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OECD-Studie Lebensversicherer spielen mit dem Leben

Seite 2 von 2:
„Wende im Anlageverhalten am Horizont“
Die zehn schlimmsten Fehler bei der Vorsorge
Schlecht informiert
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Die Deutschen kaufen Autos, Computer, Küchengeräte und gehen auf Reisen. Vor dem Kauf lesen sie oft Testbericht um Testbericht. Geht es allerdings um Versicherungen und die eigene Vorsorge, verschlafen sie es, sich zu informieren. Dabei ist ausreichendes Wissen wichtig, um teure Fehlabschlüsse zu vermeiden. Quelle: Institut Generationen Beratung IGB, wiwo.de

(Foto: Fotolia)
Lückenhafte Vorsorge
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Oft werden einzelne, wichtige Teile der Altersvorsorge vergessen. Dazu gehören die individuelle Vorsorgevollmacht, die Patientenverfügung, die Klärung der Finanzen im Pflegefall und das Testament

(Foto: Fotolia)
Die falschen Berater
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„Freunde, Familie und Bekannte in alle Vorsorgefragen einzubeziehen, ist wichtig und stärkt die Bindung zueinander. Doch sich allein auf ihren Rat zu verlassen, wäre fatal“, sagt Margit Winkler vom Institut Generationen Beratung. Denn nur ausgebildete Finanzberater könnten auch in Haftung genommen werden. Sie sind verpflichtet, alle besprochenen Versicherungen und Vorsorgeprodukte zu dokumentieren.

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Vorsorge ist nicht gleich Vorsorge
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Jeder sollte seine Altersvorsorge an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Pauschale Tipps von Beratern oder Freunden taugen in der Regel wenig. Je nach Familiensituation können andere Versicherung und Vorsorgeleistungen wichtig sein. „Vor allem in Patchwork-Situationen oder bei angeheirateten Ehepartnern gelten andere Spielregeln in der Vorsorge“, sagt Winkler.

(Foto: Fotolia)
Schwarze Schafe
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Deshalb ist bei der Auswahl des Beraters Vorsicht geboten, in der Branche sind schwarze Schafe unterwegs. Geht ein Berater nicht auf die persönliche Situation ein oder preist ein bestimmtes Produkt besonders an, sollten die Kunden hellhörig werden.

(Foto: Fotolia)
Informiert ins Gespräch
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Wer Fehlern im Zuge von Falschberatung entgehen will, der muss sich vorher selber informieren. Je besser der Kunde im Beratungsgespräch selber informiert ist, desto eher kann er schlechte Berater enttarnen.

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Vorsorge-Flickenteppich
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Beraterin Winkler warnt davor, zu viele Verträge bei vielen verschiedenen Beratern abzuschließen. Am Ende drohten Versicherte, den Überblick zu verlieren. Besser sei eine ganzheitliche Lösung, die auf die individuelle Situation abgestimmt ist.

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In der Tat müssen sich deutsche Kunden derzeit wohl keine großen Sorgen machen, dass ihr Lebensversicherer Pleite geht, weil er zu riskant investiert. Wie aktuelle Daten der Finanzaufsicht Bafin zeigen, investieren die deutschen Gesellschaften weiterhin vor allem in sichere Anlagen. Von 2014 auf 2015 ist etwa der Anteil von Anleihen in Nicht-Euro-Ländern von 3,5 Prozent auf vier Prozent gestiegen. In Aktien investieren die Gesellschaften mittlerweile 0,6 Prozent ihres Kapitals – gegenüber 0,2 Prozent 2014.

Auch die OECD räumt ein: Eine Wende im Anlageverhalten zeichne sich erst am Horizont ab. Für die Zukunft sieht die Organisation daher die jeweilige Aufsicht im Blick. Sie müsse jetzt „wachsam“ bleiben und das Anlageverhalten von Versicherern und Pensionsfonds genau verfolgen.

Indes war die Organisation nicht die erste, die vor dem Risiko warnt, dass Lebensversicherer durch die anhaltenden Niedrigzinsen in eine „finanzielle Schieflage“ geraten würden. In den vergangenen Wochen meldeten sich auch die Europäische Zentralbank, der Internationale Währungsfonds, verschiedene Ratingagenturen, die Bafin und auch die Deutsche Aktuarvereinigung, die Vereinigung der Versicherungsmathematiker, zu Wort.

Die Einrichtungen kritisierten unter anderem, dass Versicherer im Niedrigzinsumfeld immer geringere laufende Erträge erzielten. Das aber würde nicht nur die gesetzliche vorgeschriebenen Reserven für künftige Garantien gefährden, sondern könnte in einem zweiten Schritt möglicherweise dazu führen, dass einzelne Versicherer ihre Garantien nicht mehr bedienen können.

Andere Experten kritisieren dagegen die große „Lücke“, die bei einigen Versicherern zwischen der Dauer der Verbindlichkeiten, die ein Unternehmen eingeht, und den Anlagen, die es im Bestand hat. Garantien werden also zum Beispiel über 20 Jahre und mehr ausgesprochen, Anlagen aber nur über zehn Jahre angelegt. Je größer die Lücke, umso mehr Kapital müssen Versicherer nach den neuen Kapitalrichtlinien bald zurücklegen. Auch das könnte einigen, vor allem kleineren Gesellschaften, bald das Genick brechen, warnen Experten.

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4 Kommentare zu "OECD-Studie: Lebensversicherer spielen mit dem Leben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eigentlich müsste jedem spätestens seit der Lehmann Pleite,( in deren Folge haben hunderttausende ihre private Altersvorsorge verloren) klar sein. Dass Zinsen nicht auf Bäumen wachsen, und auch nicht sich selbständig in Tresoren der Banken vermehren.

    Zinsen entstehen durch Arbeit. Wenn eine Versicherung einem Anleger 3 % verspricht, möchte die Versicherung ja auch noch was verdienen, und Verwaltungskosten müssen auch berücksichtigt werden. Unterm Strich, müsste dann eine Rendite von plus minus 6% erwirtschaftet werden? Um dies realisieren zu können, müssen immer mehr Menschen für immer weniger arbeiten. In den letzten 20 Jahren haben durchschnittlich jährlich 5% durch Produktivitätssteigerungen erarbeitet werden können. Dieser Prozentsatz ist ungefähr die Höhe, welche viele Arbeitnehmer in Deutschland inflationsbereinigt weniger an Lohn durchschnittlich erhalten haben.

    Das Neoliberale Märchen, nur die private Vorsorge kann den Lebensstandard im Alter sichern, ist offensichtlich noch immer nicht als solches für viele Erkennbar?

    Wann kommt endlich die Einsicht, dass es kein sichereres System als die Umlageversicherung gibt.

  • Zitat: "... Versicherer außerhalb des Euro-Raumes bestehe diese Gefahr ..."

    also in erster Linie USA-Versicherungen. wer die wählt ist selbst schuld :-)

  •  
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Das ist doch schon lange keine Altersversrgung mehr. Deutschland debattiert über Altersvorsorge und die Renditen sind bei so gut wie Null. In die Rentenversicherung zahlen heute schon die späteren armen Rentner 1 Euro ein und erhalten zum Dank 78 Cent zurück.
    So funktioniert moderne Sklaverei mit der Folge der Altersarmut. Falsche Intergration und Flüchtlingsströme und die EU mit dem bevorstehenden Grexit kommen obendrauf.

    Die gearschten werden die Normalverdiener mit wenig Vermögen oder Erbe sein.

    Die dürfen 45 Jahre oder länger malochen und werden dann mit 63,65,67,70 mit einer Minirente von 800 bis 1000 Euro Kaufkraft in Rente geschickt.

    Wenn dasmal so weiter und gut geht.