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Schuldneratlas Jeder zehnte Deutsche ist überschuldet

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Gefahr von Altersarmut
Lidl-Boss sprengt Statistik über reiche und arme Städte
Einkommensstatistik
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Die Einkommensstatistik zeigt, in welchen Städten, Gemeinden und Kreisen, am meisten verdient wird. Das verfügbare Einkommen umfasst das Geld, dass Haushalten zufließt, um es auszugeben oder zu sparen.

Die Daten beziehen sich auf das Jahr 2014, veröffentlicht worden sind sie im Oktober 2016. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen je Einwohner in Deutschland betrug 2014 demnach 21.117 Euro im Jahr.

(Quelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder)

(Foto: dpa)
Main-Taunus-Kreis
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Patz 10: lm Main-Taunus-Kreis (Im Bild: Wiesbaden) verfügen die Einwohner über durchschnittlich 25.785 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 27 Prozent

(Foto: dpa)
München
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Platz 9: In der Stadt München verfügen die Einwohner über durchschnittlich 25.838 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 2,6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 14 Prozent

(Foto: dpa)
Kreis Mainz-Bingen
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Patz 8: lm Landkreis Mainz-Bingen (im Bild: Mainz) verfügen die Einwohner über durchschnittlich 26.177 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 8,9 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 38 Prozent

(Foto: dpa)
Olpe
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Platz 7: Im Kreis Olpe verfügen die Einwohner über durchschnittlich 27.125 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 10,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 47 Prozent

(Foto: dpa)
Miesbach
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Platz 6: lm Landkreis Miesbach in Oberbayern (Im Bild: Holzkirchen) verfügen die Einwohner über durchschnittlich 27.168 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 6,6 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 26 Prozent

(Foto: dpa)
Baden-Baden
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Platz 5: lm Stadtkreis Baden-Baden verfügen die Einwohner über durchschnittlich 29.043 Euro im Jahr.

Veränderung zum Jahr 2010: plus 5,7 Prozent

Veränderung zum Jahr 2000: plus 17 Prozent

(Foto: dpa)

Aufgeschlüsselt nach Altersgruppen haben Personen zwischen 30 und 39 Jahren mit 19 Prozent die höchste Überschuldungsquote. Dahinter folgen die Unter-Dreißigjährigen mit 14,5 Prozent. Die geringste Überschuldung gibt es bei den über 70-Jährigen, nur 1,3 Prozent von ihnen sind überschuldet. Allerdings gab es in dieser Gruppe prozentual gesehen den größten Anstieg, aktuell sind 16 Prozent mehr in den Miesen als im vergangenen Jahr. Die Autoren des Schuldenatlas warnen deshalb, dass sich der Trend zur Altersüberschuldung weiter fortsetzt. Da das Leistungsniveau der Rentenversicherung nicht mehr ausreiche, würden auch immer mehr Senioren arbeiten gehen. Dennoch stieg auch die Zahl der Privatinsolvenzen von älteren Verbrauchern.

Bei der Verteilung zwischen den Geschlechtern sind weiterhin Männer stärker betroffen – exakt 12,7 Prozent der männlichen und sechs Prozent der weiblichen Verbraucher sind überschuldet. Allerdings holen die Frauen auf. Dies steht in Zusammenhang mit dem Aufbrechen der klassischen Rollenverteilung. Inzwischen übernehmen Frauen gleichberechtigt die Verantwortung für das Erzielen von Einkommen, aber auch für Schulden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind zudem alleinerziehende Frauen und alleinlebende Männer überproportional häufig von Überschuldung betroffen.

Der Überschuldungstrend steht insgesamt im Gegensatz zum stetig steigenden Vermögen der Deutschen. So ist nach Angaben der Deutschen Bundesbank das Geldvermögen der privaten Haushalte auf 5,3 Billionen Euro gestiegen. Die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert sich also weiter. Auch eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland viele Besserverdiener ihr Geld sparen und mit steigendem Einkommen und Vermögen auch die Sparquoten steigen. Menschen in der unteren Hälfte der Einkommensverteilung würden sich dagegen eher verschulden.

Auch für die kommenden Monate ist nach Ansicht der Studienautoren nicht davon auszugehen, dass die Überschuldungszahlen in Deutschland sinken werden. Sie weisen zudem auf eine Warnung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) von Ende Juni 2016 hin. Dort war von einer „riskanten Dreierkonstellation aus ungewöhnlich niedrigem Produktivitätswachstum, beispiellos hohen globalen Schuldenständen und einem äußerst engen wirtschaftspolitischen Handlungsspielraum“ die Rede.

Dieses „Trilemma“ werde, so die Befürchtung, auch vor dem Hintergrund des Brexit, die Weltwirtschaft und damit auch die Verbraucher in eine neue ökonomische Abwärtsspirale führen. Die Bank forderte deshalb auch von den Staaten eine Abkehr vom „schuldenfinanzierten Wachstumsmodell“.

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17 Kommentare zu "Schuldneratlas: Jeder zehnte Deutsche ist überschuldet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Korrektur:

    (...)
    So ungefähr sieht’s aus, wenn „Politiker“ das Sagen HABEN und die Bürger (...) die Verantwortung tragen.

  • Dazu fällt mir ein blöder alter Witz aus meiner Kinderzeit ein: „Gemein ist, wenn man ne Oma die Treppe runterschubst und sagt: Warum passte nicht besser auf.“

    So ungefähr sieht’s aus, wenn „Politiker“ das Sagen und die Bürger – inklusive aller echten, weil im wirklichen Leben erfahrenen Experten, und der jeweiligen Meister ihres Fachs - die Verantwortung tragen.

    Und erzähle mir jetzt bloß keiner, dass "politische Führer" jedwelcher Art Verantwortung übernähmen.

    Meiner Meinung nach haben wir längst das Zeitalter der Demokratie hinter uns gelassen und sind in der Ära der Plutokratie angelangt.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die so kurz wie irgend möglich sein wird.

  • Da steht der typische EU Bürger, von den sozialistischen Bonzen ausgenommen. Hätte er Aktien gekauft und die Dividende über den Briefkasten kassiert, sehe das Bild anders aus.

  • Kreditausfälle sind einkalkuliert - bezahlt von den Deppen, die ordnungsgemäß tilgen !

  • Wenn die Verkäufer nicht so großzügig Kredite geben, können bonitätsschwache Personen kein mehr an Schulden erreichen.

  • @ Ernst Thoma

    Das ist in meinen Augen keine altmodische Einstellung, sondern der "Klassiker" der Haushaltsführung. So und nicht anders sollte es sein.

    Was ist nicht brauche, lasse auch ich einfach in den Regalen der Kaufleute liegen.

    Einfach mal konsequent NEIN sagen, anstatt sich vom allgemeinen Marketing-Bla Bla einlullen zu lassen ...

    ... dann klappt´s auch mit den Finanzen ...

  • Ich werde jetzt wieder viele auf die Palme jagen: Ich halte mich seit Kindesbeinen an die Bauernregel: Was ich nicht bar bezahlen kann, kann ich mir nicht leisten - was ich mir nicht leisten kann, muss ich nicht haben !

  • Ursache -----> Wirkung

    gefälschte Arbeitslosenstatistik
    Altersarmut
    Kaufkraft sinkt

  • Die "vergleichsweise" geringe Arbeitslosigkeit ist doch Ergebnis der gigantischen Manipulation seitens der SPD und CDU-Politiker, die keine Lust mehr darauf hatten über Jahrzehnte Millionenheere von Arbeitslosen in ihren Statistiken vor sich her zu schieben.

    Also haben sie kurzerhand ganze Arbeitslosengruppen per Definition ausgeklammert, so dass Diese in der Alo-Statistik nicht mehr auftauchen ...

  • "... Trotz vergleichsweise geringer Arbeitslosigkeit ..."

    Welcher Vergleichsmaßstab wird denn hier angesetzt?

    Nur zur Erinnerung: Es waren doch letztendlich unfähige Politiker, u.A. insbesondere auch die von der SPD (Hartz IV etc.), die "Leistungen des Staates" (O-Ton Schröder) sukzessive zusammengestrichen haben. Das Ganze setzt sich doch aus einem gruseligen Gesamtpaket an Leistungskürzungen im Sozialen Bereich zusammen.

    Da fragt man sich als braver Steuer- und Sozialversicherungsbeitragszahler doch ernsthaft weshalb wir zwangsweise überhaupt noch SV-Beiträge durch unsere Arbeitgeber abführen lassen, wenn sich der Staat im Leistungsfalle aus der Verantwortung stiehlt.

    Sozialversicherungsbeiträge sollten doch eigentlich eine "Versicherungsprämie" für den Fall einer unverschuldeten finanziellen oder gesundheitlichen Krise darstellen.

    Hey Leute; das ist keine Einbahnstraße, man nennt das normalerweise Solidarpakt, aber davon wollen die Sozialfaschisten der SPD offenbar nichts mehr hören ?!?

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