Das Auf und Ab an den Börsen sorgt für Verunsicherung. Doch sind Konten und Sparbücher der richtige Schutz vor Turbulenzen?

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  • Nach meinen eigenen Recherchen (ohne Gewähr) performten Aktien (MSCI World inkl. Dividenden) in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt mit ungefähr +5% p.a., Tages-/Festgeld allerdings nur mit etwa +2% p.a. (Quelle: FMH-Finanzberatung) – also nahezu risikolose Anlageformen durchschnittlich etwa drei Prozent pro Jahr schlechter als Preis für Risikoarmut im zurückliegenden Zwanzigjahreszeitraum.

    Dies scheint zwar sehr eindeutig für Aktien als überlegene Anlageform zu sprechen, doch unterschlägt der Vergleich die ganz unterschiedlichen Kosten! Unter Risikogesichtspunkten bevorzugen die meisten Menschen statt Einzelwerten aktiv verwaltete Aktienfonds, sofern sie Geld in Aktien anlegen möchten.

    Gesamtkosten aktiver Fonds: Fondsausgabeaufschlag oder Kosten durch Fondskauf über die Börse + Depotgebühren des Anlegers auf Hausbankebene + laufende Fondskosten (Gesamtkostenquote TER) + Transaktionskosten auf Fondsebene (dessen eigene Handelskosten und Bankgebühren) + etwaige Erfolgshonorare für das Fondsmanagement + alle etwaigen sonstigen Kosten auf Ebene des Fonds.

    Auf Anlegerebene aufsummiert, können die Gesamtkosten für einen aktiven Investmentfonds pro Jahr schnell bei drei bis vier Prozent des angelegten Kapitals liegen! Und gemäß Effizienzmarkthypothese sollte es theoretisch selbst für überdurchschnittlich begabte aktive Fondsmanager kaum möglich sein, einen so immens großen wie auch extrem unfairen Rückstand auf den Markt Jahr für Jahr aufzuholen!

    Demgegenüber liegen auf Anlegerebene die Gesamtkosten für ein völlig passives ETF-Investment bei etwa 1% p.a., was angesichts historischer und dann nach Kosten pro Jahr wohl noch zweiprozentiger Outperformance der Aktien gegenüber Tages-/Festgeld zumindest deren Mehr an Risiko rechtfertigte.

  • Sehr geehrte Frau Rezmer,

    eigentlich wissen Sie es doch selbst. Sie wissen, dass man über Festgeldanlagen erst am Ende der Bindungsfrist verfügen kann. Dass man damit nicht "liquide" ist und bei einem Kurseinbruch am Aktienmarkt nicht auf Schnäppchenjagd gehen kann.

    Ein anderer Blickwinkel: Zur Diskussion steht auch, ob die Jagd nach höheren Tages- oder Festgeldzinsen überhaupt "rentabel"ist. Stehen dabei Arbeitsaufwand und Ertrag in einem vertretbaren Verhältnis?

    Meine Erfahrung ist, dass die Lockvogelangebote der Banken oft nur für wenige Monate gelten. Um ein solches Kurzzeit-Angebot zu nutzen, müssen Sie aber einen hohen bürokratischen Aufwand auf sich nehmen. Erst bei einer fremden Bank ein Konto eröffnen und dorthin einen Betrag überweisen. Einige Monate später sind dann beide Transaktionen wieder rückgängig zu machen. In meinen Augen gibt es angenehmere und weniger zeitaufwendige Tätigkeiten, um einen Cappucino zu verdienen.

Mehr zu: Sparen und Anlegen - Für wen sich Tages- und Festgeld überhaupt lohnen

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