:14 Uhr N_K
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette"

    Redaktion:
    Nach welchen "netiquette"-n wählen Sie eigentlich Ihre Lösch-Orgien aus? Wenn das scheinheilige "RASIERMESSER" nahezu jeden anderen Teilnehmer beleidigt (mir unterstellte er u.a. zum Beispiel am 29.1.: "Für ihre unterdrückte Homosexualität kann keiner was. Nur sie.")
    ist das anscheinend in Ordnung, wenn man diesem Herrn aber empfiehlt, sich wegen seiner Äußerungen im Spiegel zu betrachten, wird das wegen "persönlich"em "netiquette"-Verstoß gelöscht. Es würde mich nicht wundern, wenn dieser Zeitgenosse sich bei Ihnen ob dieser Empfehlung beschwert hätte wegen Diskriminierung oder sonst was und natürlich ein offenes Ohr fand.

    Ich würde mal gerne die übereifrigen "Löschfiguren" Ihres Redaktionsstalles persönlich betrachten zum Vergleich, ob mein Bild von bzw. Meinung über Euch arg daneben liegt.

  • Plastikgeld gibts fürs eigene Kind erst dann, wenn ein Preis-/Wertegefüge verinnerlicht ist und Preisvergleiche logisch und gemessen an den ausgewiesenen Preisen vorgenommen werden können. Bis dahin bleibt nur Bares Wahres. So hab ich es selbst kennen gelernt und es hat bestens funktioniert. Warum sollte ich das nicht genau so weitergeben?

  • Die ältere Generation sitzt auf ihrem Vermögen und wundert sich über die Möglichkeiten heute, anderen permanent das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Aber zu jedem Geschäft gehören eben zwei.
    Die von i-phones, tablets und anderem Müll verdummte Generationen sind eben die Erben von Morgen, und die gilt es früh zu binden um noch mehr Kohle in Zukunft abgreifen zu können.
    Da ist es natürlich besser, daß sich die Sprößlinge auch schon rechtzeitig verschulden.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • @Beobachter

    Viele Schreibfehler der Kommentatoren sind der Eile, mit der Kommentare geschrieben werden, geschuldet.

  • Dem kann ich nur zustimmen (Wohnort BW, 2 Kinder mit größerem Zeitabstand an BW-Gymnasien, beim 2. Abi 2013). Ich (Wirtschaftstudium im Ostblock) habe meinen Kindern vernünftigen Umgang mit Geld, Fernsehen (vor 15 nicht im KiZi), sowie Werbung und staatlichen Propagada einigermaßen daheim beigebracht. Leider sind (nach 50 Jahren Erziehung zum Konsumvieh) nicht alle Menschen in BRD in der Lage es selbst zu tun.

  • @ HofmannM
    Da gebe ich Ihnen völlig recht!

  • "Wobei sich ja die Frage stellt, warum Kinder überhaupt eine Kreditkarte brauchen."
    ---
    Brauchen sie nicht und das gäbe es bei mir auch nicht. Wöchentliches, später dann monatliches Taschengeld und gut ist. Wenn weg, dann weg. So lernt man einteilen.
    Kreditkarten verlangen eine Ausgabendisziplin, wie sie nicht mal viele Erwachsene besitzen.

  • Das System der Karten, die Geld ersetzen (sollen) ist grundsätzlich verbraucherunfreundlich, weil darauf ausgelegt, daß schneller Schulden gemacht werden! Banken "verdienen" nun einmal das meiste Geld mit Überziehungskrediten, weil sie dafür die höchsten Zinsen nehmen können. Plastikgeld sorgt dafür, daß die Kunden die Übersicht über ihre Finanzen schneller verlieren und damit schneller ins Minus rutschen! Für Minderjährige und auch weniger Gebildete ist Plastikgeld geradezu Gift!

    Zumindest im Falle der Minderjährigen sollte der Staat die Ausgabe und die Benutzung von Plastikgeld ganz verbieten. Wenn solch eine Vorgabe beim Verkauf bei Alkohol und Zigaretten klappt, müßte es hier ein Leichtes sein!
    Auch bei Mobiltelephonen für Jugendliche sollte diese Funktionen gesperrt sein!
    Umgang mit Geld kann man nur mit Bargeld lernen, die Handhabung von Plastikgeld und Mobiltelephonen müssen Kinder nicht lernen, das können junge Leute komischerweise ganz von sebst!
    Zu ermöglichen, daß junge Menschen schon mit einem Haufen Schulden auf dem Buckel ins Leben starten sollte im Interesse eines jeden Staates / Volkes stehen!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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