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Stiftung Warentest Dispozinsen teilweise „unverschämt“

Die Stiftung Warentest hat bei fast 1500 Banken die Dispozinsen abgefragt. Den Verbraucherschützern zufolge gibt es Geheimniskrämerei und teilweise sehr hohe Zinsen. Doch es gebe auch Lichtblicke.
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Trotz Niedrigzinsen bleibt der Dispo teuer

Berlin Viele Kreditinstitute betreiben Geheimniskrämerei, wenn es um die Höhe der Dispozinsen geht. Gut zwei Drittel von knapp 1500 Instituten machten auf E-Mail-Anfrage von Stiftung Warentest keine Angaben über die Zinsen, die anfallen, wenn man das Girokonto überzieht. Aber der Gesetzgeber wird sie im kommenden Jahr zu mehr Transparenz verpflichten.

In vielen Fällen musste Stiftung Warentest Tester losschicken, um die Höhe der Dispozinsen zu ermitteln. Das Ergebnis: Elf Banken – ausnahmslos kleinere Volks- und Raiffeisenbanken – verlangten mehr als 13 Prozent. Diesen Zinssatz halten die Verbraucherschützer für „unverschämt“. Schließlich können sich die Institute noch immer äußerst günstig bei der Europäischen Zentralbank refinanzieren. Der Dispozins wird fällig, wenn Sparer ihre Konten innerhalb eines von ihrer Bank gewährten Rahmens – des Dispokredits – überziehen.

Die deutschen Banken, genossenschaftlichen Institute und Sparkassen kritisieren in einer Stellungnahme des Dachverbands Deutsche Kreditwirtschaft den Preisvergleich. Der Dispokredit sei nur ein Bestandteil eines Girokontos und der Zins dürfe daher „nicht losgelöst von den anderen Leistungen“ betrachtet werden.

Lichtblicke sieht Stiftung Warentest allerdings auch. Die Zahl der Banken, die mehr als 13 Prozent verlangen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 24 reduziert. Und rund die Hälfte der Banken haben die zusätzlichen Überziehungszinsen abgeschafft, die fällig werden, wenn die Ausgaben auch den Dispokreditrahmen noch übersteigen.

Spitzenreiter bei den günstigen Banken ist wie im Vorjahr die Deutsche Skatbank, die für das online geführte Konto einen Dispozins von 4,49 Prozent berechnet.

Finance Briefing
Hamburg pocht auf Deckelung der Dispo-Zinsen
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51 Kommentare zu "Stiftung Warentest: Dispozinsen teilweise „unverschämt“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn es mich aufregen würde, würde ich die Brötchen aus der Tiefkühltruhe kaufen.

    Wenn der Bankkunde mehr als ein paar Euro achtzig (dauerhaft) für seinen Dispo ausgibt, ist er entweder schlecht finanziert und/ oder kann nicht mit seinem Geld haushalten. Objektiv betrachtet dürfte das korrekt sein.

    Sicherlich dürfen Sie nicht den Fehler machen, den aktuellen Zinssatz eins zu eins mit dem Dispo abzugleichen. Das Bankgeschäft ist wesentlich komplexer.

  • Fragen sind immer erlaubt. Aber was ist sittenwidrig? In früheren Zeiten war außerehelicher Geschlechtsverkehr sittenwidrig. Das ist auch kein rechtlich definierter Begriff. Die richtige Frage wäre, ob das Wucher nach dem BGB ist. Das ist bei diesen Zinssätzen eindeutig zu verneinen. Nehmen Sie mal an, Sie beanspruchen keinen Dispokredit und zahlen Ihre Rechnungen entsprechend später. Sie können die anfallenden Mahnkosten ja mal auf die Zeit (entspricht dem Zins) umrechnen. Sie werden vermutlich ziemlich schnell wieder Dispokreditzinsen zahlen.

  • ich weiß von keiner Geonobank, die staatlich Hilfe bekommen hätte. Auch eine Sparkasse ist mir nicht bekannt. Die Landesbanken gehören den Ländern. Da ist die Lage anders. Da haftet das Land selbstverständlich.

  • Da hat man ja schon ein schönes Beispiel herausgezaubert ... Banken und deren Dienstleistung mit Bäckern zu vergleichen ...

    Das Kommentar passt zum Inhalt des Artikels.

    Und ja viele Unternehmen verkaufen ihr Produkt zu einem Mehrfachen von dessen Herstellungskosten, ich glaube Beispiele muss man hier nun nicht mehr erwähnen.

    Es geht eben wie bereits auch gesagt um die anderen Kosten, die mit einbezogen werden müssen. Ferner auch ums Risiko und deren Kosten...Keywords Treasury/Hedging... Zudem wäre es noch teurer, wenn eine harte Dispogrenze exitieren würde und jede Zahlung zurückgegeben würde ...

  • sehr lustig. Die Strafzahlungen betreffen die Großbanken und betragen für die größte insgesamt mehr, als für alle Dispokredite in Deutschland Zinsen berechnet werden.

  • Wei hoch sind denn die Kosten für Mehl, Hefe, Milch und Energie bei einem Brötchen? Wenn Sie andere Kosten mitrechnen, müssen Sie sie bei der Bank auch mitrechnen.

  • Wo waren den bitte die Sparkassen und Geno Banken sicher in der Krise? Wem/Wozu gehören nochmal die Landes Banken? Waren das nicht die Banken die ein paar kleine Probleme hattenß

  • Dafür das sie ein Banker sind haben sie aber auch nicht zu 100 Prozent recht.

    Ihre Sicherheit bezieht sich gerade mal auf 100.000 Euro (Einlagensicherungsfond)
    Das stimmt nicht der Staat gibt eine quasie Garatie das Einlagen bis 100000 Euro sicher bei einer Bank liegen und er die bei Insolvez einer Bank "erstattet". Das nennt sich Einlagensicherung.
    Der Einlagensicherungsfonds ist eine freiwillige Absicherung der jeweiligen Bankenverbände. Diese Absicherung geht sogar weit über die gestzliche Absicherung hinaus.
    Und natürlich kann man auch einen Dispo bei einer Bank bekommen ohne das Gelhat eingegangen ist wenn man sein Konto wechselt. Das wird nur bei jeder Bank anders gehandelt wie sie da vorgehen. Man kann das nicht pauschalisieren.
    Es ist auch nicht schlimm wenn an die Schufa ein weiteres Konto gemeldet wird was soll die alte Bank da machen deswegen löschen die nicht automatisch den Dispo. Es sei den es ist ihr eigenes Geschäftsgebaren das der Kunde nicht woanders noch ein Konto haben darf. Soch eine Bank ist mir aber nicht bekannt.

  • Sie haben sich also fachlich schlau gemacht. Leider kann man das an ihrem Text nicht wirklich erkennen.

    Die "alte" Bank lässt das Konto sicherlich nicht von der "neuen" Bank einziehen, wenn der Sollsaldo nicht beglichen wurde. Sie meinten damit wohl die Auflösung des alten Kontos weil einziehen kann man kein Konto.
    Das mit den drei Monaten abwarten ist auch nur bedingt richtig. Ja es gibt Banken die das so machen es gibt aber genauso Banken die gleich einen Dispo von Anfang an gewähren. Deswegen gibt es ja auch die von ihnen genannten Missbrauchsfälle.

  • Wie objektiv sind Sie, Mr. Objektiv?
    Wäre es auch in Ordnung, wenn Ihr Bäcker die Brötchen für das 15-fache seiner Herstellungskosten verkaufen möchte? Oder würde Sie das etwa aufregen? Es wären doch auch nur "ein paar Euro achtzig"...

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