NRW-Finanzminister Walter-Borjans wird zum Bargeld-Schreck

Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans fordert ein Limit für das Bezahlen mit Bargeld. Deutschland sollte durchaus anderen Ländern nacheifern – Griechenland zählt nicht zu den Vorbildern.
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Ein politischer Vorstoß aus NRW: Der Finanzminister sieht große Bargeld-Zahlungen kritisch. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Norbert Walter-Borjans

Ein politischer Vorstoß aus NRW: Der Finanzminister sieht große Bargeld-Zahlungen kritisch.

(Foto: Frank Beer für Handelsblatt)

DüsseldorfDer nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) fordert als einer der ersten deutschen Politiker eine Obergrenze für das Bezahlen mit Bargeld. So will er Schwarzgeldgeschäfte und Steuerhinterziehung besser unterbinden. Andere Länder hätten solche Höchstgrenzen bereits, sagte Walter-Borjans am Freitag in Düsseldorf.

Er verwies auf Italien, wo es seit längerem eine Obergrenze für Bargeschäfte von 1.000 Euro gebe. In Frankreich solle dieses Limit auf 1.000 Euro herabgesetzt werden. Wegen der anderen „Bezahlkultur“ in Deutschland müsste die Grenze höher liegen – etwa bei 2.000 oder 3.000 Euro. Über diesen Betrag hinaus machten ihn Barzahlungen skeptisch.

Walter-Borjans greift damit eine Debatte auf, die in den vergangenen Wochen an Schärfe gewonnen hatte. So forderten etwa der Wirtschaftsweise Peter Bofinger und der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff im Handelsblatt-Interview eine Abkehr vom Bargeld. Teilweise argumentieren die Ökonomen damit, dass Bargeld der Schattenwirtschaft zu Geschäften verhelfe – etwa beim Bezahlen von Schwarzarbeitern. Ein zweites Argument zielt darauf ab, dass bei elektronischem Geld etwa negative Zinsen auf Guthaben von Jedermann verhängt werden könnten.

Eigentlich genießt Bargeld eine rechtlich garantierte Stellung als alleiniges Zahlungsmittel. Dennoch führen die Regierungen vieler EU-Staaten eine Kampagne zur Verdrängung des Bargelds. Sie wird in staatskritisch-libertären Kreisen als „Krieg gegen das Bargeld“ gegeißelt.

Bundesbank: Jeder soll zahlen können, wie er will
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67 Kommentare zu "NRW-Finanzminister: Walter-Borjans wird zum Bargeld-Schreck"

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  • also wenn 1 politiker das fordert fragt man sich doch, ob das dann für diese Art Spezies das ebenso gilt? oder haben die dann so wie immer ihre Extrawürste? hahahaha

  • Es ist übrigens der selbe Verbrecher, der Anweisunge erläßt, die abzugsfähigen und BERECHTIGTEN Kosten aus den Steuererklärungenzu streichen in der Hoffnung, daß die Steuerzahler es nicht merken.
    Entweder zahlen die Privatleute den Steuerberater aus eigener Tasche - ist nicht mehr abzugsfähig und damit in der Regel teurer als die unterschlagene Erstattung - oder es sind Experten, die es selber sehen und Widerspruch einlegen.
    Für alle Anderen: Pech gehabt und den Trickbetrug nicht bemerkt.
    Internationale Haftbefehle gegen diesen Sozi sagen eh schon alles...

  • Was erwartet man von einem kriminellen Hehler und Strauchdieb, der außer den Bürgern gestohlenes Geld auszugeben nichts kann?

  • Bargeld ist der einzige Zugang zu Bundesbankgeld für Bürger. Es ist gesetzliches Zahlungsmittel und "jeder" muss es akzeptieren. Scheck- und Kreditkarten, Überweisungen und Einzugsermächtigungen sind "Bankengeld" Am Beispiel Griechenland sehen wir was mit "Bankengeld" passiert. Es wird gestrichen, limitiert,und ist im Zweifelsfall nicht mehr verfügbar. Bargeld schon (Gold auch.. seit ca.2000 Jahren auf der ganzen Welt anerkanntes Zahlungsmittel) JA, ja, der Wert alter gefundener Schätze :-)
    Das Bargeld zu streichen ist der politische Ansatz 100% des Geldverkehrs überwachen zu können, Bankautomaten zu sperren, Geld zuzuweisen ....etc. Es ist wie die Vorratsdatenspeicherung gegen Pädophile und Terroristen Einfach lächerlich. Es gibt genügend Instrumente und Gesetze um Kriminalität zu unterbinden. Wir Bürger sollen 100% überwacht werden. Politiker sollten 100% "gläsern" sein Das wäre sinnvoll Ein bisschen Freiheit für jeden Bürger ist gut. Bargeld und Gold ist ein bisschen "Freiheit". Stellt euch vor Süßigkeiten werden verboten. Ungesund. Es gibt kein Bargeld mehr..per Scheckarte bestellt kommt die Gesundheitspolizei. WO BLEIBT MEINE SCHOKI

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @Andreas Glöckner
    Sie scheinen ein volkswirtschaftliches Problem und ein Defizit in Demokratieverständnis
    und Grundrechtegarantien zu haben.
    Sie sind mit Haut und Haaren ein Relikt aus der Vergangenheit.

  • Wie soll denn da bitteschön der Kauf/Verkauf eines Gebrauchtwagens funktionieren. Anders als Car gegen Cash geht's unter Leuten, die sich nicht kennen, doch gar nicht. Und dabei handelt es sich i.d.R. um ein vollkommen normales und legales Geschäft.
    Schrottautos kann man dann schon noch verkaufen, aber nichts mehr von Wert.

  • die totale kontrolle wird angesrebt. da war der ddr überwachungsstaat nichts dagegen. nicht mehr die bürger kontrollieren die politiker sondern die bürokraten und beamten kontroillieren und überwachen die bürger. für schäden müssen nur noch bürger geradestehen nicht so politiker und beamte. siehe griechenlandchaos.

  • @S.Gessw.
    Bei Ihnen scheint nichts zu funktionieren, aber auch gar nichts..
    So stelle ich mir einen "gefolgsamen Parteigenbossen vor, der durch
    seine "Grundausbilldung" zwar lesen und schreiben gelernt hat, aber sonst nur
    die "Parteifibel" kennt.
    Im übrigen: Giralgeld ist auch völlig wertlos.
    Aber ich glauibe Ihnen gehts "am Arsch" vorbei: bin bei Ihnen und freue mich für Sie.

  • @S.Gessw.
    Bei Ihnen scheint nichts zu funktionieren, aber auch gar nichts..
    So stelle ich mir einen "gefolgsamen Parteigenbossen vor, der durch
    seine "Grundausbilldung" zwar lesen und schreiben gelernt hat, aber sonst nur
    die "Parteifibel" kennt.
    Im übrigen: Giralgeld ist auch völlig wertlos.
    Aber ich glauibe Ihnen gehts "am Arsch" vorbei: bin bei Ihnen und freue mich für Sie.

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