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Studienfonds „Sechs Prozent Renditeerwartung“

Studienfonds gelten als exklusiv und daher attraktiv. Das Auswahlverfahren für die Kandidaten gleicht einem Stipendium-Marathon: Nur jeder fünfte kommt durch. Doch der Aufwand lohnt sich nur für Wenige.
Update: 01.10.2012 - 13:58 Uhr 2 Kommentare
Geldanlage Student: Neben Studienkrediten und Bafög lassen sich manche Studenten durch Fonds finanzieren. Für die Geldgeber lohnt sich die Investition in Bildung. Für die Studenten selbst kann das auch ziemlich teuer werden. Quelle: dpa

Geldanlage Student: Neben Studienkrediten und Bafög lassen sich manche Studenten durch Fonds finanzieren. Für die Geldgeber lohnt sich die Investition in Bildung. Für die Studenten selbst kann das auch ziemlich teuer werden.

(Foto: dpa)

DüsseldorfUnter Investoren gelten sie als eine interessante Beimischung für ihr Portfolio: Studenten. Längst haben Sparkassen, Stiftungen, Pensionskassen und einige Privatinvestoren die Anlageklasse Mensch für sich entdeckt. In Deutschland gibt es derzeit etwa zwanzig Bildungsfonds, die Studierenden während ihres Studiums finanziell unter die Arme greifen.

Das Konzept: Geförderte Studenten bekommen während ihres Studiums monatlich einen festen Betrag aus dem Fonds ausgeschüttet. Haben sie später einen Job gefunden, zahlen sie einen bestimmten Prozentsatz ihres Bruttoeinkommens über mehrere Jahre hinweg an ihre Geldgeber zurück. Wie hoch dieser Prozentsatz ausfällt und wie lang der Rückzahlungszeitraum ist, hängt vom Studiengang, der Hochschule und dem künftig erwarteten Gehalt ab.

Je nach Prognose kann die Rückzahlungssumme später aber auch ganz schön zu Buche schlagen: Zwischen vier und zehn Prozent ihres Bruttoeinkommens müssen die Studenten zahlen, die sich zum Beispiel um die Förderung durch einen Fonds der Career Concept AG beworben haben. Das Münchener Unternehmen ist der älteste Bildungsfonds-Anbieter. Es verwaltet derzeit neun Fonds und setzt die Kreditbedingungen für jeden Studenten individuell fest. Die Faustregel lautet: Wer später ein hohes Gehalt erwartet, muss weniger Prozente abgeben als jemand mit einem wahrscheinlich niedrigen Gehalt. „Wir versprechen nicht die günstigste Art der Studienfinanzierung, sondern die flexibelste“, gibt Vorstand Rolf Zipf zu bedenken.

Denn trotz der hohen Kosten kann eine Fondsfinanzierung für Studenten infrage kommen. Beispielsweise dann, wenn ein teures Auslandsstudium ansteht – oft zögern Banken, das zu finanzieren. Studienkredite müssen schon wenige Monate nach Ende des Studiums zurückgezahlt werden. Wer bis dahin keinen Job gefunden hat, hat Pech. Wer sich durch Bildungsfonds finanzieren lässt, hat damit Zeit bis zum Berufseinstieg.  Und: „Es gibt auch Studierende, die später negative Zinsen zahlen", so Zipf. Das Risiko werde so vom Studenten auf den Fonds verlagert.

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2 Kommentare zu "Studienfonds: „Sechs Prozent Renditeerwartung“ "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dem stimme ich komplett zu! Ich würde gern mein Statement dazu in einem weiteren Artikel mit nem ähnlichen Titel wie diesem "die Kehrseite des studienfonds- wieso mehr als 6% Rendite überhaupt erzielbar sind" abgeben. Denn ich wurde gefördert und ich zahle seit bald 2 Jahren zurück. Aber sowas von deftig :( !!!

  • Artikel von Bildungsfonds finanziert? Diese Kredite sind weder flexibel noch bieten sie gute Konditionen fuer den Studenten. Der Text beinhaltet komplett falsche Aussagen (z.B. zahlt man bei vielen normalen Studentenkrediten erst Jahre nach dem ersten Auszahlungsdatum den Kredit zurueck und nicht wenn man noch keine Arbeit hat)..

    Bildungsfonds ziehen Studenten ueber den Tisch und sind auch nicht "exklusiv".. es gibt deutlich(!!!) bessere Alternativen.. traurig so etwas gesponsortes im HB lesen zu muessen..