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Tagesgeld Bei fast 200 Banken gehen Sparer leer aus

Schwere Zeiten für Sparer: Auf einem Tagesgeldkonto bekommen sie bei 198 Banken keine Zinsen mehr. Trotzdem legen Sparer immer mehr Geld auf Tagesgeldkonten an. Ein paradoxes Phänomen der Niedrigzinsphase.
19.07.2014 - 15:19 Uhr Kommentieren
Eine Ein-Euro-Münze geht unter. Banken streichen immer häufiger die Zinsen für Tagesgeld. Quelle: dpa

Eine Ein-Euro-Münze geht unter. Banken streichen immer häufiger die Zinsen für Tagesgeld.

(Foto: dpa)

Berlin Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten gehen Inhaber von Tagesgeldkonten immer häufiger leer aus: 198 Geldinstitute in Deutschland zahlten auf solche Einlagen mittlerweile keine Zinsen mehr, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox. Untersucht wurden demnach 635 Geldhäuser.

Am knauserigsten sind der Erhebung zufolge Sparkassen und Genossenschaftsbanken: Aus diesen beiden Bankgruppen biete jedes dritte untersuchte Institut selbst bei vierstelligen Anlagebeträgen keine Zinsen mehr für Tagesgeld, heißt es in der „WamS“.

Zudem könne es Sparern bei jeder fünften Direktbank passieren, dass sie leer ausgingen. Als Negativbeispiel wird eine Sparkasse in Ostdeutschland erwähnt, die erst ab einer Summe von 20.000 Euro einen Zins gewährt - in Höhe von 0,05 Prozent. Nur private Filialbanken schrecken demnach bislang noch vor Null-Komma-Null-Angeboten zurück.

Ungeachtet der miserablen Zinsen ist dem Bericht zufolge das Volumen auf Tagesgeldkonten zuletzt dennoch weiter gestiegen. Private Haushalte hätten Ende April 954 Milliarden Euro auf täglich fälligen Konten angelegt, im Frühjahr 2013 seien es erst 869 Milliarden Euro gewesen, zitiert die Zeitung Angaben der Bundesbank. Der durchschnittliche Effektivzins über alle Institute hinweg fiel demnach im gleichen Zeitraum von 0,47 Prozent auf 0,36 Prozent.

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