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Lebensversicherung Über Überschussbeteiligung muss detailliert informiert werden

Die Verbraucherzentrale Hamburg punktet vor Gericht gegen die Alte Leipziger. Der Lebensversicherer hatte Kunden die Überschussbeteiligung nicht detailliert genug dargestellt. Auch andere Unternehmen handhaben das so.
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Die Verbraucherzentrale Hamburg überprüfte Standmitteilungen von 68 Versicherern. Quelle: dpa
Lebensversicherung

Die Verbraucherzentrale Hamburg überprüfte Standmitteilungen von 68 Versicherern.

(Foto: dpa)

FrankfurtLebensversicherer müssen ihre Kunden nach einem Urteil des Landgerichts Frankfurt detailliert über einen wichtigen Teil der Verzinsung - die Überschussbeteiligung - informieren. In dem jährlichen Schreiben an die Kunden über den Wert der Policen müssen die Überschussanteile und/oder darin garantierte Teilbeträge gesondert ausgewiesen werden, wie ein Gerichtssprecher am Montag auf Anfrage erläuterte. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Hamburg. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die laufende Verzinsung klassischer Lebens- und Rentenversicherungen setzt sich aus der Überschussbeteiligung und dem Garantiezins zusammen. Die Versicherer setzen die Überschussbeteiligung jedes Jahr je nach Wirtschaftslage und Anlagestrategie neu fest.

Laut Gesetz hätten Verbraucher einen Anspruch darauf, „alljährlich eine Information über den Stand der Überschussbeteiligung zu erhalten“, erläuterte Sandra Klug, Leiterin des für Versicherungen zuständigen Hamburger Marktwächter-Teams. Das Gesetz verlange lediglich ein Minimum an Informationen für Verbraucher. „Umso unverständlicher ist es, wenn ein Versicherer nicht einmal diese Anforderungen erfüllt“, kritisierte Klug.

Die Marktwächter hatten im vergangenen Jahr 68 sogenannte Standmitteilungen von klassischen Kapitallebensversicherungen genauer unter die Lupe genommen. Ein Viertel enthielt demnach nicht vollständig die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben.

Exemplarisch klagten die Verbraucherschützer gegen die Alte Leipziger. Zwar hatte der Versicherer dem Gericht zufolge die Anforderungen vor dem Prozess umgesetzt, aber keine Unterlassungserklärung abgegeben. Die Forderung der Verbraucherzentrale, auch die Entwicklung der Überschussanteile der letzten Jahre darzustellen, wies das Gericht ab. Die Alte Leipziger kündigte an, das Urteil zu überprüfen. (Az. 2-06 O 375/16)

Die starken und schwachen Lebensversicherer
Platz 12: Ergo Leben
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Die Lebensversicherung der Munich-Re-Tochter aus Düsseldorf muss sich mit dem wenig schmeichelhaften letzten Platz abfinden. Der Experte der Hochschule Ludwigshafen Hermann Weinmann vergibt nur 400 Punkte. Bei der Ergo hätten sich zwar die Bewertungsreserven gut entwickelt, doch die Kostensituation sei unverändert schwierig, mahnte der Experte.

(Foto: dpa)
Platz 11: Provinzial Nordwest
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Die zweitgrößte öffentliche Versicherungsgruppe Deutschlands landet dagegen auf einem der beiden letzten Ränge. Das Institut vergibt nur 400 Punkte, was lediglich für eine Einstufung auf dem Level „schwach“ reicht.

(Foto: dpa)
Platz 9: Aachen-Münchener Leben
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Das Unternehmen aus Aachen bringt es auch auf 450 Punkte und wird mit „steigerungsfähig“ benotet.  Steigerungsfähig“ soll bedeuten, dass in Teilbereichen ein betriebswirtschaftliches Zurückbleiben vorliegt.

(Foto: Aachen Münchener)
Platz 9: Generali Leben
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Der traditionsreiche Versicherer, dessen deutscher Sitz in München ist, erhält 450 Punkte und muss ebenfalls mit der Einstufung „steigerungsfähig“ Vorlieb nehmen.

(Foto: dpa)
Platz 7: Bayern-Versicherung
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Die Aktiengesellschaft aus der Münchener Maximilianstraße erreicht 550 Punkte und wird ebenfalls als „steigerungsfähig“ benotet.

(Foto: dpa)
Ebenfalls Platz 7: Zurich Deutscher Herold
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Der Versicherer aus Bonn wurde von den damaligen Zurich Financial Services aufgekauft und gehört nun zu den Tochtergesellschaften des mittlerweile als Zurich Insurance Group agierenden Versicherungsunternehmens. Mit 550 Punkten wurde das Institut mit dem Prädikat „steigerungsfähig“ bewertet.

(Foto: dpa)
Platz 6: Cosmos Leben
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Die Versicherungsgruppe aus Saarbrücken rangiert mit 600 Punkten im Mittelfeld. Das Institut verteilte an Cosmos das Prädikat „steigerungsfähig“.

(Foto: CosmosDirekt)
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  • dpa
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