Nach der EZB-Entscheidung Banken senken Dispozinsen

Nach der Zinssenkung durch die EZB verschlechtern sich die Konditionen für Sparguthaben. Für Schuldner wird es dagegen günstiger. Erste Banken haben bereits angekündigt, die Dispozinsen zu senken.
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Nach der EZB-Zinssenkung dürften auch die Dispozinsen sinken. Quelle: dpa

Nach der EZB-Zinssenkung dürften auch die Dispozinsen sinken.

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FrankfurtNach der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) passen die Banken ihre Konditionen an. Sparer erhalten künftig weniger, Schuldner kommen besser weg.

Erste Banken kündigten an, die Dispozinsen zu senken. Ein Sprecher der Deutschen Bank erklärte gegenüber "Bild.de", dass die Bank den Zinssatz am 15. Mai von derzeit 12,5 Prozent auf 12,25 Prozent reduzieren wird. Auch die Commerzbank-Tochter Comdirect Bank will noch im Mai die Dispo-Zinsen von 9,65 Prozent auf 9,4 Prozent senken. Der genaue Zeitpunkt stehe noch nicht fest, heißt es. Aktuell liegt das Niveau bei Dispozinsen in Deutschland im Schnitt bei knapp elf Prozent.

Dagegen verschlechtern sich die Konditionen für Tages- und Festgeld. Das Zinsniveau bei Banken und Sparkassen sinke schon seit Längerem und habe sich "dem Niveau des EZB-Leitzinses angepasst", sagte Marcus Preu vom Finanzportal Biallo. Nach der neuen Zinssenkung werde nun "eine weitere Angleichung stattfinden". Die neue Zinssenkung sei "kein gutes Signal für Sparer".

Das durchschnittliche Zinsniveau beim Tagesgeld betrage derzeit 0,73 Prozent, Spitzenanbieter zahlten jedoch noch bis zu 1,66 Prozent. "Bei der derzeitigen Inflationsrate von 1,2 Prozent bedeutet dies, dass bei einzelnen Anbietern in bescheidenem Umfang die Möglichkeit einer Rendite besteht und das Kapital nicht durch den allgemeinen Preisanstieg aufgefressen wird."

Beim Festgeld seien die Renditemöglichkeiten "ein bisschen besser" als beim Tagesgeld, sagte Preu. Bei einem Anlagehorizont von zwölf Monaten zahle der beste Anbieter 1,87 Prozent Zinsen bei einer Anlagesumme von 5.000 Euro, der Durchschnitt liege bei 0,87 Prozent. Bei 36 Monaten Anlagedauer seien beim besten Anbieter 2,25 Prozent zu haben und 1,14 Prozent im Schnitt aller verglichenen 114 Anbieter.

Baugeld sei derzeit "so billig wie nie", sagte Preu. Das Niveau sei schon auf einem historischen Tief, mit einem weiteren Absinken sei nicht zu rechnen. Leitzinsänderungen haben auf langfristige Immobilienkredite in der Regel keinen unmittelbaren Einfluss.

Auch der Immobilienfinanzierer Interhyp rechnet mit weiter sinkenden Zinsen für Tages- und Festgeld, aber auch für Ratenkredite. Bei Ratenkrediten mit drei Jahren Laufzeit liegt das Durchschnittsniveau derzeit unter sechs Prozent. Vor fünf Jahren lag der Durchschnittswert noch über neun Prozent.

Die EZB hat am Donnerstag den Leitzins für die Euro-Zone auf ein neues historisches Tief von 0,5 Prozent gesenkt. Bereits zuvor hatte der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank mit Geld versorgen können, historisch niedrig bei 0,75 Prozent gelegen. Am EZB-Leitzins orientieren sich auch die Zinssätze für verschiedene andere Anlageformen und Kredite.

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6 Kommentare zu "Nach der EZB-Entscheidung: Banken senken Dispozinsen"

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  • Den Wucher sieht man bei den Merkelschen Steinbrücks im Gesicht!

  • diese geringfügige senkung ist doch lächerlich. schade, dass die linkspartei nicht mit ihrem antrag im bundestag durchgekommen ist und die dispohöhe per gesetzt zu deckeln.

    dispozinssätze von mehr als 10%, die ja auch noch unterjährig der schuldsumme zugeschlagen werden sind doch eigentlich wucher...

  • AfD - Alternativer für Deutschland

    Aber ja - die einzige Lösung fürs Volk, um sich dafür zu bedanken ungefragt den T-EURO verpasst bekommen zu haben.

    Was sonst soll Europa noch retten, wenn nicht die Abkehr vom EURO?

    War das jetzt die letzte Verzweiflungstat der EZB, die aber wieder nur kurzfristig eine Krisenbesserung vorzutäuschen vermag. Da dieser Aufwärtsbewegung immer noch der fundamentale Untergrund basierend auf Wirtschaftswachstum und sozialer Sicherheit fehlt wird es bei einem Strohfeuer bleiben. Es wurde bis dato in keinster Weise ernsthaft versucht die Krise einzudämmen.
    Im Gegenteil durch Geldschwemme, Zinsdumping und Schuldenaufbau-Befürwortung ohne Ende wird die Krise immer weiter verschärft. Statt die verantwortliche Gemeinschaftswährung endlich ad acta zu legen, werden neue Geldscheine gedruckt, welche der Bürger als falschgeldverdächtig ablehnt. Eine Lachnummer, wäre die Sache nicht so ernst. Diese Politik bornierter, europäischer Politfuzzis ist einfach unbegreiflich. Sie fahren lieber die ganze europäische Wirtschaftsunion vor die Wand, statt sich von einer europäischen Währungsunion zu verabschieden. So bekommt die Jugend von heute wenigstens einmal ein Vorstellung davon, wie es einem Mann vor ca 70 Jahren gelingen konnte ganz Europa in Schutt und Asche zu legen. Jetzt ist es noch einfacher, da scheinbar in ganz Europa Einigkeit darüber herrscht, daß man die Atombome EURO weiterbauen sollte.

  • AfD? Wenn man keine Ahnung hat... traurig wie naiv manche auf solch populistischen Unsinn hereinfallen.

  • BEVÖLKERUNGSEXPLOSION: trotz Motiv Pusteblume: KEINE Werbung eines koreanischen Mobitlelefonherstellers! Noch ein Stück weiter Rechts mit der Kamera, dann ein Unschärfe-Filter, fertig ist der Kettenrektions-"Atom"-Pilz über der Helaba in Frankfurt a.M.!

    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Der Berg gebar eine Maus!!!!
    Das macht die Banken wirklich Ärmer ....es ist nur noch zum Lachen, dieses Abzocker-System von Berlin über Frankfurt bis nach Brüssel. Alle Wissen ohne Zinsen geht es nicht, der Kunde will auch zahlen aber nicht permanent über den Tisch gezogen werden. Seit Jahren kündigt die "Politik" angemessene Dispo-Zinsen an ...ALLES Fehlanzeige wie bei der Steuerprogression, es schwelt und schwelt ...und schwelt, es stinkt zwar zum Himmel, aber es bleibt wie es ist! Vielleicht!.......AfD...AfD...AfD!!!!!!!!!!!!!!!!!

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